DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 80 - 82 Gemeinsamkeiten, Das universale Verbindungsprinzip

Überdenke grundlegenden Gemeinsamkeiten!

Das universale Verbindungsprinzip!

Was bist du eigentlich im gesamten energetischen (Lebens)Teig des Universums? Nun sicherlich und hoffentlich fällt dir eine ganze Menge zu dieser recht intimen Frage ein.

Aus der Sicht der kleinen lebendigen Wanderschule ist jeder Mensch eine Einheit bzw. Gemeinschaft. Das jedoch in vielerlei Hinsicht. Demnach bist auch du eine Einheit bzw. Gemeinschaft aus vielen Milliarden Körperzellen. Oder eine Einheit bzw. Gemeinschaft aus unzähligen energetischen Strukturen, Atomen, Molekülen. Oder eine Einheit bzw. Gemeinschaft aus Organen, wie Lunge, Herz, Leber, Nervensystem, Knochen und Muskeln. Oder eine Einheit bzw. Gemeinschaft aus Körper, Geist und Seele. Oder eine Einheit bzw. Gemeinschaft von vielen verschiedenen bewussten Situationen und Momenten, eine Einheit von Erlebnissen bis hin zum jetzigen Augenblick, eine Einheit bzw. Gemeinschaft aus Materie / Energie und / oder Geist und noch vieles mehr. Oder, wenn du darüber nicht nachdenken möchtest einfach nur der Gedanke, das Gefühl oder die Worte „Ich bin einfach“ bzw. „Ich fühle mich einfach“. In der Vorstellungswelt dieses Buches ist das alles zusammen und noch vielmehr eine Einheit, genauer eine Wirkeinheit. Du bist eine Einheit, die Wirkung auf andere Wirkeinheiten ausüben kann. In diesem Sinne bist Du eine Wirkeinheit, die sich mit anderen Wirkeinheiten verbinden kann. Du bist eine Wirkeinheit unter unzähligen Wirkeinheiten deiner Umgebung. Wie viele Wirkeinheiten hängt ausschließlich von deiner Vorstellung ab, denn eine Wirkeinheit ist eine funktionelle Einheit von Interesse.

Also – Partner, Käsestulle, Auto, Ballkleid mit Klöppelspitze, Computer, Bruder, Schwester, Milchstrasse, Onkel, Freundinnen und Freunde, ein Gefühl, Hackebeil, Fön, Wolke, eine Theorie, ein Buch, dein Gehirn, ein Erlebnis, ein Gedanke, der letzte Urlaub, Schokobonbon, Maus bzw. Tier, Pflanze, Bakterium, Pilz, Viren, Moos, Gummibärchen, Make-up-Dose, CD, Skateboard, Magnetfeld, Planet, Wort, Satz, Geräusch, ein Bier, ein Kuss, eine Situation, Kinder – all das sind Wirkeinheiten, die erst durch dich als Beobachter zu dieser individuellen, konkreten Wirkeinheit werden, indem du sie von anderen Wirkeinheiten abgrenzt, unterscheidest, ihnen deinen Sinn, Name und Eigenschaft gibst.

Dabei wirst du merken, dass du jede Wirkeinheit, die du vom Rest der Welt abgegrenzt denkst, selbst wieder aus mindestens zwei kleineren Wirkeinheiten zusammengesetzt wahrnehmen oder denken kannst. Hier ein Beispiel für eine Trennung einer Wirkeinheit in zwei Wirkeinheiten. Die Wirkeinheit »Schokobonbon« ist ihrerseits aus den zwei kleineren Wirkeinheiten »Schokolade« & »Milchcremefüllung« zusammengesetzt. Oder sieh dir die Wirkeinheit »Buch« an. Es besteht z.B. aus den kleineren Wirkeinheiten: Buchdeckel, Seiten, Überschriften, Textkörper, Sätze, Worte, Buchstaben, Seitenzahlen.

Oder stell dir einen Fisch vor. Ohne seinen See, seinen Fluss, sein Meer oder sein Aquarium erscheint er leblos und einsam.

Oder betrachte dich mit deinem Liebesspielpartner, welchen Geschlechts auch immer »ein Pärchen« also zwei bis viele kleinere Wirkeinheiten. Schon die kleinen Fußzehen sind für gewöhnlich mehrmals am Start.

 

Ein anderes Merkmal jeder Wirkeinheit ist, dass sie mindestens mit einer anderen Wirkeinheit wirkungsvoll verbunden ist, um so zusammen wiederum eine neue umfangreichere oder größere Wirkeinheit zu bilden.

 

Die Wirkeinheit »Schokobonbon« ist z.B. mit der Wirkeinheit »Bonbontüte« verbunden. Das heißt, keine Wirkeinheit steht sozusagen verbindungslos im Nirgendwo herum. Jedenfalls entzieht sich solch ein wirkungs- und verbindungslos existierendes »Etwas« jedem Nervensystem bzw. jeder bewussten Vorstellung.

 

Ein Nervensystem kann auch nach heftigstem Bemühen eine unverbindliche, alleinstehende Einheit bzw. Gemeinschaft nicht wahrnehmen, kann sie nicht abgrenzen, nicht erleben, nicht denken, nicht jenseits der „absoluten Stille und Leere“ empfinden!

 

Sie ist unriech-, unschmeck-, untastbar, unhör-, unsichtbar und obendrein undenkbar und unfühlbar. Jedenfalls zeigt das die Praxis. Sobald es doch geschieht, dass du eine allein stehende Einheit entdeckst, ist auch gleichzeitig mindestens eine wirkungsvolle Verbindung vorhanden. Zum Beispiel jene zwischen deinem Nervensystem und der jeweiligen Einheit. Die Einheit wird in diesem Moment zur Wirkeinheit, da sie zumindest eine wirkungsvolle Verbindung zu ihrer Umgebung bzw. zu dir hat.

Dein Nervensystem ist auf wirkungsvolle oder funktionierende Beziehungen oder Verbindungen angewiesen. Verbindest du dich mit einer Wirkeinheit, dann kannst du sie (unter Umständen) auch bewusst erleben. Du kannst auch bildlicher denken: Die Alltagswirklichkeit ist aus dem gleichen (Energie)Brei geformt. Das hieße beispielsweise, dass ein unabhängiger, allein stehender Gott genauso wie eine einwandfreie, objektive Theorie (egal auf welchem Gebiet der Wissenschaft) undenk-, unfühl- bzw. unerlebbar, für unsere Erlebniswelten nicht existent wären. Um Gott erleben zu können, muss / müsste er wirksam sein, muss / müsste er ein lebendiger Gott sein. Jede Erkenntnis oder Theorie bedarf eines Beobachters bzw. Theorieformulierers (Subjektivität jeder Erkenntnis oder Theorie; Einfluss des Beobachters auf die Situation, bzw. das Experiment).

 

Um dich selbst erleben zu können, muss du wirksam sein. Für die Ausbildung deiner Denkfähigkeiten bedeutet das: Du kannst das ganzheitlich-freie Denken in seiner neuen Qualität nur auf der Grundlage der Rückkopplung von Veränderungen der Vielfalt um dich bzw. bei der Rückkopplung deiner rational-folgerichtigen Gedanken und emotional-assoziativen Gedanken entdecken, dauerhaft erleben & anwenden!

 

In der Alltagspraxis tatsächlich anzunehmen, dass es eine letzte, einzige, objektive Wahrheit oder Wirklichkeit gibt, dürfte jedenfalls spätestens bei der Begegnung mit anderen Nervensystemen, auf Widerstand stoßen. Streit und Diskussion um die letzte Wahrheit wären dann reine Verschwendung von kostbarer Lebenszeit. Daran halten sich auch die kleine lebendige Wanderschule und die hiermit vermittelte ganzheitlich-freie Vorstellungswelt. Wenn du also grundsätzlich (auch grundlos) anderer Meinung bist, ist das auch exakt und erst recht nicht falsch.

Die Bedeutung des bewussten und harmonischen Einsatzes der drei bewusst einsetzbaren Funktionsebenen des Nervensystems, namentlich der Funktionsebene des folgerichtig-rationalen Denkens, der Funktionsebene des emotional-assoziativen Denkens und der Funktionsebene des ganzheitlich-freien Denkens für alle menschlichen Lebensbereiche wird dem Leser sicher spätestens in der Praxis des Alltags und schon bei den ersten Bewusstwanderungen wie Schuppen von den Augen fallen. Das bewusste Nervensystem des Menschen macht ihn erst zu dem was er zu sein gedenkt. Erst der bewusste Gebrauch des menschlichen Nervensystems macht es selbst zu einem bewusst anderen Menschen. Dabei wird es sich zwangsläufig seiner funktionellen, energetischen, materiellen und informativ-geistigen Einheit mit dem Umgebungssystem gewahr.

Also, praktisch hat dein Nervensystem keine Möglichkeit etwas für sich selbst Bestehendes oder etwas verbindungs- und wirkungslos Herumstehendes zu erfassen, zu erleben oder es sich nutzbar zu machen. Das ist auch nicht tragisch, denn eine solche Einheit bzw. Gemeinschaft ist ohne Wirkung auf seine Umgebung. Sie ist wirkungslos und nicht Bestandteil der wirkungs- und anwendungsorientierten Wirk-lichkeit eines Menschen. Und aus praktischen Erwägungen kann dir eine solche Einheit bzw. Gemeinschaft letzten Endes weder nutzen noch schaden, sie ist praktisch uninteressant, weil wirkungslos und unsichtbar und dir obendrein gar nicht bekannt. Es wird für jedes lebendige Nervensystem jedoch eine lebendige Einheit, ein Verbundensein über die Vorgänge der Annäherung und Kooperation erlebbar.

Das heißt, nichts in der ganzheitlichen-freien Erlebnis- & Vorstellungswelt, kurz in dieser Welt, steht für sich allein! Jedenfalls ist das für ein Nervensystem auch durch langes und intensives Nachdenken nicht erfassbar und nicht vermittelbar. (Anders herum gilt: Alles was du geistig erfassen, dir selbst ausdenken und träumen kannst, hat auch Wirkung. Zumindest erst einmal in deinem Kopf und ist somit in deinem Sinn, berührt dich, beschäftigt dich, beeinflusst dich innerlich.) Man könnte auch argumentieren: Es ist nicht von überlebenswichtiger Bedeutung etwas wirkungslos Existierendes wahrzunehmen. Dein Gehirn ist auf Wirklichkeiten (im Sinne von Wirkung und wirksamer Verbindlichkeit), auf wirkungsvolle Verbindungen, auf Verbindlichkeiten intern und extern angewiesen, denn das Nervensystem in sich mit seinen Milliarden Verbindlichkeiten der neuronalen Wirkeinheiten, aber auch deine Körpereinheit mit seiner Vielfalt an zellulären Strukturen und Wirkeinheiten (z.B. die Organe) „arbeiten und leben“ selbst nach und mit dem Verbindungsprinzip, lassen es zumindest Milliardenfach erkennen und verzahnen sich funktionell, energetisch, materiell, raum-zeitlich… mit ihrem und letztlich (nun du auch bewusster) mit deinem Umgebungssystem im Alltagsmoment.

Energiefelder, Elementarteilchen, Atome, Elemente sind zu Molekülen und Stoffen, Moleküle und Stoffe zu Erde, Wasser, Luft und Zellen, Zellen sind zu Organen, zu Pflanzen und Tieren und zu Menschen verbunden. Es ist das gleiche Prinzip, das an Erde, Wasser, Luft, Tieren und Pflanzen, Landschaften, Ozeanen, Seen, Planeten... zu entdecken ist.

 

Dieses Verbindungsprinzip: mindestens zwei wirkungsvoll miteinander verbundene Wirkeinheiten, ergeben eine neue Wirkeinheit – ist das Prinzip, das vom Mikro- bis zum Makrokosmos mit deinem bewussten Nervensystem zu beobachten ist.