DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 258 - 264 Dein Nervensystem auf der Suche nach deinem Paradies

Dein Nervensystem auf der Suche nach deinem Paradies

 

Es gibt grundsätzlich für dein Nervensystem drei verschiedene Möglichkeiten auf Erden das »Paradies« zu erreichen.

 

Möglichkeit 1: Du versuchst, ein Umweltsystem nach deinen derzeitigen Vorstellungen zu schaffen, das deinem Nervensystem und seiner jetzigen Vorstellungswelt ermöglicht, dauerhaft eins mit der Vielfalt und ohne jedes Problem zu sein.

Das bedeutet praktisch: Du bastelst dir dein eigenes Umgebungsparadies zurecht, bis es genau deinen Vorstellungen entspricht. Du erschaffst dir »dein Heim und Paradies« in deinem Umgebungssystem Erde.

 

Prinz: Ich kann den Aspekt nachvollziehen und ich kann mich mit ihm ziemlich gut rückkoppeln. Ich hab sogar eine persönliche besondere Bedeutung für mich gefunden und empfunden. Ich baue nämlich gerade mein Eigenheim »mein Paradies«. Na ja, ziemlich fetter Kredit....

König: Na hoffentlich söhnst du diese Gedanken im Sinne der Ausbildung für dich aus...

P: Warum? Du machst mir etwas Angst.

K: Deine Angst... Angst ist unnötig... versuche den Hausbau zu lieben und dein Bedürfnis zu verstehen und diesen, deinen Traum im Schlaf in der Meditation oder durch Handlung auszuleben, auszusöhnen... dann gibt es null Probleme in Sinne der Ausbildung. Aber bleib aufmerksam... Hausbau und Kredit ist ein halbes Lebensprojekt und doch ist dein Haus und dein Hausbau nur ein Teil der Vielfalt des Lebens. Ich sehe da viele Gedanken und Emotionen damit verknüpft. Das ist gut. Du musst wissen ob es sich im Sinne deiner persönlichen Suche nach tiefer Erfüllung und Zufriedenheit lohnt. Bau dein Haus bewusst und liebevoll und es wird ein erfüllter Lebensabschnitt. Außerdem ist dein Eigenheim im Sinne der Ausbildung noch lange nicht das ganze Paradies.

Lies einfach mal so oder so ähnlich weiter! Suche deine Lösung.

 

Möglichkeit 2: Du versuchst, ein bereits existierendes Umweltsystem auf dieser Erde zu finden, in welchem du dauerhaft zu Hause sein kannst.

Das bedeutet praktisch: Du findest »dein Heim, dein Umgebungsparadies«, dass genau deinen Vorstellungen entspricht. Du suchst es irgendwo auf dieser Welt.

 

Möglichkeit 3: Dein Nervensystem lernt ganzheitlich-frei denkend zu sein, egal in welchem natürlichen oder naturnahen Umgebungssystem es sich gerade befindet.

Du lernst deine Heimat bewusst überall mit Hilfe deines Nervensystems wahrzunehmen und zu erleben. Deine Vorstellungswelt ist und bleibt also momentoffen.

Du nimmst die Umgebung bewusst momentbezogen und liebevoll war, als wäre sie ein intimer Teil deiner Körpereinheit, dein Zuhause.

Grundsatzfragen - Rückkopplungshilfe 1

Menschen und ganze Gesellschaften waren und sind damit beschäftigt, die Möglichkeit 1 in die Praxis umzusetzen. Der Traum, eine bessere Welt, ein besseres System, eine menschengerechtere Umgebung schaffen zu können, ist uralt und wächst bzw. entsteht immer wieder neu in den Nervensystemen der Menschen. Die Vielfalt und Veränderlichkeit der Vorstellungen, wie diese neue Paradiesumgebung für den Menschen in der Praxis aussehen soll, ist jedoch auch heute noch Ursache von Streitgesprächen, politischen Diskussionen, Auseinandersetzungen und Revolutionen, Kriegen... Umweltschäden und im besten Fall sind Gärten und Parklandschaften mit freundlichen Menschen in rational-folgerichtiger, liebevoller, ganzheitlich-freier Rückkoppel-Aussöhnarbeit entstanden. Wir befinden uns bei dieser Möglichkeit 1 jedoch oft weit ab von Gleichberechtigung, Kooperation und ökologisch sinnvollem Verhalten. Wir empfinden uns noch viel zu selten als ein ganzheitlich-freier Bestandteil einer weitaus umfangreicheren kooperativen Lebensgemeinschaft.

Die meisten Nervensysteme versuchen ihre Umgebung großflächig zu verändern, zu organisieren, rational-folgerichtig umzugestalten. Der Erfolg ist bis heute fast für jeden Menschen oder jede Gesellschaft auf diesem Wege ausgeblieben. Da heute die Anzahl solcher Gesellschaftsteilnehmer enorm steigt und die Technologien ausgefeilter sind, werden die Probleme immer globaler. Versuche enden regelmäßig in Krieg, Leid, Krankheit und Verzweiflung. Unkontrollierbare Beeinflussungen (Störgrößen) seitens des komplexeren, größeren, gewaltigeren, vielfältigeren, lebhafteren Megaumgebungssystems (Erde) verhindern einen dauerhaften Frieden für jedes kleinere, rückkopplungsärmere, unveränderliche, betont folgerichtig-rational begrenzte »Privat-, Geschäfts- oder Gesellschaftsparadies bzw. System«.

 

Teilweise aus der Erkenntnis heraus: „Du kannst ja eh nichts verändern – viel zu kompliziert das ganze System umzugestalten.“, versuchen sich immer mehr Menschen heute an Möglichkeit 2.

 

Möglichkeit 2. Wer entsprechend Zeit, Geld und Lebensmut besitzt oder sich nimmt und investiert, der versucht sein Paradies zu finden. Entweder wird in oder außer Landes gesucht. Jedoch ist die Erfolgsaussicht auf den oben erwähnten Zustand ebenfalls sehr gering, vor allem weil die Vielfalt unserer Umgebung so veränderlich ist, die Umgebungssysteme offen sind. Wer lange genug sucht, der findet den Weg zu seinem Innerland und zu einem bewussteren Leben im Moment.

Ohne die eigene Vorstellungswelt bzw. das Nervensystem zu verändern, sich von bestimmten Zielvorstellungen, rational-folgerichtigen, emotional-assoziativen Gedanken zu lösen, wird die neue Heimat selten dauerhaft zu einem Paradies und das Leben selten in dauerhafter Zufriedenheit münden.

Doch sind Menschen auf diesem Weg oft etwas glücklicher als mit Möglichkeit 1, denn dein Nervensystem kooperiert bewusst mit seiner Umgebung. Es verändert seinen Standpunkt, ganz konkret seinen Ort, bleibt lebendig und begibt sich suchend in die Vielfalt und Veränderung des Lebens.

 

Möglichkeit Nummer 3: Diese Möglichkeit lenkt die Suche in das eigene Nervensystem, auf die eigene Persönlichkeit. Wer versucht, auf diesem Wege ganzheitlich-freies Leben zu erreichen, wird für sich grundsätzlich annehmen (müssen), dass jedes normalgesunde, menschliche Nervensystem die Fähigkeit zum bewussten Gebrauch der folgerichtig-rationalen, emotional-assoziativen und ganzheitlich-freien Funktionsebene besitzt.

Der entscheidende Vorteil dieser Möglichkeit ist klar. Du kannst mit dieser Fähigkeit deine Heimat an fast jeder Stelle, in fast jeder natürlichen und naturnahen Situation des Umgebungssystems Erde finden. Vorausgesetzt ist, dass zumindest Leben im »Wüstenstil« bzw. menschliches, schmerzfreies Überleben dauerhaft möglich ist bzw. ganzheitlich-freies Denken nicht mit Macht oder gar Gewalt von anderen Menschen unterdrückt wird. Durch Rückkopplung und Aussöhnung wird das veränderliche Umgebungssystem der eigenen veränderlichen Vorstellung angepasst und genauso die Vorstellungswelt dem System bzw. der Umgebungssituation angepasst.

Eine feste Vorstellungswelt, die nicht bewusst Raum für stetige Veränderung lässt, führt zu einer eingeschränkten Kooperation mit dem Umgebungssystem im Moment, verhindert eine praktisch-nützliche (funktionelle) Verbindung und Vereinigung mit komplexen, veränderlichen Umgebungssystemen, verhindert das ganzheitlich-frei Denken im Alltag, verhindert eine lebendige Erfüllung und Zufriedenheit, verhindert den positiven Fluss im Moment mit der Umgebung.

Das heißt: Das menschliche Nervensystem ist im direktesten Sinne für seine Heimat für seinen eigenen Fluss mit den Umgebungsveränderungen, für seine eigene Freiheit zuständig – es ist für sich selbst verantwortlich. Nervensysteme, die sich bewusst für Möglichkeit 3 entscheiden, werden im eigenen Genuss- und Lebensinteresse weitgehend die Finger von aktiven und groben Veränderungen ihres Umgebungssystems lassen. Die meisten Systeme um uns herum sind über sehr lange Zeit gewachsen! Eingriffe sind möglich aber nicht immer sinnvoll!

Selbstverursachte Umgebungsveränderungen werden sich auf Aktionen zur Absicherung momentaner Grundbedürfnisse des Lebens beschränken. Diese Absicherung, diese bewusste Rückkopplung und Aussöhnung mit dem äußeren und inneren Lebensmoment kann und sollte natürlich auch im Detail rational-folgerichtig, liebevoll, und bewusst ganzheitlich-frei und in diesem Sinne ebenso momentbezogen, wie weitblickend sein.

Bei dieser Möglichkeit 3 nimmt dich (scheinbar oder tatsächlich?) die Vielfalt und Veränderung der Umgebung sogar an die Hand! Du wirst wundersamer Weise und Zufällig den richtigen Menschen und Wirkeinheiten begegnen. Momente und Situationen werden dir sinnvoll, erfüllend und bedeutsam Erscheinen und deine Ausbildung wird sich dadurch enorm beschleunigen. Es scheint als möchte dich die Vielfalt und Veränderlichkeit der Erscheinungen deines Umgebungssystems in der Erlebniswelt des ganzheitlich-freien Denkens liebevoll und sogar oft amüsant begleiten und unterstützen, bekräftigen.

Auch wenn die Ursachen einer sich selbst verstärkenden Nervensystem–Umgebungssystem-Interaktion nicht vollständig folgerichtig-rational denkend darzulegen sind, und meines Wissens auch noch nicht wurden, ist dieses »an die Hand nehmen« meinen Erfahrungen und Gesprächen nach kein Wunschdenken des Bewusstwanderers. Es hat sicher die Ursache in einer bewussteren, individuellen Rückkoppel-Aussöhnbeziehung mit dem unmittelbar wirksamen Umgebungssystem. Dieses »Phänomen« nehmen Menschen unabhängig von einander positiv wahr, die sich auf ihrer bewussten Ausbildungswanderung befinden bzw. wird immer wieder von Menschen begeistert geschildert, die sich ihren Ausführungen nach in ähnlich tiefgreifenden, bewussten Veränderungsphasen in Bezug auf ihr Denken und ihre Lebensumstände befinden.

Weitere mögliche Grundsatzfragen - Rückkopplungshilfe 2

Noch weitere Grundsatzfragen solltest du dir auf deinem Weg zum ganzheitlich-freien Denken in den verschiedenen Alltagsituationen stellen und beantworten:

1. Gewissensfrage: Willst du konsequent dein Nervensystem und deine Körpereinheit in erster Linie dazu gebrauchen, dein Umgebungssystem deinem Nervensystem und seiner festen Vorstellungswelt anzupassen?

Anders gefragt: Willst du dein Umgebungssystem verändern, um Zufriedenheit und Genuss zu erlangen? Willst du erst lernen, etwas in deiner Umgebung zu erfinden und neu erfundene Umgebungsbestandteile nutzen, um neue Umgebungsbestandteile zu erfinden, auch um dein »Paradies« erfinden zu können? (Willst du im Organisationsstil sein und leben?)

Oder 2. Gewissensfrage: Willst du konsequent dein Nervensystem dazu gebrauchen, um dein Nervensystem und seine Vorstellungswelt deiner Umgebung anzupassen.

Oder anders gesagt: Du gebrauchst die Veränderlichkeit deines Nervensystems, um dich jeglicher Situation anzupassen. Ohne deine Umgebung zu verändern willst du dein Paradies wahrnehmen. (Willst du im Demutsstil leben?)

Oder 3. Gewissensfrage: Willst du dein Nervensystem konsequent benutzen... durch stetige Rückkopplung und tatsächliche Aussöhnung deiner momentanen rational-folgerichtigen, emotional-assoziativen und ganzheitlich-freien Gedanken, dich mit deinem Umgebungssystem immer wieder zu verbinden, um dabei eine Vorstellungs- und Erlebniswelt zu entwickeln, die im Vertrauen auf die sinnvoll Veränderlichkeit und Wirksamkeit der Umgebung, und im Vertrauen auf die sinnvolle Veränderlichkeit und Wirksamkeit der eigenen inneren Vorstellungswelt, und den vielfältigen liebevollen energetischen, materiellen und funktionellen Verbindungen miteinander ganzheitlich-freie Vorstellungs-, Gestaltungs-, und Erlebnisaspekte hat?

Oder anders gefragt:

Willst du wirklich, dass sich dein Nervensystem und deine Umgebung gegenseitig bewusst verändern und beeinflussen können, um gemeinsam lebendige Stabilität, Kooperation und Synchronizität zu erzeugen? Willst du lernen, die vielfältigen und veränderlichen Bestandteile, Wirkeinheiten und Aspekte deiner Umgebung wahrzunehmen, sie rückzukoppeln und auszusöhnen und so lernen, dich mit ihnen zu verbinden? Willst du lernen mit ihnen gleichberechtigt zu leben, lernen dich mit ihnen zu verändern und bei diesen liebevollen, geduldigen, lebendigen, alltäglichen Verschmelzungen lebendige Freude empfinden?

 

P: Na das sind Fragen?

K: Du kannst die Fragen natürlich jeden Moment neu entscheiden und musst auch keinen Schwur leisten. Bewusst Rückkoppeln und Aussöhnen musst du so wie so für dich allein tun. Du hast dein Leben in deiner Hand und letztlich auch die Entscheidungsfreiheit, jeden Moment neu. Die kleine lebendige Wanderschule möchte dir bei der Beantwortung dieser Frage unter die Arme greifen. Folgende Worte können als Ausgangspunkt von Meditationen dienen:

 

Viele Mitglieder unserer »zivilisierten Gesellschaft« haben in den letzten Jahrhunderten mit verschiedensten Mitteln versucht, sich ein Paradies nach den jeweiligen eigenen Vorstellungen zu schaffen, zu erfinden. Im Großen und Ganzen ist das bis heute ein Versuch geblieben. Selbst neu entdeckte Kontinente wurden schnellstmöglich verändert. Heute steuert die Menschheit auf eine globale Krisenzeit zu. Das Umgebungssystem ist weitgehend unkontrollierbar geblieben und verändert in »boshafter« Regelmäßigkeit die kleinen und großen »Scheinparadiese« (Partnerschaften, Arbeitsplätze, Privathäuser, Firmen, Städte, Landschaften, Staaten usw.).

Das praktisch wirksame Umgebungssystem hat mittlerweile für dich die Größe eines Kontinents, einer Staatengemeinschaft, der gesamten Erdkugel! Willst du dir ein Paradies in diesem gewaltigen Meer der Veränderung, der Vielfalt, in diesem Meer des Lebens schaffen, wird das immer öfter ein Kampf gegen Windmühlen und bedarf gewaltiger Energiemengen.

Du hast als Mensch ca. 80 Jahre Zeit, das Paradies auf Erden zu (er)finden, zu entdecken oder mit ihm eine auch dich lebenserfüllende Gemeinschaft zu bilden. Folgerichtig-rational gedacht und im heutigen Rückblick existiert das Umgebungssystem Erde seit ca. 4-5 Milliarden Jahren. Wie alt deine individuellen Vorstellungen von diesem System sind, weißt du selber! Ein wenig mehr Demut würde uns Menschen sicher nicht schaden. Energetisch, materiell, funktionell bist du auch nach dem Ableben deiner Körpereinheit mit dem Umgebungssystem eng verbunden. Du kommst aus diesem System, lebst in diesem System und wirst dich wieder in und mit diesem System verbinden und verändern. Du bist ein Sprössling deiner Umgebung.

Die Existenz deines Nervensystems mit seinen derzeitigen Vorstellungen und Ansichten (auch über dich selbst) sind ohne die wirkungsvollen Verbindungen zu deinem Umgebungssystem nicht rational-folgerichtig oder emotional-assoziativ denkbar, nicht ganzheitlich oder vollständig nachvollziehbar.

Die Vielfalt und Veränderlichkeit, all die Wirkungszusammenhänge und Beziehungen, die Komplexität der Wirkeinheit Erde (deines Umgebungssystems) übersteigt in der Praxis die folgerichtig-rationale und emotional-assoziative Denkfähigkeit, ob du nun wissenschaftlicher Mitarbeiter oder im WC-Reinigungsteam bist!

Nervensysteme lassen sich schlecht gegen ihren Willen und ihre Vorstellungen, sondern nur mit ihrem Willen bzw. ihren Vorstellungen genüsslich, effektiv und nachhaltig verändern und immer wieder neu entdecken. Jedes Nervensystem wird über die bewusstere Aussöhnung seinen besonders aktiven Teil befrieden müssen, um wieder ganzheitlicher den nächsten bedeutungsvollen Moment in der Vielfalt erleben zu können.

Solange du als Körpereinheit noch nicht die Fähigkeit hast, dich selbst und dein für dich wirksames Umgebungssystem vollständig, selbständig und eigenverantwortlich zu erschaffen, ist jede Zerstörung des bereits bestehenden »Originals« gefährlich.

 

Alles fließt und verändert sich! Keine Erfindung, keine Vorstellungswelt, keine Wirkeinheit ist dauerhafter als eine Erfindung, die sich aus und in ihrer ganzen Vielfalt und Veränderlichkeit, von Moment zu Moment neu erfindet. Keine Erfindung (keine Wirkeinheit, keine Vorstellung) ist dauerhafter und »unveränderlicher«, lebendiger und doch zufriedener als eine Erfindung, die sich in gleicher Weise wie ihr Umgebungssystem, von Moment zu Moment neu erfindet und verändert! Ist die Erfindung bzw. Wirkeinheit obendrein ein materiell/ energetisch/ funktionell untrennbarer Teil, eine »Knospe des Umgebungssystems«, gilt dies im besonderen Maße.

Dieses Buch will dir eine Praxisfibel sein und kein theoretisches Überzeugungswerk. Die Praxis hat gezeigt, dass es möglich ist, zügig und effektiv ganzheitlich-freies Denken und Erleben zu entwickeln. Du musst natürlich bewusst selbst (ver)suchen... mit Hilfe deiner Umgebung immer wieder Gedanken positiv und liebevoll aussöhnen, dich verändern und während der Ausbildung das Umgebungssystem weitgehend in Frieden lassen. Andernfalls wirst du etwas länger für die Ausbildung benötigen.

Das Paradies ist dir geschenkt, es ist da. Du darfst es dir bewusst erlebbar machen. Dabei wirst du es bewusst verändern, denn du bist wirksamer Bestandteil deiner Umgebung. Halte die Veränderungen jedoch bewusst gering. Versuche die Aussöhnung mit deinem Umgebungssystem immer erst durch Schlaf oder durch Meditation und erst wenn es dann noch nötig scheint, durch Handlung in deinem Umgebungssystem zu erreichen.

Weitere mögliche Aufgaben - Rückkopplungshilfe 3

Nun kannst du loslegen! Das heißt nichts anderes, als das Paradies um dich zu entdecken und es wahrnehmen zu lernen und dich mit ihm vielfältig zu verbinden.

Du hast vor dir natürlich auch einen Berg von kleinen und größeren, konkreten, festen Lebensträumen und Zukunftsvorstellungen, die dich vom ganzheitlich-freien Momentgenuss trennen können – einen Berg von großen und kleinen Kopfrosinen, Träumereien und Vorstellungen. Diesen Berg gilt es, entweder Traum für Traum abzutragen, oder Traum für Traum zu lockern – eben zu befreien, zu befrieden, einzubinden, auszusöhnen. Du kannst dir selbst etwas einfallen lassen, wie du Vorstellung für Vorstellung, Traum für Traum befriedest, befreist, befriedigst. Diese Praxisfibel kann dir nur empfehlen:

- einen nach dem anderen durch Meditation und Schlaf wirkungsvoll und umweltfreundlich auszusöhnen. Versuche Vorstellungen wegzudenken und dir aus dem Kopf zu schlagen, wenn das nett, genüsslich, nachhaltig, befriedigend, erfüllend für dich geht. Vieles geht sicherlich, wenn du es willst;

- einen nach dem andern zusammen mit deinem Umgebungssystem auszusöhnen bzw. auszuleben, sie aus deiner Vorstellungswelt herauszulassen, zu befreien, zu handeln, sie mitten im Leben loszulassen, dein Nervensystem und seine Vorstellungen dabei zu befriedigen, zu befrieden, und für den neuen Moment auszusöhnen.

Frei bist du jedenfalls, wenn du von Moment zu Moment lebst, dir von deiner Zukunft kein konkretes Bild mehr machen brauchst, alles möglich wird, was im Lebensmoment gerade leidfrei möglich ist – bestimmt geht dann auch mancher Traum in Erfüllung – von dem du jetzt nicht zu Träumen wagst! Verdrängen solltest du deine Träume und Vorstellungen jedoch nicht. Dies würde dich am Ende der Ausbildung nur weiter zurückwerfen. Deine Träume und Vorstellungen wollen Ernst genommen sein, denn sie sind meist nicht grundlos einfach da. Sie sind Boten deines Unterbewusstseins und das ist auch ein Teil deiner Persönlichkeit und zumindest so alt wie du.

In der Ausbildungspraxis hat sich nun gezeigt, dass es förderlich im Sinne der Ausbildung ist, wenn du jeden Traum, jede Vorstellung von der Zukunft mit so viel Liebe auslebst, ausdenkst und ausfühlst, wie du für dich und deinen Traum aufbringen kannst.

Veränderungen des Nervensystems und das Aussöhnen von Gedanken benötigen Zeit. Ein Traum »will mit viel Liebe erlebt sein, er will, dass du dich ernsthaft um ihn kümmerst und bemühst«. Dann wird er sich genüsslich mit anderen, ausgelebten Träumen verbinden, in all die anderen Erlebnisse einfügen und auflösen und selbst zu einer Erinnerung, zu einem Teil der Vielfalt werden, zu einem Teil der veränderlichen Vielfalt und wird eines der vielen bedeutsamen Pflastersteinchen auf deinem Weg sein. Jeder Pflasterstein wird dir später die Ruhe und Sicherheit bieten, die du für dein ganzheitlich-freies Denken und Erleben benötigst.

Einen nach dem andern von deinen persönlichen Träumen zu pflücken, deine Vorstellung von der Zukunft effektiv und freudebetont zu verändern, dabei kann dir der Methode-ES-Bewusstwanderzyklus nützlich sein. Es ist sozusagen ein methodisches Werkzeug zum genüsslichen und lebenswerten Saubermachen und für die Aussöhnung und Befreiung deiner Traum- und Vorstellungswelt. Er kann dich von der rational-folgerichtigen Vielfalt deiner Gedanken zur emotional-assoziativen Vielfalt deiner Erlebnisse zum wundervollen ganzheitlich-freien Denk- und Erlebnisraum im Moment bringen. Wenn deine Träume und Bedürfnisse wie das Leben sind, sich die Träume immer vielfältiger und verbindlicher darstellen, sie sich von Moment zu Moment selbst immer wieder neu erfinden und sich gleichzeitig... auch in Momentsituationen und deiner unmittelbaren Umgebung entdecken und träumen, dann ist dein Leben ein kreativer, lebendiger Alltagstraum. Dann ist dein Leben ein traumhaftes, kreatives Leben zusammen mit deiner Umgebung, deinen Mitmenschen und deinen Kind(ern).

Suche nach dem höchsten Lebenstraum!

Wie sieht die Suche konkret, im Sinne einer ganzheitlichen Ausbildungswanderung aus? Nun, wie ist es anders zu erwarten – sie hält sich konsequent an ihre eigenen Wanderweisheiten. Vielleicht erinnerst du dich an das Waldland der Weisheit, am Anfang deiner Ausbildungswanderung durch die Vielfalt! Die oberste Wanderweisheit spielt nun hier ihre Stärken aus.

Auf unsere Suche bezogen gibt diese Wanderweisheit folgenden Rat: Strebe nach der Verwirklichung deines höchsten, deines größten Ausbildungstraumes – alle anderen kleineren Träume und Bedürftigkeiten werden schließlich ebenfalls, auf deiner Wanderung unter diesem Ziel, ihre Erfüllung finden!

Nun schnappst du dir deinen erlesensten, höchsten Traum und du bist auf der »Erfolgsseite«. So einfach ist das!

 

Prinz: Mein höchstes Ziel?:

Ich möchte ein langes, von Vielfalt erfülltes... ganzheitlich-freies Leben in und mit Hilfe all der veränderlichen, lebendigen Umgebung freiwillig und selbstbestimmt führen oder dann von mir und meinem Umgebungssystem gleichermaßen freiwillig und selbstbestimmt führen lassen! Kompass und Motor ist meine bewusste Rückkopplung und Aussöhnung selbst. Sie ist Weg und gleichzeitig höchstes Ziel.

 

Dieser hohe Traum wird Grundlage für die folgenden Erläuterungen zur Ausbildung. Dabei findest du wieder Praxis und Erlebnissaufgaben. Wie gewohnt führen sie dich auf dem Weg des dritten und letzten Ausbildungsabschnittes.

Achte auf die Querverweise und folge ihnen, wenn du willst! Hast du andere hohe Träume oder Ziele, kannst du Prinzipielles aus den folgenden Erläuterungen übernehmen und auf deinen Traumverwirklichungsweg anwenden.

Übrigens ist ver-wirk-lichen genau das richtige Wort – verwirke und verbinde also deine Träume, deine rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken und Vorstellungen – mit dem Rest der Wirklichkeit in deinem Nervensystem bzw. in deinem Umgebungssystem. Verwirklichen kannst du bewusst mit Aussöhnungs- und Verwirklichungstaten in Form von Schlaf, Meditation und/ oder Aussöhnungs- und Verwirklichungstaten als lebendige Handlung.

Suchen bedeutet in der Ausbildungspraxis: Lerne wie du Träume in die Umgebung hineinlebst. Du suchst eine neue lebenswerte Wunschvorstellung bzw. einen lebenswerten Traum aus deiner Vorstellungswelt aus, um ihn zu ver-wirk-lichen. Das heißt im Sinne der kleinen lebendigen Wanderschule: Ihn mit all deiner Kraft auszuleben. Danach kommt der nächste Traum dran.

Das Suchen nach »dem ersehnten Traum« benötigt vor allem Geduld und Liebe zu dir, deinem Leben und deinem Traum. Deine Vorstellung von der begrenzten Lebenszeit als Mensch wird dich sicher voranbringen und dir die nötige Kompromissfähigkeit vermitteln!

 

Die kleine lebendige Wanderschule empfiehlt, sich am höchsten Wunsch-Ziel-Traum zu orientieren: Bewusste liebevolle Rückkopplung und Aussöhnung inmitten und mit Hilfe des wirksamen Umgebungssystems.

 

Du hast grundsätzlich jeder Zeit die Freiheit, einen neuen Traum an Platz 1 deiner Wunschtraumverwirklichungsliste zu stellen.

 

König: Praxisaufgabe lieber Prinz! Bevor du nun in Folgendem Rückkopplungsraum – zu lesen beginnst, solltest du dich auf die Suche nach deinem ersten, höchsten »Lebenszieltraum« machen und wenn nötig über diesen Zieltraum meditieren. Da hilft kein Stöhnen.

Zu empfehlen ist ein Wald- und Wiesenspaziergang, Urlaub oder ähnliches, bei dem du folgerichtig-rational nachdenken (RW-Arbeit) oder aber in dich emotional-assoziativ nachfühlen (EW-Arbeit) solltest, um dir über deine Lebensträume und Sehnsüchte erste Klarheit und Kenntnis zu verschaffen.

Dabei bist du bitte lieb zu dir und vor allem nicht zu bescheiden! Mit dem Lebenstraum »Kinder« solltest du dich vielleicht mit deinem Partner noch bis zum gemeinsamen Ausbildungsende und bis zum gemeinsamen, liebevollen und ganzheitlich-freien Rückkoppeln und Aussöhnen gedulden!

 

Wähle weise und deinem Vertrauen in die Vielfalt angemessen! Es kann passieren, dass du schneller mit deinem Lebenstraum im Alltag »konfrontiert« wirst, als du es dir jetzt noch bewusst zu wünschen getraust. Denn wenn du anfängst rückzukoppeln und auszusöhnen geht die wundersame Reise los. Du selbst bist das Boot, Kompass, Motor und Cäpt’n...