DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 227 - 230 Rückkoppel- und Aussöhnübung 2: Die zentrale Methode der Ausbildung erfassen!

Rückkoppel- und Aussöhnübung 2

Die zentrale Methode der Ausbildung erfassen!

Entwickle dir aus dem bewussten Rückkoppel- und Aussöhnprinzip eine praktische Methode für das Bewusstwandern auf dem dritten Ausbildungsabschnitt.

 

Prinz: Gib mir bitte ein Beispiel, mir fällt es schwer eine Methode zu entwickeln.

König: In Ordnung. Ich stelle dir meinen Methode-ES-Bewusstwanderzyklus vor. Dieser Zyklus hat mich auf dem dritten Ausbildungsabschnitt getragen und kann auch dich bis zum Ausbildungsende tragen. Er gründet sich natürlich auf dem bewussten Rückkopplungs- und Aussöhnungsprinzip. Damit du alles auf einen Blick hast, habe ich dir das Prinzip und den Bewusstwanderzyklus noch mal folgerichtig-rational und vereinfacht dargestellt.

Am Anfang kannst, wirst und musst du den Bewusstwanderzyklus bewusst rational-folgerichtig (RW-bewusst) durchlaufen. Später kannst du den Bewusstwanderzyklus auch wahlweise emotional-assoziativ (EW-bewusst) durchlaufen. Du kannst am Ende deiner Ausbildung den Bewusstwanderzyklus auch zunehmend bewusst ganzheitlich-frei (RW/EW/MW-bewusst bzw. -gleichberechtigt) durchlaufen.

Prinz: Also Schritt für Schritt.

König: Ja der Zugang, der Einstieg, die ersten Übungen werden rational-folgerichtig bzw. RW-betont sein.

 

Abbildung 1: Die universale Methode der bewussten Rückkopplung- und Aussöhnung unmittelbarer Nervensystemaktivitäten

Abbildung 2: Der Bewusstwanderzyklus (Methode-ES-Bewusstwanderzyklus) führt dich im Alltag von Moment zu Moment.

Prinz: Auf dem ersten Blick scheint das alles kompliziert und eine einzige Nerverei. Und das soll was bringen?

König: Du musst nicht. Ja es ist schwer und nein es ist wunderbar und voller lebendiger Freude, Wirkung, neuer unvergleichlicher Erfüllung. Es ist etwas zu vergleichen mit den ersten Leseversuchen, mit den ersten sexuellen Körpererfahrungen, den ersten Schritten auf Ski, mit den ersten Schwimmversuchen, mit den ersten Tagen nach der Geburt von Tochter oder Sohn. Aber was ist das alles nach etwas Übung, mit etwas Lebensrythmus? Bald öffnet sich die neue Erlebniswelt wie eine Blume.

Der Methode-ES-Bewusstwanderzyklus

Das Herzstück des Bewusstwanderns! Du liest dir folgende Rezeptanleitung (wie beim Kuchenbacken) durch und probierst einen Schritt nach dem anderen aus. Dann versuchst du, alle Schritte zusammen auszuführen. Danach probierst du viele, viele Male den Methode-ES-Bewusstwanderzyklus in der Praxis zu durchlaufen. Bald wird deine bewusste Rückkoppel-Aussöhnarbeit verspielter werden.

 

Schritt 1 – Weiterwandern: Wir (dein Bewusstsein und deine Körpereinheit) wandern aufmerksam aber gemütlich und mit wachen Sinnen durch unsere innere Erlebnis- & Vorstellungswelt bzw. äußere Umgebung.

 

Schritt 2 – Rückkoppeln: Wir achten dabei auf die eigenen rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Gedanken (Hinweisgedanken), die uns automatisch bei dieser bewussten »Besichtigung der Vielfalt und Veränderung« aufkommen.

Wir freuen uns grundsätzlich über den ersten bewusst »geangelten« bzw. rückgekoppelten Gedanken.

Ist der Gedanke besonders bedeutsam für unser momentanes Lebensziel? Dazu müssen wir den Gedanken mit Hilfe der bewussten MT-Arbeit mit anderen Gedanken verbinden und ihn so aus sich herausführen und so erkennen weshalb/warum/worin die besondere Bedeutung besteht.

 

Schritt 3: Aussöhnen, Tun: Danach meditieren, tun bzw. handeln wir so lange, bis die besondere Bedeutung ausgesöhnt ist und nicht mehr als rational-folgerichtiger bzw. emotional-assoziativer Gedanke besonders beschäftigt oder nicht mehr besonders auf sich aufmerksam macht und somit im Moment wirksam ausgesöhnt ist. Wir können auch den SMH-Aussöhnungszyklus anwenden (siehe Schule der Aussöhnung, zweites Buch). Dieser sollte uns schon aus unserem zweiten Ausbildungsabschnitt bekannt und »geläufig« sein.

 

Schritt 4 (Ergänzungsschritt): Nun danken wir der Wirkeinheit oder unserer Umgebung, aber auch unserem Nervensystem, für den besonderen rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Hinweisgedanken und freuen uns über unsere erfolgreiche bewusste Rückkopplung & Aussöhnung.

Dabei erinnern wir uns, dass das Umgebungssystem bzw. die Wirkeinheit und unsere Körpereinheit gleichermaßen für die Entstehung des Hinweisgedankens von Nöten waren und sind, erinnern uns, dass in der Verbindung beider Wirkeinheiten (Körpereinheit und Umgebung) der besondere Hinweisgedanke aufkam, welcher uns geholfen hat, unsere Verbindungen und Beziehungen mit unserer Umgebung bzw. uns selbst tatsächlich auszusöhnen.

Nicht unbedingt bei jeder Rückkopplung ist dieser kleine »urreligiöse Akt« und Ergänzungsschritt sinnvoll, aber vielleicht ab und zu. Dieser bewusste Schritt erhält uns die »Freude am und im bewusst(en) Sein«.

 

Schritt 1 – Weiterwandern... Wir (dein Bewusstsein und deine Körpereinheit) wandern aufmerksam aber gemütlich und mit wachen Sinnen durch unsere innere Erlebnis- & Vorstellungswelt bzw. äußere Umgebung...

 

Du durchläufst diesen Bewusstwanderzyklus und söhnst dabei: deine körperlichen Bedürftigkeiten (Wohlfühl- & Gesundheitsaspekt), deine rational-assoziativen Gedanken, deine emotional-assoziativen Gedanken liebevoll aus.

 

Dieser Zyklus führt in der Praxis zu einer bewussten »Unterhaltung« mit der Umgebung bzw. mit der Vielfalt. Der Name Methode-ES kommt von ES ist EtwaS, ES spricht, ES spiegelt sich, ES koppelt sich zurück, ES söhnt sich aus, ES interagiert mit seiner Umgebung.

Es scheint, als sprechen beim rückkoppelnd-aussöhnend Herumwandern durch das Umgebungssystem die Dinge und Veränderungen in Form von rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Gedanken zu dir. Diese Gedanken kommen fast automatisch, in dem du Wirkeinheiten in deiner Vorstellung oder deiner Umgebung aufmerksam und liebevoll betrachtest und mit ihnen zusammenlebst, Beziehungen herstellst, dich mit ihnen beschäftigst, Kommunikation in Veränderungen der Vielfalt und deinen bewussten Rückkopplungen begreifst und erlebst. Beachte jedoch: Deine rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Gedanken entstehen

auf Grund deiner momentanen, bewussten oder unbewussten Lebensbedürfnisse,

auf Grund mangelnder Rückkopplung & Aussöhnung von wichtigen Bedürfnissen bzw. Erlebnissen und Erinnerungen aus deiner Vergangenheit,

auf Grund mangelnder Rückkopplung & Aussöhnung von wichtigen Bedürfnissen, Lebensträumen bzw. Vorstellungen von deiner Zukunft

aus Grund von natürlicher Neugier, Wiedererkennungsfreude oder Gewöhnung.

 

Sich selbst, seine Erlebnisse, Erinnerungen und Sehnsüchte, alte und neue folgerichtig-rationale und emotional-assoziative Gedanken in der Vielfalt und mit den Wirkeinheiten der Umgebung wieder zu erkennen, kann sehr viel Freude bringen und ist grundsätzlich im Sinne der Ausbildung, solang du deine Freude als frei, spontan und ehrlich empfindest und erlebst. Du darfst dich über dein (Selbst)Verständnis und die Erkenntnisse bei der Anwendung des Methode-ES-Bewusstwanderzyluses beim bewussten Rückkoppeln und Aussöhnen freuen.

Nimm aber Rücksicht auf deine Mitmenschen, denn unvermitteltes Lachen (weil du gerade eine amüsante oder erfolgreiche Rückkopplung getätigt hast) kann zu folgenschweren Missverständnissen im alltäglichen Miteinander führen.

Da du im Sinne der Ausbildung überwiegend genuss- und freudebetont Rückkoppeln solltest (Orientierung an positiven, liebevollen Gedanken), kann es vor allem später beim bewusst emotional-assoziativen Rückkoppeln-Aussöhnen zur Dauerfreude oder zur subtilen Fröhlichkeit kommen. Ein Hochgefühl bzw. ekstatische Erlebnissituationen können bei der Anwendung des Methode-ES-Bewusstwanderzykluses entstehen. Der Schritt der bewusste Aussöhnung (kleiner innerer Sieg) verstärkt nämlich emotional-assoziative Gedanken der Sicherheit, Freiheit, Souveränität und fördert die Erlebnisfreude mit der Vielfalt. Es kann zu einer Selbstverstärkung der bewussten Rückkoppel-Aussöhnarbeit führen! Bist du hinter den Methode-ES-Bewusstwanderzyklus ganz intim, in deinem individuellen Alltagsleben gestiegen, dann beginnst du fast automatisch noch bewusster rückzukoppeln, intensiver aus dir heraus zu denken bzw. zu fühlen, auszusöhnen... dich auch öfter mit der bewussten EW-Arbeit dabei anzufreunden. Wenn du dann deine Umgebungssituationen aufmerksam weiterverfolgst, dann bleiben auch persönlich bedeutungsvolle, wundervolle sinnvolle Zufälle nicht aus.

Einige Mitmenschen stehen jedoch glücklichen, dauerfreudigen Nervensystemen (noch) skeptisch gegenüber (Spiegeleffekt von offener Freude und »grundlosem« Lachen). Manchen Menschen fühlen sich ausgelacht oder verunsichert, entwickeln z.B. Neid. Sammle selbst unter diesem Aspekt deine Erfahrungen im liebe- und rücksichtsvollen Umgang mit deinen Mitmenschen.

 

Prinz: Ich beachte die Wanderweisheiten und Genussdrogenregeln! Ich übe mich anfangs bewusst in der Steuerung des Freidreh- und Fokussiervorganges (siehe Schule der Aussöhnung, zweites Buch)!

Ich mache mir bewusst, welche Wirkeinheiten sich durch meine Aussöhntaten (Schlaf!, Meditation!!, Handlung!!!) verändern, denn die Anwendung des Methode-ES-Bewusstwanderzykluses hat natürlich Auswirkungen!