DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 278 - 283 Die Lebenseinstellung "Hilf" im Wüstenstil

Die Lebenseinstellung »Hilf« im Wüstenstil

 

Nach unzähligen verspielten Rückkopplungs- und Aussöhnungsspielen mit dem Methode-ES-Bewusstwanderzyklus und auch mit Hilfe der RW-Frage-Antwortspiele, kann sich ein Arbeits- und Lebensprinzip im Laufe des Alltags herauskristallisieren.

Diese Arbeits- und Lebensprinzip kann dir für das Einl(i)eben in einen möglichst einfachen Ausbildungsalltag behilflich sein. Versuchst du, verspielt aber aufmerksam, das Wesen des Wüstenstils – die Einfachheit – in unserer heutigen Zeit bzw. im Alltag umzusetzen, findest du dich nach einiger Zeit der bewussten Suche in Lebensumständen wieder, die dir auch neue Erlebniswelten eröffnen können, von denen du selbst in deinen Träumen noch nicht genossen haben dürftest. Die Genussdrogenschule (siehe erstes Buch) empfiehl dir dieses Prinzip in der Ausbildungspraxis anzuwenden. Es garantiert, dass du dich zügig und im ganzheitlichen Sinne in deine Alltagsumgebung einlebst.

Die Arbeits- und Lebenseinstellung »Hilf« ermöglicht dir ein weitgehend ehrliches, wirkungsbezogenes Arbeits- und Ausbildungsleben von Moment zu Moment, ein möglichst hohes Maß an Unabhängigkeit und Freiheit und lässt dir viel Zeit für die Ausbildung einer ganzheitlich-freien Vorstellungs- und Erlebniswelt. Es macht dir wesentliche Aspekte der Ausbildung schnell und zuverlässig... fast von allein im Alltag deutlich.

Du solltest dich also bei der Wahl, wie du dein Ausbildungsleben unterhältst und organisierst, an erster Stelle an deinem Gespür von Freiheit orientieren und nicht an deiner Sorge um dein finanzielles Kapital. Richte, wenn nötig, deine ganze Lebensführung nach dieser Freiheit im Moment aus – umso kürzer wird deine Ausbildungswanderung zum ganzheitlich-freien Denken und Erleben. Schulden solltest du im Sinne der Ausbildung vermeiden. Mit einem gut ausgebildeten Nervensystem wird dir später die Grundversorgung viel leichter fallen und du kannst besser das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen.

 

Die Arbeits- und Lebenseinstellung »Hilf« ist in ihrer Grundidee nicht neu und hat eine lange Tradition. Interessanter Weise kannst du es in der Rückkoppel-Aussöhnpraxis mit dem Methode-ES-Bewusstwanderzyklus wieder entdecken. Es setzt dir nebenbei vielleicht neue Maßstäbe in der Einstellung zur Arbeit, im Sinnvollen Umgang mit Arbeit und teilweise auch in die Effektivität und Qualität der Arbeit. Die Arbeits- und Lebenseinstellung »Hilf« hat viele positive und nützliche Nebeneffekte im Sinne der Ausbildung und einen wesentlichen Nachteil.

 

Der Nachteil: Wenn du nicht aufmerksam bist, dann nutzen dich weniger bewusste Mitmenschen einfach aus.

 

Doch sonst finden sich viele Vorteile. Bei diesem Arbeitsprinzip steht die freundschaftliche Beziehung zu den Menschen, deinen Geschäftspartnern und Kunden im Mittelpunkt, Menschen denen du mit deiner Arbeit hilfst. Du lebst dich möglichst gleichberechtigt zu diesen »hilfsbedürftigen« Menschen dazu. Im Sinne der Ausbildung behandelst du dich und deine »Arbeitgeber« wie gute Freunde, denen du eben mal hilfst. Du lernst angemessen und ehrlich zu arbeiten. Deine Arbeit ist es also, dir und deinen Freunden zu helfen und das im ganzheitlichen Sinne. Vom ersten Augenblick bis zum Ende der Arbeit und wenn du willst noch darüber hinaus.

 

Jede Arbeit wird zum Freundschaftsdienst für einen oder mehrere Menschen. Du lernst auch mit und für Menschen zu arbeiten und zu leben.

 

Nirgends kann man einen Menschen besser kennen lernen als bei oder über die Arbeit. Hier kannst du beobachten und lernen, hier zeigen dir andere Mitmenschennervensysteme am deutlichsten ihre Vorstellungswelt, ihr Wesen und ihre Schätze liegen vor dir ausgebreitet, ihre Schwächen, Stärken und Selbstsüchte werden sichtbar. Du kannst so auch dich optimal im Alltag, im Sinne der Ausbildung bewusster rückkoppeln- und aussöhnen. Arbeit ist heute immer noch existenziell. Du wirst tausend wirkungsvolle Verbindungen und Beziehungen zwischen dem Verhalten eines Menschen und seiner Vorstellungswelt, zwischen seinem Auftreten, seinen Erfahrungen, seinem Wort und seiner Tat kennen lernen und mit deiner Vorstellungswelt vergleichen können. Dir werden die stummen Regeln »automatischer Hierarchienbildung« im Arbeits- und Privatleben deutlich. Du wirst Erstaunliches beobachten können, welches dir selbst die Augen für deine Art und Weise der Verbundenheit mit der Umgebung öffnet. Und du wirst lebenslange Freundschaften finden. Du wirst ein Meister der Kooperation und Zusammenarbeit, der Vielfalt, Einfachheit und des begründeten Vertrauens.

Arbeit und Tat kann enorm schnell Vertrauen schaffen oder deutlich (bis auf die Knochen) die Schwächen, Stärken, Fähigkeiten und Unfähigkeiten, Grenzen und Lebensräume deines Mitmenschen oder von dir selbst freilegen. Du lernst die Kommunikationsform der wirkungsvollen Tat kennen und du wirst dich kaum mehr täuschen lassen von unehrlich gewählten Worten deiner Mitmenschen oder allzu selbstsüchtigen Dreistigkeiten. Du lernst den Menschen in ihr Innerstes zu schauen, ob nun im Nadelstreifenanzug daherkommend oder im Blaumann. Die Bedeutung und den Wert des ganzheitlich-freien Denkens wirst du am Ende deiner Ausbildung besonders bei der Arbeit in vollem Umfang erkennen können.

Du kannst dich sozusagen als ein selbständiges Ein-Mann/Frau-Superserviceunternehmen betrachten. Du tust was du kannst und lernst, was du nicht kannst. Du kannst sogar deine klassische Schul- und Berufsausbildung mit der Einstellung »Hilf« absolvieren. Die Mitmenschen, Freunde, Geschäftspartner und Kunden brauchen dich ja danach in unserer Gesellschaft als Mathematikerin, Tischler, Verkäuferin, Doktor, Graphikerin, Musiker, Tiefbauerin... brauchen dich auch als Angestellten, Freiberuflerin, Gewerbetreibenden oder Künstlerin. Aber auch im Arbeitsalltags- und Familienleben gilt es im Sinne einer effektiven Ausbildung die »Hilfsperspektive« einzunehmen. Von den Abrissarbeiten am Bau, Arbeit an Opas Gartenzaun, von der Ausschank- oder Küchenarbeit hinter dem Tresen bis zur Livemusik davor, Allerleidienste in Kirche, bei Partys, Festen oder Werbeveranstaltungen, vom Kuchenbacken und Aufräumen bei Geburtstagsfeiern bis zum Reinigungsdienst beim geistigen »Abmüllgespräch« deines Nächsten, von der Saisonarbeit auf dem Lande bis zum Altenpflegedienst bei deiner Großmutter »Ich erzähl dir was von Früher...«, bis zum Spontananruf deiner Kindergartenfreundin »Komm doch einfach mit in den Urlaub, ich hab keine Lust so allein...«.

Mit der Arbeitseinstellung »Hilf« läuft es ähnlich wie in deiner herkömmlichen Freizeit, wenn du Freunden hilfst. Egal wie groß oder klein, wie umfangreich oder kurzzeitig für dich die »Arbeit« aussieht. Arbeit wird zum Leben und zur bewussten und liebevollen Aussöhntat für dich und deinen Nächsten. Du trennst kaum noch zwischen Mensch und Freund, Arbeit und Vergnügen, egal ob der Hund mal muss oder es darum geht, dir etwas zu essen zu bereiten. Es passiert in der gleichen wunderbaren »ganzheitlichen, natürlichen Arbeits-, Lebens- und Aussöhnatmosphäre«. Das Leben wird unter diesem Aspekt ganzheitlich und verliert nicht die positive Einstellung im Umgang mit deinen Mitmenschen.

Lernen tust du dabei im Tun – die schönsten Erlebnis- und Erkundungswanderungen die es gibt, weil du was zum Anfassen hast, ganz konkret Mensch/ Dir/ Tier hilfst.

 

Dein intim-privater Ausbildungsjob ist dabei natürlich immer wieder die Absolvierung des Methode-ES-Bewusstwanderzykluses.

 

Du kannst so mitten im Leben das Rückkoppeln und Aussöhnen für dich lernen. Du findest deine »Auftraggeber« unterwegs auf Zusammenkünften jeglicher Art, auf Partys, in der Kneipe oder Kirche, bei Freunden deiner Stadt, bei der Geburtstagsfeier vom Opa oder auf der Strasse beim Einkaufsschwatz, über Zeitungsanzeigen, Aushänge, im Internet – mitten im Leben – während verschiedenster Erlebnis- und Erkundungswanderungen eben. Arbeit gibt es genug. Meist ergibt sich Art und Umfang der Arbeit ganz locker aus dem Gespräch oder du wirst angerufen. Manchmal besteht das Arbeitsverhältnis mehrere Tage, oft nur einen Moment. Über mehrere Jahre kann dein Berufsfeld wachsen. Deine bewussten und liebevollen Rückkoppel- und Aussöhnaktionen entscheiden wie hilfreich du für deine Mitmenschen bist und letztlich wie wertvoll und erfolgreich deine Arbeit sein wird. Letzteres zeigt dir dann auch, wie vernünftig, liebevoll und ganzheitlich-frei du den Methode-ES-Bewusstwanderzyklus in deinem Arbeits-, Alltags- und Ausbildungsleben durchläufst und umsetzt.

Sobald jemand etwas zu tun hat (vom Kuchenbacken, Holzhacken über Zaunstreichen, Zimmerrenovieren bis zum Häuslebaue) bist du der, der sich netterweise spontan und freiwillig meldet. Wenn überhaupt nötig, sind Ort und Zeit kurz und schmerzlos verabredet. Ein deutlicher Händedruck, ein etwas festerer Blick, ein Lächeln und der unkomplizierte Vertrag von Mensch zu Mensch auf Wort, Ehre und Gewissen ist geschlossen. Meistens hast du die Überraschung eines geschäfts- und sorgengepeinigten Nervensystems auf deiner Seite. Das Risiko liegt natürlich bei dir, Unfälle, Krankheiten, Berufsrisiken trägst du allein und zwar auf Ehre und Gewissen. Du erwartest nicht viel. Was dir zu fett oder zu gefährlich ist, nimmst du natürlich nicht an. Wenn dir geholfen wird, lass dir helfen, schließlich hilfst du auch. Und du solltest deinem Freund keinen Strick daraus drehen, dass er dir so unkompliziert deine Ausbildung fördert. Klagen und Verklagen gilt nicht!

Du wirst so sehr schnell lernen, mit Menschen umzugehen und du wirst durch den Ausstieg aus der Ich-muss-Arbeiten-gehen-Einstellung ein Direkteinsteiger in die selbständige Arbeits- und Lebewelt. Fühl dich ruhig wie in der Wildnis des 21. Jahrhunderts. Aufgepasst! Auch hier lauern die Gefahren genauso wie in den vergangenen Jahrmillionen. Verhalte dich so, als würdest du allein in skandinavischen Wäldern wandern. Hier wie dort ist bei aller Freiheit jeder Unfall zu vermeiden. Das existentielle, tiefe und lebendige Freiheitsgefühl und die Pflicht, jeden Schritt in dieser Freiheit bedacht und selbstsicher zu gehen, das macht die Ausbildung im Wüstenstil so interessant, lebenswert, momentnah, intensiv und auch effektiv im Sinne der Ausbildung – ein kalkulierbares Abenteuer.

Ein entscheidender Punkt ist dabei, dass du die Bezahlung, die Entlohnung deiner Arbeit dem Freunde überlässt. Du stellst grundsätzlich keine finanziellen Forderungen, weder zuvor, noch danach. Was dir gegeben wird, nimmst du ohne weiteres an. Sollte es Fragen nach der Bezahlung geben, antwortest du ehrlich und unmissverständlich in etwa so: „Ich nehme das, was dir meine Arbeit wert ist. Nicht mehr und nicht weniger und bin es damit zufrieden, mein Freund.“ Du nimmst damit deinen Freund bei aller Freiheit in die Pflicht zur Ehrlichkeit und gerechten Entlohnung.

Du wirst bald merken, dass der Wert der Ausbildung im Hilfsstil kaum in Euro zu beziffern ist. Benötigt dein Freund eine Quittung, gibst du ihm diese natürlich. Denn du bist ja schließlich immer noch und bis auf weiteres steuerlich der Gesellschaft verpflichtet. Keiner hat dich je dazu um deine Meinung gefragt, aber das Steuerrecht gilt für dich nun eben auch. Behalte also einen Durchschlag für dich. Du brauchst diesen fürs Finanzamt und die Steuererklärung. Diese ist in wenigen Minuten briefkastenfertig solange du den Wüstenstil ohne doppelten Boden und ganz ehrlich lebst.

Es hat seine Ausbildungsvorteile, wenn du dich im Wüstenstil unter der Steuerbemessungsgrenze einlebst, aber das dürfte nicht schwer fallen. Sollte die Frage nach Arbeitsvertrag oder ähnlichem auftauchen, antwortest du auch hier ehrlich und unmissverständlich: »Wenn wir einen Arbeitsvertrag abschließen wollen, kein Problem! «, natürlich nur wenn du mit dem Arbeitsvertrag zufrieden bist und keine lächerliche »Hose-mit-der-Kneifzange-anzieh-Klausel« darin steht! Am besten hast du deinen Dienstvertragsvordruck mit deiner Steuernummer darauf in der Tasche. Auf der Rückseite kannst du auch deine allgemeinen Geschäftsbedingungen aufführen. Beschäftige dich mit den Aspekten zum Abschluss eines ordentlichen Dienstvertrages. Auf einer RW-Erkundungswanderung findest du im Internet alles was du darüber wissen musst.

Bist du gut vertraut mit der Arbeitseinstellung »Hilf«, kannst du auch mal eine längere Festanstellung als »normaler« Arbeitnehmer ausprobieren. Bleibst du dir und deiner bewussten und liebevollen, selbständigen Rückkoppel-Aussöhnarbeit treu, wirst du vielleicht aus dem Staunen und Genießen bei der Arbeit nicht mehr herauskommen. Du wirst vom ersten Paradiesäpfelchen deiner eigenen Ausbildung kosten können. Vergisst du jedoch die Ausbildung und den Methode-ES-Bewusstwanderzyklus dabei, kann dich das die ganze Apfelernte kosten! Mehr als ein halbes Jahr in einer Festanstellung ist aus der Sicht der kleinen Genussdrogenschule, bei dieser Ausbildungsvariante im Wüstenstil sehr »situationsdrogensuchtverdächtig«.

Nach einiger Zeit in deiner ganzheitlichen Ausbildungsselbstständigkeit und nach deinen Erfahrungen mit Festanstellungen wird dir sicher bewusst, was Arbeitsfreiheit im Sinne der Ausbildung bedeutet. Also, viel Spaß – bei deinen ersten Schritten in die selbstständige und angestellte Arbeitsfreiheit im Wüstenstil und mit dem Bewusstwanderzyklus in der Tasche. Du kannst es gewiss schon erahnen! Es gilt hierbei mit vielen Gewohnheiten zu brechen, es gilt eine Selbständigkeit in ihrer einfachsten Form zu finden.

 

Die einfachste und effektivste Form der Lebensführung im Sinne der Ausbildung ist in heutiger Zeit übrigens die Arbeitslosigkeit! Jedoch eine Arbeitslosigkeit mit weitgehendem Verzicht auf regelmäßige Zuwendungen von Staat und Gesellschaft ist hier gemeint! Du erlangst mit dem Schritt in die Arbeitslosigkeit die maximale Arbeits- und Lebensfreiheit. Diese Lebensfreiheit gilt es nun, mit der Arbeits- und Lebenseinstellung »Hilf« selbstständig und freudvoll auszugestalten. Es gilt, diese Lebensfreiheit in der Tat zu erleben, es gilt, in der Tat Mitmenschen zu helfen und sich selbst dadurch zu einem freien, effektiven Ausbildungs- und Arbeitsleben zu verhelfen.

Du wirst nun sicher stöhnen und denken: Muss das denn sein? Warum ist gerade diese Null- oder Wüstenvariante so effektiv?

Suche doch einfach für dich die einfachste Variante, vertraue auf den nächsten Schritt und du wirst im Wandern merken, dass es auch in deinem Falle einen gehbaren, einfachsten Weg gibt. Der Methode-ES-Bewusstwanderzyklus ist nicht um sonst ein Generalschlüsselchen für eine individuelle Ausbildung des ganzheitlich-freien Denkens. Das ganzheitlich-frei Denken und Erleben ist erheblich einfacher zu erreichen, wenn die Verbindungen zur Umgebung besonders direkt, einfach, durchschaubar und wirkungsvoll sind.

Du kannst die Einfachheit und Freiheit deines bewussteren Lebens bei deiner Zusammenarbeit mit anderen Menschen und natürlich auch für deine Ausbildung nutzen. Flexibel, ehrlich, direkt, liebevoll und immer im Moment - deine Markenzeichen. Du kannst dich unmittelbar mit deinem Umgebungssystem mittels Aussöhnaktionen und deren Wirkungen »unterhalten« (bzw. rückkoppeln) und du machst dir mit diesem Bewusstsein immer deinen eigenen Leistungsdruck.

Dies ist eine wichtige Erfahrung im Sinne der Ausbildung. Deine Aussöhntaten werden direkt auf dich zurückwirken. Du bekommst Vertrauen in deinem Umgebungssystem zu leben und lernst den effektiven Einsatz deiner geistigen Fähigkeiten in Umgebungssituationen sehr schnell und aus einer existentiellen Momentperspektive kennen.

Das Ganze riecht dann von allein nach köstlichen Ausbildungsgenüssen. Erfolge sind doppelte Erfolge, Misserfolge gibt es im Sinne der Ausbildung nicht – selbst wenn du über dem Ausbildungsgenuss zwischenzeitlich vergisst, was überhaupt das Ziel dieser Ausbildung ist. Der Vorteil von einem Leben im Wüstenstil, einem Leben in Einfachheit und mit der Arbeits- und Lebenseinstellung »Hilf«:

 

Du bist angehalten, deine Grundbedürfnisse im Auge zu behalten und selbstverantwortlich auszusöhnen bzw. dein Leben selbstverantwortlich zu regeln.

 

Das einfache, unkomplizierte Leben bietet dir die Möglichkeit, die Wirksamkeit deiner geistigen Werkzeuge bzw. deiner Fähigkeiten direkt, deutlich und unmissverständlich im Alltag zu erleben und auszubilden, in dem du in der Lage bist, deine Vorstellungswelt und deine Aktionen rückzukoppeln, auf Wirksamkeit und Effektivität zu prüfen und wenn nötig zu verändern.

 

Du erfasst die Alltagssituationen für dich in ihrer existenziellen Dimension und erlebst und lebst sie dennoch auch für deine Mitmenschen. Damit bietet dir der Wüstenstil die Möglichkeit, die Grenzen deiner geistigen Fähigkeiten und deines Selbstverständnisses auch in einer sozialen und kooperativen Dimension direkt, deutlich und unmissverständlich zu erleben.

 

Die Ausbildung wird sehr ehrlich, effektiv, zeitsparend und intensiv und sie bleibt interessant.

 

Die Fähigkeiten deiner Körpereinheit stehen dir nach der Ausbildung für eine enorme Vielfalt von alltäglichen Lebenssituationen zur Verfügung.

 

Du kannst sinnvolle Zufälle deutlicher und häufiger wahrnehmen, da dein Ausbildungsweg und damit die bewusste Rückkopplung und Aussöhnung direkt im Arbeits- und Alltagsleben und unter einer existentiellen und oft emotional-assoziativen, positiven Spannung im Lebensmoment passieren.

 

Da du zeitlich relativ ungebunden bist, hast du die Möglichkeit auf überraschend stimmige Zufälle zu reagieren und ihnen nachzugehen. Du kannst dabei eigenverantwortlich eine neue Erlebniswelt voller sinnvoller Zufälle im Alltag kennen lernen, die deine bisherigen rational-folgerichtigen oder emotional-assoziativen Erfahrungen mit deinem Umgebungssystem ergänzen werden.

 

Es ist weiterhin eine förderliche Vorstellung anzunehmen, dass dein Umgebungssystem ein sehr liebevolles und die Gleichberechtigung und Kooperation förderndes Bewusstsein haben könnte. Dein Umgebungssystem besteht aus einer unvorstellbaren Vielfalt von Wirkeinheiten und diese sind miteinander verbunden. Es gibt kleine und große Rückkopplungen und Kreisläufe, Gleichgewichte und Energieflüsse im ökologischen Sinn. Das Bewusstsein des Menschen hat seine Bewusstseinsgrundlage in der Vielfalt und Verbindlichkeit von Wirkeinheiten. In uns ist in den letzten Jahrmillionen die Vielfalt an neuronalen Wirkeinheiten »zu Bewusstsein gekommen«, um uns existiert die Vielfalt aller Wirkeinheiten jedoch schon weitaus länger. Im ganzheitlich-freien Denken und Erleben ist es dir möglich die Vielfalt als ein Ganzes bewusst und individuell im Moment zu erleben. Du wirst dann bewusst sein, was du immer auch unbewusster gerade bist. Du bist und bleibst ein Teil deiner Umgebung und ihrer rational-folgerichtig nur begrenzt fassbaren und erlebbaren Vielfalt. Dein Umgebungssystem »passiert« immer im Moment und ohne doppelten Boden, es lebt und passiert dort zeitfrei, mit höher Geschwindigkeit und doch auch gleichzeitig mit unvorstellbarer Geduld und Ausdauer und diese Vielfalt lässt sich ganzheitlicher und immer wieder in ihrer lebendigen Beziehung zu dir bewusst entdecken.

Dein Umgebungssystem hat bestenfalls einen leicht humorvoll-ermunternden »Sinn« für das kooperative Leben. Dieses positive, bewusste Erfahren deiner Umgebung und ihrer unmittelbaren Veränderungen begründet sich natürlich auf deinen positiven rational-folgerichtigen und liebevollen emotional-assoziativen Rückkopplungen und Aussöhnungen. Diesen Teil eurer bewussten und ganzheitlichen Kooperation kannst du absolut frei gestalten.

Du hast die Freiheit diesen Sinn, dieses »Wesen der Vielfalt« liebevoll, geduldig und freudebetont und freiwillig kennen zulernen oder früher oder später auf einem unbewussteren Weg durch Leid- und Grenzerfahrungen wiederholt auf dieses bewusste, dieses lebendige liebevolle, gleichberechtigende, kooperative »Wesen« der Vielfalt aufmerksam zu werden.

Der alleinig rational-folgerichtige Nachweis dieses Wesens bzw. dieses Sinns oder Bewusstseins der Vielfalt wird und muss im Moment scheitern, denn dieses Bewusstsein hat für jeden Menschen auch emotional-assoziative und ganzheitlich-freie Wesenszüge und der Beobachter oder »Nachweiser« wird, ohne sein bewusstes Nervensystem ganzheitlicher zu gebrauchen, nicht einmal für sich selbst einen weniger verzwickten folgerichtig-rationalen Nachweis führen können. Auch eine »ganzheitlich-freie Wahrheit« ist weder einfach noch kompliziert. Auch sie ist. Es ist im ganzheitlich-freien Sinne bzw. Denken nicht nötig zu unterscheiden, ob da draußen und da drinnen ein Bewusstsein existiert oder nur da draußen oder nur da drinnen. Der ganzheitlich-frei denkende Mensch wird im Erlebnis ohnehin diesen, dem rational-folgerichtigen Denken innewohnenden »Unterscheidungszwang« mit tiefer Freude und Demut im Moment, als nicht immer nötig, als nicht immer ausreichend wesentlich, als nicht immer ausreichend vernünftig, als nicht immer ausreichend sinnvoll, als nicht immer ausreichend liebevoll, als nicht immer ausreichend wirkungsvoll... erkennen.