DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 273____Start zur 7. Wegeinheit

Start zur 7. Wegeinheit

Das RW-Frage-Antwortspiel, eine Rückkoppelübung. Als gute Praxisübung, auch bei Entscheidungsfindungen im Stadium des (Ver)Suchens und Kennenlernens und auch immer wieder im Stadium des L(i)ebens und Übens, empfiehlt es sich das nervensysteminterne »RW-Frage-Antwortspiel« mit Hilfe deines RW’s und deines MW’s zu spielen. Es führt verspielt deine folgerichtig-rationale Denkfähigkeit an ihre Grenzen und beantwortet dazu noch brennende konkrete Alltagsfragen.

Je öfter du dieses RW-Frage-Antwortspiel spielst, um so besser lernst du deine folgerichtig-rationale Denkgrenze kennen, um so besser kennst du den Punkt im Alltag... und beim Rückkoppeln und Aussöhnen... wo dein MW an der Reihe ist... um so schneller stellst du die Emotionalwerkzeug-Arbeit gleichberechtigt neben die RW-Arbeit. RW-mäßig unentscheidbar erscheinende Fragen finden so ihre schnelle, einfache, einleuchtende emotional-assoziative Antwort.

Das »Sich-Verbinden« mit einer neuen Wirkeinheit, das Einleben in eine neue Situation oder Umgebung, das Rückkoppeln und Aussöhnen von unmittelbaren Gedanken, die Umsetzung eines Traumes bzw. die Veränderung von Vorstellungen ist von vielen Fragen begleitet. Fragen sind meist Fragen der Sorge und des Zweifels, fehlender Sicherheit und fehlendem Vertrauen, fehlender Erkenntnisse bzw. fehlender praktischer Erfahrung.

Du hast dein RW, dein EW, dein MW und deine Körpereinheit, deine Umgebung und deine Lebenszeit. Sie sind dafür da all deine Fragen ausreichend zu beantworten. Voraussetzung für die Wirksamkeit dieses Spieles ist, dass du es möglichst bis zum Schluss spielst, dann wirst du schnell wissen woran du bist. Das Spiel kennst du sicher seit deiner Kindheit. Es ist also wiederum eine Methode, die deinem Nervensystem geläufig ist, dem Mensch natürlich und unbewusst in seiner Kindheit entsteht und nun bewusst und verspielt bis ins Alter begleiten und helfen kann. Der Mensch und einige andere Säugetiere sind eben bis ins hohe Alter verspielt und lernfähig. Du spielst das RW-Fragespiel bewusst im Vorfeld wichtiger Entscheidungen.

Dieses Spiel wird dir einen guten, festen, harten und folgerichtig-rationalen Grund für diese oder jene Entscheidungsmöglichkeit geben. Oder deine RW-Arbeit zeigt dir deine folgerichtig-rationalen Grenzen, verdeutlicht dir, dass dein Emotionalwerkzeug oder dein Metawerkzeug besser zur Entscheidungsfindung geeignet sind oder du für eine folgerichtig-rationalen Entscheidungsfindung noch einige Erlebniswanderungen bzw. RW-Erkundungswanderungen unternehmen solltest, weil dir noch wesentliche folgerichtig-rationale Details, Informationen und Sicherheiten fehlen, um dich letztlich erfolgreich und gelassen aussöhnen zu können.

Das RW-Frage-Antwortspiel kann dir ein natürlicher »Sorgen- und Gedankenaussöhner« werden. Du solltest dich beim Spiel möglichst nicht ablenken lassen, sondern deine RW-Beruhigungsarbeit solange liebevoll und geduldig betreiben, bis du an alles gedacht und Unsicheres hinterfragt hast und du deine Denkgrenzen dabei deutlich verspürst oder sich die RW-Gedanken im Kreise drehen bzw. sich in Schlingen, Schlangen und Schlaufen werfen oder dein RW-Verständnis an der Vorstellung von Unendlichkeit verzweifelt oder an komplexen Liebesszenen scheu vorübereilt.

In diesem Spielstadium ist es dann günstig, auch auf den entsprechenden RW-Abschlussgedanken zu hören.

 

Prinz: Ich beginne dann besser in der emotional-assoziativen Vorstellungswelt weiterzusuchen, wenn meine RW-Arbeit sinnlos wird oder mit der Zeit an Grenzen stößt. Nicht alles miteinander wirkungsvoll verknüpfte... ist auch als solches mit unserem RW zu verarbeiten bzw. als solches kausal-ursächlich, einleuchtend, nachvollziehbar zu verstehen.

 

Es geht also bei diesem RW-Fragespiel auch darum, rational-folgerichtige Gedanken sinnvoll und vernünftig durch emotional-assoziative Gedanken zu ergänzen oder gar zu ersetzen. Das wird dir nun leichter fallen, wenn du dich mit deinem RW immer wieder zu Ende gedacht hast. So kannst du sicherer und beruhigter auf emotional-assoziatives Rückkoppeln und Aussöhnen umschalten.

Übrigens kannst du das RW-Fragespiel besonders gut mit Freund oder Freundin bzw. mit einem befreundeten Nervensystem »spielen«. In einem solchen Falle unterhaltet ihr euch mit Hilfe eurer Rationalwerkzeuge. Der eine fragt, der andere antwortet, dann könnt ihr wechseln. Nehmt ihr das ganze Spiel auf einen Tonträger auf, könnt ihr euch selbst überprüfen, wie schlüssig, einfach oder kompliziert eure Vorstellungswelten sind oder in welcher Beziehung zu eurem Leben all die vielen Wirkeinheiten stehen oder unter welchen Aspekten ihr sie im Gespräch miteinander in Verbindung bringt. Oder ihr könnt nachvollziehen wann ihr euer EW oder MW gebraucht.

In der Kindheit läuft das RW-Frage-Antwortspiel zwischen Kleinkind und den Eltern ab. Der Bewusstwanderklassiker spielt sich jedoch nur im eigenen Nervensystem ab, du denkst also ohne laut zu sprechen. Dabei wird außerdem die kleine MW-Arbeit trainiert und am Ende des Spieles, beim Umschalten vom rational-folgerichtigen Denken auf das emotional-assoziative Denken, wird auch die große Metawerkzeugarbeit geschult.

Das Beispiel ist im Sinne des Wüstenstils und einer zunehmend ganzheitlichen Ausbildungswanderung gewählt und du solltest es nicht überbewerten.

 

Beispiel RW-Fragespiel: RW-Rückkopplungsfrage: Warum will ich die Ausbildung in diesem Wüstenstil, arbeitsfrei usw. absolvieren?

RW-Aussöhnungsantwort, meditativ: Es soll der sinnvollste Ausbildungsweg sein, um am Ende der Ausbildung sich selbst und die Verbindungen mit seiner Umgebung dauerhaft genießen zu können bzw. um immer wieder im Alltagsmoment zufrieden mit seinem Leben zu werden und zu sein.

 

RW-Frage: Ist das der Sinn in meinem Leben nach der Ausbildung?

RW-Antwort: Nein, auch schon davor.

RW-Frage: Warum?

RW-Antwort: Na es fühlt sich eben besser an, wenn ich die Verbindung mit dem Leben bzw. der Vielfalt geniessen kann und mit dem Alltagsmoment zufrieden bin. Es (er)lebt sich eben für mich besser, wenn ich eben genieße was es eben zu geniessen gibt.

 

RW-Frage: Was heißt: »Was es eben zu genießen gibt«? Was will ich genießen?

RW-Antwort: Das ganze Leben, meines und das meiner Umgebung, die Vielfalt des Lebens, jene Vielfalt und meine, jene Veränderungen und meine und unsere Gemeinschaft natürlich! Wer ist schon gern allein?

 

RW-Frage: Ich dachte ich stell hier die Fragen?

RW-Antwort: Entschuldigung.

 

RW-Frage: Was heißt Gemeinschaft mit dem Leben und seiner Vielfalt?

RW-Antwort: Verbinde ich mich mit Wirkeinheiten meiner Umgebung, dann kann ich diese Gemeinschaft bewusst erleben. Ich kann diese Gemeinschaft rational-folgerichtig, emotional-assoziativ und ganzheitlich-frei denkend wahrnehmen und (er)leben. Ob das eine kleine Wirkeinheit ist, ein Mitmensch oder mein Umgebungssystem, ist prinzipiell egal. Je lebendiger, ganzheitlicher und wirkungsvoller allerdings die Wirkeinheit, die Situation bzw. die Vielfalt im Moment in ihrer natürlichen Beziehungsvielfalt ist (und das ist sie wohl immer)... und von mir rückgekoppelt und ausgesöhnt wird, umso deutlicher, lebendiger, intensiver wird mir auch die Gemeinschaft mit der Wirkeinheit, der Situation bzw. der Vielfalt im Moment erscheinen und erlebbar sein.

Oder anders gesagt: All die kleinen und größeren Dinge und Wirkeinheiten, die ich mit meinem RW unterscheiden kann, sind Teil einer nicht vollständig folgerichtig-rational und nicht vollständig emotional-assoziativ erfassbaren, lebendig verbundenen, wirkungsvollen Gemeinschaft der Vielfalt. Es ist eine Gemeinschaft, die nur folgerichtig-rational und emotional-assoziativ und ganzheitlich-frei denkend in erfüllender Art und Weise im Alltagsmoment zu erleben ist!

 

RW-Frage: Diese ganzheitlich-freie Gemeinschaft und ihr ganzheitlich-freier Genuss- und Lebensaspekt ist also auch nicht mit dem EW fassbar?

RW-Antwort: Bewusste emotional-assoziative Gedanken können sie sicher besser fassen, als das die folgerichtig-rationalen Gedanken können, doch die Gemeinschaft mit der Vielfalt des Lebens übersteigt auch regelmäßig das emotional-assoziative Denkvermögen des Menschen. Von daher ist die Unterscheidung zwischen besser oder schlechter kaum sinnvoll. Es geht hier eben um drei grundsätzlich verschiedene Funktionsebenen des bewusst denkenden Nervensystems. Diese gilt es je nach Anforderung im Alltag gleichberechtigt zu gebrauchen.

 

RW-Frage: Also, das »Ich-kann-keine-dauerhafte-Befriedigung-bekommen-Problem« könnte ich so von Moment zu Moment, über meine bewussten und liebevollen Rückkopplungen und Aussöhnungen im ganzheitlich-freien Denken lösen?

RW-Anwort: Ja. Wenn du Befriedigung im vernünftigen Genuss, in der lebendigen Gemeinschaft mit der Vielfalt während der bewussten Rückkopplung und in der Zufriedenheit mit dir und ihr im Aussöhnungsmoment siehst.

 

RW-Frage: Warum will oder sollte ich das Leben genießen und zufrieden werden?

RW-Frage: Na jetzt drehen wir uns rational-folgerichtig im Kreis. Diese Frage hatten wir doch schon durch! Na es fühlt sich eben besser an, wenn ich die Verbindung mit dem Leben bzw. der Vielfalt geniessen kann und mit dem Alltagsmoment schließlich zufrieden bin. Dann kann es wieder weitergehen. Es ist letztlich erfolgreich so zu leben. Es (er)lebt sich eben für mich besser, wenn ich eben genieße was es eben zu geniessen gibt. Wo soll ich denn sonst leben als im Moment? Hier ist das Leben zu meistern, hier sollte ich essen trinken, planen, schlafen, reden, arbeiten, leben, bewusst sein und in diesem Sinne ganzheitlicher gesund sein.

Weil trennende Auseinandersetzungen und Stress mit sich und seiner Umgebung auf die Dauer nerviger sind, als dauerhafte Zusammenarbeit und verbindliche Kooperation, gemeinsam wachsendes Vertrauen... liebevolle Gleichberechtigung... lebendige Zufriedenheit.

 

RW-Frage: Warum?

RW/EW-Antwort: Die Frage ist gut und freut mich! Es ist einfach so!

 

RW-Frage: Wird mein Leben nach der Ausbildung stressfrei sein?

RW-Antwort: Wenn ich unter Stressfreiheit nicht Stresslosigkeit verstehe – ja durchaus.

 

RW-Frage: Was gibt mir die Sicherheit, dass Genuss gut und Leid schlecht ist?

RW-Antwort: Der geduldige Vergleich von Leid- und Freudenerfahrung, der Vergleich von Schmerzerfahrung und Genusserfahrung, der Vergleich von Sorgen- bzw. Angsterfahrung und Zufriedenheitserfahrung und der Vergleich von Leben und Ableben. Es ist mein Rational- bzw. Emotionalwerkzeug selber, das diesen Vergleich führt und dadurch sich selbst die Sicherheit gibt, was nun Gut oder Böse, Genuss und Verdruss im Allgemeinen und Speziellen ist.

 

RW-Frage: Anhand welcher Kriterien wird denn verglichen?

RW-Antwort: Das kommt darauf an, weshalb der Vergleich, die Trennung nötig ist. Nun, mit dem RW im Sinne der Emotionen gesprochen: Ist der emotional-assoziative Gedanke beispielsweise schmerzhaft, dauerhaft unangenehm, heftig und verhindert dadurch viele schöne Dinge, ist es Verdruss. Ist der emotional-assoziative Gedanke vielfältig, verspielt, klasse, und lässt viele Dinge zu, ist es Genuss – jedenfalls im Sinne der kleinen lebendigen Wanderschule.

 

RW-Frage: Was mache ich denn mit drohendem Leid (Schmerz, Sorge, Verdruss, Ableben usw.), das versaut mir doch den ganzen Genuss schon jetzt, wenn ich daran nur denke?

RW-Antwort: Ihm aus dem Wege gehen; Leid vorausschauend vermeiden; und den Lebensgenuss liebend erhalten! Oder du musst, wenn eine Flucht nicht möglich ist, mitten hindurch und dich mitten im Leid liebevoll aussöhnen (weinen, suchen, kämpfen... im kooperativen Fall den Ausweg im gemeinsamen Sieg finden, im schlimmsten Fall sterben oder vernichten...) um unausweichlichem Leid aus dem Wege zu gehen. (Aber lass dir ruhig Zeit mit dem schlimmsten Fall! Der Lebensmoment ist groß und das Leben oft länger als rational-folgerichtig gedacht oder emotional-assoziativ empfunden und es hat immer offene Türchen im Moment. Am besten lass nicht nur dich allein, sondern auch den Lebensmoment entscheiden, wann dein Stündlein schlägt, oder wann du deines Nächsten Stündlein schlagen lässt! So brauchst du dir »später« keine Vorwürfe zu machen.)

 

RW-Frage: Doch was mache ich mit Leid (Schmerz, Sorge), dass momentan vorhanden ist?

RW-Antwort: Wenn ich es nicht von Ärzten liebevoll und vernünftig ausgesöhnt bekomme, dann wende ich mich ohne Zweifel an die Liebe zum Leben... setze mich anderen Umweltsituationen aus, gehe dem besseren, naturnahen, liebevollem Leben nach, wo ich noch etwas davon finden oder mir denken und fühlen kann (Leid dulden bzw. durch weiterwandern mit der Geduld der Liebe über die Zeit aussöhnen)! Und der Weg heißt GEDULD. Für den der Hoffnung hat, ist die Zeit von Moment zu Moment ein wundervoller Freund.

 

RW-Frage: Das versuche ich doch auch ohne den Wüstenstil genauso schon jetzt. Was soll ich mich dann arbeitsfrei machen, nur wegen der Ausbildung?

RW-Antwort: Das Leben im Wüstenstil ist sehr einfach, selbst-ständig, es lädt zur Kooperation ein und ist direkt bzw. lebensnah und wird von Moment zu Moment entstehen und organisiert. Das schafft mehr Zeit und Freiraum und lässt eher bewusste Rückkopplung und Aussöhnung zu, lässt leichter emotional-assoziatives Denken zu und lässt schließlich auch die Zeit, der Existenz ganzheitlich-freier Gedanken im Erlebnis bewusst zu werden. Es ist natürlich einfacher ein einfaches Leben sorgenfrei zu gestalten.

Meine einzige Aufgabe ist während der Ausbildung, eine Sorge nach der anderen liebevoll auszusöhnen. Dabei lerne ich bewusst mit meinen EW und MW umzugehen, dies könnte mir nach der Ausbildung, im normalen Leben, Sorgenfreiheit und Zufriedenheit, Ruhe und Flexibilität bringen – auch wenn’s mal komplizierter wird – ich weiß dann ja, wie und worum es geht und bin geübt, weiß nun bewusster mit meinen Gedanken umzugehen. Meine Erfahrung und Fähigkeiten, mit meinen verschiedenen Gedanken und der Umgebung umzugehen... bewusster zu leben, bleiben mein bzw. unserer Schatz, wo immer ich auch zu Lebzeiten mit mir und meiner Umgebungsvielfalt bin.

 

RW-Frage: Wer oder was gibt mir Garantie oder die Sicherheit, dass mein Leben einen ständigen emotional-assoziativen oder gar ganzheitlich-freien Genussaspekt haben kann?

RW-Antwort: Allein meine persönlichen emotional-assoziativen und ganzheitlich-freien Genusserlebnisse während und am Ende der Ausbildung. Wenn ich mir diese Garantie über die Summe meiner bewussten Erlebnisse nicht selbst gebe, dann gibt sie mir niemand.

 

RW-Frage: Und wenn ich die noch nicht hatte?

RW-Antwort: Dann kann und muss ich auf das vertrauen, was darüber seit Jahrtausenden hier und da folgerichtig-rational geschrieben und erzählt wird. Ich kann so lange suchen, bis ich eine solche Garantie habe, mir sicher sein kann.

 

RW-Frage: Was ist, wenn ich nicht auf »Lieben und Genießen« hoffe und vertraue, nicht an ein zufriedenes, glückliches, genüssliches Leben glaube, nicht an ganzheitlich-freies Denken glaube?

RW-Antwort: Dann glaube ich automatisch und grundsätzlich an ein Leben mit mehr oder weniger Verdruss, Schmerz, Einsamkeit.... Ich nehme dann ein solches Leben als gegeben an, bin mir sicher, dass Leben nur so ist und sein kann und glaube in diesem Sinne auch daran. Es ist dann was es ist! (Rückkoppeln!)

 

RW-Frage: Warum jedoch ertappe ich mein Nervensystem beim Lesen dieser Buchzeilen, beim Durchdenken oder Überfliegen dieser Fragen, beim Vergleichen... vor und während der Ausbildung meines Nervensystems? Warum ertappe ich mich im Alltag beim Suchen, Sorgen, Klagen, Zweifeln, Leiden und Verfluchen, Hassen? Warum ertappe ich mich bei der Suche nach mehr Erkenntnis, Genuss, mehr Befriedigung und Zufriedenheit?

RW-Antwort: RW-Fragen können zerschneiden, den Frieden, die Stimmung, das Leben rational-folgerichtig »Runterziehen« – sind immer auch Fragen der Unzufriedenheit und Sorge, Fragen nach mehr Sicherheit und einem genüsslicheren, friedlicheren Weg ohne rational-folgerichtige Fragen! Fragen – ist Rückkopplung auf der Suche nach Sicherheit, obwohl in jedem Moment genauso viele Antworten wie Fragen zu finden sind und die Genüsselchen in jedem Moment offenbar sind.

Fragen?! – würden die ständige, rational-folgerichtige Unzufriedenheit (das rational-folgerichtige Suchen des Menschen) auch meines Nervensystems und damit die ständige Unzufriedenheit meiner rational-folgerichtigen Vorstellungswelt nahe legen. Erst wenn ich wirklich begreife, dass meine emotional-assoziative Denkfähigkeit diese elementare Unsicherheit und Schwäche befriedigen und beantworten kann, bin ich einem erfüllteren, menschlichen Leben ein gutes Stück bewusst näher gekommen.

Das würde begründen, warum ich die Ausbildung fortsetzen und meine Vorstellungen und mein Nervensystem veränderlich halten sollte. Denke ich über das rational-folgerichtig Antworten und Fragen nach, zeigt mir meine eigene rational-folgerichtige Denkfähigkeit, dass es Fragen gibt, welche nicht zu beantworten sind, zeigt mir mein RW seine eigenen Grenzen.

Eine Grenze, die verhindert, dass ich allein mit rational-folgerichtigen Gedanken eine vollkommene, letzte Sicherheit, Zufriedenheit und Befriedigung im Lebensmoment für mich erzeugen kann. Sobald mir die emotional-assoziative Gedankenwelt in ihrer Existenz bewusst wird und ich sie im Alltagsmoment gleichberechtigt neben der rational-folgerichtigen Gedankenwelt gebrauche, ist dieses Problem, ist diese rational-folgerichtige Grundsatzfrage, dieses »rational-folgerichtig (Ver)Suchen und Kennenlernen müssen« immer wieder wichtig, letztlich aber auch immer wieder aussöhnbar, kann sich letztlich immer wieder im Stadium der Verschmelzung, des Einl(i)ebens und Übens emotional-assoziativ lösen.

Die Ausbildung und das Leben ist mehr als rational-folgerichtige Gedanken fassen können, mehr als deutlicher Unterschied, als Wort und Zeichen, ist mehr als Beschreibung. Es ist auch rational-folgerichtiges Loslassen und es ist »für sich Mut und Vertrauen einfordern«. Ich benötige Mut zum emotional-assoziativen Rückkoppeln und Aussöhnen, zum emotional-assoziativen Antworten. Habe ich wenig Vertrauen und wenig Mut, dann benötige ich Wiederholung, Spiel, Übung im Umgang mit einer Wirkeinheit oder Wesenheit und der Mut und das Vertrauen wird wachsen. Dies gilt auch für die Rückkoppel- und Aussöhnarbeit selbst.

 

RW-Frage: Wie antworte ich mit meinem EW oder MW auf rational Fragen wie diese?

RW-Antwort: Mit Geduld, vielleicht mit Worten, einer Bewegung, Körperlichkeit, Musik, einer Geste, im liebevollen Gestalten und Verändern von Wirkeinheiten der Umgebung, mit Kreativität, mit veränderlichem Sein, mit anders und neu sein oder mit Stille. Ich antworte auch mit Taten. Ich antworte und gestallte bewusst aus meinem emotional-assoziativen oder ganzheitlich-freien Gedanken heraus. So wird wesentliche Information ganzheitlicher, menschlicher ausgetauscht. Manchmal ist es ein Wort, ein Gedicht zur rechten Zeit, am rechten Ort. Ein Lächeln, ein Kuss, Geduld. Steht hinter der Tat bewusste EW- oder MW-Arbeit, wird die Tat zum wirksamen Kommunikationsmittel. Sie drückt aus, was nicht konkret in einzelnen Worten fassbar ist. Manche nennen es dann darstellende oder bildende Kunst.

Bewusst ganzheitlicher hervorgebrachte Werke können die Eigenschaft haben, dass sich ihre wesentlichen Informationen erst viele Jahre, nachdem sie hervorgetan wurden, für den/die Beobachter erschließen oder /und für jeden Betrachter individuell. Geduld...

 

RW-Frage: Was passiert, wenn ich mich mit einer Wirkeinheit bzw. der Vielfalt ganzheitlicher verbinde, verschmelze, mich vereine?

RW-Antwort: Nun ich könnte ganz nüchtern sagen: Die Steuerung der RW-, EW- und MW-Arbeit wird mir und von mir aus immer stärker auch uns überlassen. In dem ich diesen ganzheitlich-freien »Uns-Zustand« bewusst durch das unmittelbare, tatsächliche Rückkoppeln-Aussöhnen meiner frei aufkommenden Gedanken herbeiführe und aufrechterhalte, werde ich einer dritten Arbeits- und Umschaltmöglichkeit meines Metawerkzeugs bewusst. In diesem Moment wird das ich zum wir und eine Trennung zwischen Wirkeinheit bzw. Umgebungsvielfalt und dem Ich wird nicht mehr sinnvoll. Das ganzheitlich-freie Denken wird uns in seiner ganzen Wirksamkeit, welche uns nun innewohnt, deutlich bewusst. Wir führen oder folgen nicht mehr einander. Wir wirken frei, in einer neuen Art und Weise zusammen. Ich vermute auch direkt über elektromagnetische Wellen bzw. Felder. Bewusst-Sein bekommt einen neuen Aspekt!

Das »Über-Sicht-Hinauswachsen«, das »Sich-vereinen-mit-der-Vielfalt« bedarf eines gemeinsamen Zieles, eines »gemeinsamen Wollens«. Es reicht hierfür die unmittelbaren, rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken rückzukoppeln und auszusöhnen!

Oder von Wirkeinheit zu Wirkeinheit: Wir können selbst über unsere rational-folgerichtige und emotional-assoziative Vorstellungs-, Erlebnis- und Kooperationswelt hinauswachsen und uns in einer ganzheitlich-freien Vorstellungs- und Erlebniswelt finden, in dem wir uns – durch tatsächliche Rückkoppelung und Aussöhnung unserer momentanen Aktivitäten (bzw. Veränderungen) – materiell/ energetisch/ funktionell verbinden, verschmelzen, vereinen.

 

Was aus dieser Verbindung, Verschmelzung, Vereinigung alles Neues entsteht, dass darf, kann und braucht aus praktischen Gründen nicht Thema dieses Buches zu sein und bietet keinen Grund, um dich als Mensch während der Ausbildung zu beunruhigen (siehe auch Entstehungs- und Verbindungsprinzip im ersten Buch). Du darfst und musst das ganzheitlich-freie Denken selbst erleben und praktizieren.

 

RW-Frage: Warum überhaupt diese bewussten RW-Frage-Antwortspiele im eigenen Nervensystem oder in Rückkoppelgesprächen zwischen Nervensystem und Nervensystem?

RW-Antwort: Damit ich mir einfachste Sicherheiten, kostbares Vertrauen und mir einen ersten Zugang zu der Wirkeinheit schaffen kann, mit der ich mich verbinden, verschmelzen und vereinen möchte. Bevor ich mit der Wirkeinheit verschmelze oder mich frei vereinigen kann, benötige ich Sicherheiten, Offenheit, sonst bleibt die Verbindung sorgenbehaftet und das verhindert eine beständige, genüssliche, wirkungsvolle Kooperation in jeglicher Hinsicht. Das gilt für die Partnerschaft genauso, wie für die tägliche Verbindung, Verschmelzung und Vereinigung mit dem Umgebungssystem und seinen Wirkeinheiten. Der Mensch möchte auch folgerichtig-rational wissen.

Ich spiele das Spiel, damit es weitergehen kann, wenn Probleme, Sorgen, Unsicherheiten, RW-Fragen auftauchen, welche ich mit dem RW nicht so einfach im Rahmen meiner Vorstellungs- und Erlebniswelt beantworten kann. Durch das RW-Frage-Antwortspiel oder durch folgerichtig-rationale Gespräche oder durch Buchlesen kann mein RW über sich hinauswachsen und ich lerne später auf mein emotional-assoziatives Denken umzuschalten und es zu gebrauchen.

So lerne ich die Grenzen meiner folgerichtig-rationalen Denkfähigkeit im Rahmen meiner Vorstellungswelt kennen. So lerne ich mich schneller, sicherer und dauerhafter auf meine EW-Arbeit und auf meine kleine und große Metawerkzeugumschaltarbeit zu verlassen.

 

Hinweis: Spiele das Spiel zusammen mit Freunden, dann kannst du versuchen die Rationalwerkzeug- oder/ und Emotionalwerkzeugarbeit bei deinem Gesprächspartner herauszuhören und versuchen, die kleine und große MW-Umschaltarbeit zu entdecken.

 

Es gibt sehr viele rational-folgerichtige Antworten auf eine Frage, vergiss nie den Versionscharakter von folgerichtig-rationalen aber auch emotional-assoziativen Gedanken für dich während der Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken. Die Kunst ist es, einen bewussten Gedanken unter den Tausend richtigen Gedanken als »momentrichtig« anzuerkennen und trotz seiner grundsätzlichen Relativität im Alltag liebevoll, genüsslich und wirkungsvoll rückzukoppeln und auszusöhnen.