DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 310 - 312 Die MW-Umschaltarbeit unter der Lupe

Die MW-Umschaltarbeit unter der Lupe

Bewusstwandern heißt also auch unermüdlich die bewusste folgerichtig-rationale und emotional-assoziative Rückkopplung und Aussöhnung zu praktizieren und dabei bewusst das
Umschalten zwischen beiden Varianten zu erlernen und anzuwenden. Es wird dabei etwas Neues entstehen. Dieses neue ganzheitlich-freie Denken ist letztlich auch stark mit einer dritten, bewusst einsetzbaren Funktionsebene des Nervensystems verbunden.

Jeder Versuch einer folgerichtig-rationalen Kurzbeschreibung des ganzheitlich-freien Denkens muss scheitern, da ganzheitlich-freies Denken im Erlebnis nicht nur rational-folgerichtige, sondern auch emotional-assoziative und ganzheitlich-freie Aspekte hat. Daher bleibt eine folgerichtig-rationale Charakterisierung, Definition oder Beschreibung immer auch für die individuelle Alltagspraxis fehlerhaft bzw. unvollständig!

Ein folgerichtig-rationaler Zugang zum ganzheitlich-freien Denken findet sich vielleicht in der Zellforschung. Die Funktionsebene des Nervensystems, die mit dem ganzheitlich-freie Denken bzw. mit der MW-Umschaltarbeit in Verbindung gebracht werden kann, könnte ihre Grundlage in einer folgerichtig-rational nachweisbaren Fähigkeit der Nerven- und Körperzellen haben, die Fähigkeit elektromagnetisch Zusammenzuwirken. Das bedeutet, dass Zellen über ihre Zellmembranen und dessen Transportproteinen nicht nur über biochemische Stoffe (z.B. Hormone, Transmitter) miteinander in Verbindung treten können, sondern auch über elektromagnetische Felder. Man spricht bei Nervenzellen von messbaren Oszillationen der elektromagnetischen Felder, welche sich in der Umgebung der Zellen bzw. ihrer Membranen messen lassen. Die »kleinen Felder können sich im Chor der Milliarden Zellen« gegenseitig verstärken oder abschwächen und sicher auch auf Transportvorgänge von geladenen Teilchen an den Membranen zurückwirken bzw. auf andere Funktionsebenen kooperierender Nervenzellen einwirken. Das Zusammenwirken von Nervenzellen kann also nicht nur stofflich-energetisch vermittelt sein, sondern auch elektromagnetisch-energetisch. Das Ineinandergreifen aller Funktionsebenen von kooperierenden Nerven- und Körperzellen folgerichtig-rational zu ergründen, dass stellt sicher eine besondere, Herausforderung an unser folgerichtig-rationales, wissenschaftliches Arbeiten dar.

Aber egal wie sich die Zellaktivitäten im Moment des ganzheitlich-freien Denkens im Detail darstellen oder darstellen lassen oder welche physikalische bzw. biochemische Grundlagen rational-folgerichtig zu erkennen sind – du besitzt die Fähigkeit zum bewussten Umschalten! Diese Fähigkeit ist. Du kannst die kleine und große MW-Umschaltarbeit fördern und letztlich auch bei der bewussten Rückkopplung und Aussöhnung anwenden und nutzen. Damit kannst du dir nur selbst über die Zeit der bewussten Rückkopplung und Aussöhnung dem ganzheitlich-freien Denken im Alltagsmoment bewusst werden.

 

Wenn du die bewusste Rückkoppelung und Aussöhnung und die bewusste Umschaltarbeit (MW-Arbeit) nicht nur zu deiner Existenzsicherung benötigst, sondern auch als grundsätzlichen Lebensgenuss, liebenswerte Notwenigkeit auf deinem Wege erfährst, lebst und benötigst, dann erst beginnst du ganzheitlich-frei zu denken, entspannt, bewusst und liebevoll zu wandeln.

 

"So wie ein Baum inmitten der Vielfalt friedlich steht,

So friedlich wandelt ein Wanderer, weil er eben stetig geht."

 

Es empfiehlt sich nun eine Wiederholungsübung zur kleinen und großen MW-Arbeit. Du erinnerst dich sicher an das Basiswissen im ersten Buch?

Wie sich folgerichtig-rationale Gedanken (bewusste Gedanken) und emotional-assoziative Gedanken (bewusste Emotionen und Körpergefühle) erleben, weiß du nun sicher schon aus vielen Alltagserlebnissen.

Wenn du bewusst rational-folgerichtig denkst, dann ist dein Rationalwerkzeug (RW) im Einsatz. Du kannst so deine Gedankengänge bewusster erleben, entwickeln und steuern.

Wenn du bewusst emotional-assoziativ denkst, dann ist dein Emotionalwerkzeug (EW) im Einsatz. Du kannst so auch deine Emotionen bewusster erleben, entwickeln und steuern.

Besonders deutlich wird dir der geistige Werkzeuggebrauch, wenn du mit geschlossenen Sinnen (Augen und Ohren verschließen) versuchst, aus dir selber heraus rational-folgerichtige Gedankengange oder emotional-assoziative Gedanken zu entwickeln bzw. zu erzeugen. Jeder Mensch hat eine gewisse Vorstellungskraft, du kannst sie trainieren und einsetzen. Übst du das Meditieren mit geschlossenen Sinnen, dann wird deine Vorstellungskraft verbessert. Du kannst bewusst das Träumen lernen – mit bunten Bildern, Gerüchen, Geräuschen, eben wie in ordentlichen, herkömmlichen Träumen auch. Multimediageschichten kannst du dir sozusagen selbst entstehen lassen. Auch das Kopfrechnen, Lesen, Malen, eine kreative Handarbeit oder das Musizieren usw. verbessert deine Vorstellungskraft.

Die bewusste MW-Arbeit ist dabei sehr hilfreich und oft sogar notwenig. Diese bewusste Umschaltarbeit kannst du erschliessen und fördern. Du kannst die MW-Umschaltarbeit in die kleine und große Umschaltarbeit einteilen. Lies dir ruhig noch mal im ersten Buch das Basiswissen unter dem Abschnitt »Dein MW=Metawerkzeug« durch!

Du erinnerst dich, auch die kleine MW/ RW-Umschaltarbeit kennst du ja schon aus dem Alltagserleben. Immer wenn du von einem rational-folgerichtigen Gedanken(gang) zum anderen rational-folgerichtigen Gedanken(gang) umschaltest, dann stellst du deine kleine RW/MW-Umschaltfähigkeit unter Beweis. Immer wenn du Gedankensprünge machst, also z.B. wenn du dich von einem Thema oder Sinn löst; oder wenn du in einer Gesprächsrunde verschiedenen Gedankengängen folgst; oder wenn du beim Umschalten (Zippen) zwischen TV-Programmen immer wieder in den verschiedenen Filmen rational-folgerichtig »zu landen«, zu begreifen versuchst und dann auch folgen kannst. Dann suchst du dir bewusst wieder ein anderes rational-folgerichtiges Denkgebiet, ein anderes Thema aus der Vielfalt, einen neuen, interessanteren rational-folgerichtigen Gedankengang oder Film.

 

Oder du wirst von verschiedenen emotional-assoziativen Gedanken hin- und hergerissen, durchlebst besondere Situationen mit deiner Partnerin (z.B. bei der Geburt eures Kindes; bei einem Todesfall; oder bei einem Tanzabend mit peinlichen, lustigen, festlichen, liebevollen, eifersüchtigen Momenten; auf einem Musikkonzert mit verschiedenen emotional geladenen Liedern; du versuchst ein Theaterstück nachzuspielen; du versuchst die Stimmungsschwankungen deiner Kinder oder PartnerIn nachzuvollziehen). Also beim bewussten Umschalten bzw. Einstimmen von einem emotional-assoziativen Gedanken zu einem anderen emotional-assoziativen Gedanken stellst du die kleine MW/ EW-Umschaltarbeit unter Beweis (z.B. von lustig zu traurig, von hassend zu liebevoll umschalten; auch in bestimmten Alltags-, Arbeit- oder Sportsituationen, wo abwechselnd verschiedene emotional-assoziative Gedanken bzw. »Körpergefühle« gefordert sind).

 

Auch die große MW-Umschaltarbeit kennst du bereits aus dem Alltagserleben, vielleicht nun etwas bewusster. Immer wenn du vom rational-folgerichtigen Denken auf emotional-assoziatives Denken umschaltest (oder zurück), dann benötigst und gebrauchst du dein Umschalt- oder Metawerkzeug, dann benutzt du dein MW und wählst dabei dein RW oder dein EW aus.

Genau dieses »sich bewusst von momentanen rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Gedanken loslösen und einen beliebigen neuen Gedanken aufgreifen« – dies machst du mit deinem MW.