DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 220 - 224 E. Die Schule der Rückkopplung

E. Die Schule der Rückkopplung

Wichtige EINFÜHRUNG – Das Rückkoppel- & Aussöhnprinzip am Beispiel eines Kühlschranks erkennen – Weg & Ziel – Der Methode-ES-Bewusstwanderzyklus = Das Herzstück des Bewusstwanderns – Beispiele – der Einsatz der drei Funktionsebenen beim Bewusstwandern – Variationen

In dieser Rückkopplungsschule beschäftigst du dich zunächst folgerichtig-rational mit der bewussten Rückkopplung und Aussöhnung. Nun gilt es besonders aufmerksam zu werden und zu sein. Versuche immerwieder auf deine im Alltagsmoment auftretenden rational-folgerichtigem, emotional-assoziativen und ganzheitlich-freien Gedanken aufmerksam zu werden und nimm dir Zeit für diese Gedanken bzw. für deine Nervensystemaktivitäten. Die Schule der Aussöhnung hast du im zweiten Buch kennengelernt. Beide Schulen werden nun wesentlich für die Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken.

Im Alltag bist du dir bis jetzt vielleicht noch nicht der enormen Wirkung bzw. der Existenz der ständigen Rückkopplung & Aussöhnung bewusst. Dennoch prägt und verändert auch eine unbewusste oder halbbewusste Rückkopplung und Aussöhnung deine Vorstellungswelt, also ohne dass du dieses »ETWAS« bemerkst, ganz von selbst, jeden Tag und lebenslang. Es ist erstaunlich aber jedes Nervensystem hat nichts anderes im Kopf! Bewusst oder Unterbewusst ist jedes Nervensystem ständig am rückkoppeln und aussöhnen! Dieses »ETWAS« prägt dich und jedes andere Nervensystem ebenso ganz automatisch von Nervensystemaktivität zu Nervensystemaktivität im Alltag. Inhaltlich ist diese grundlegende Rückkoppel- & Aussöhnaktivität natürlich auch von der Entwicklungsgeschichte (unserer Art) und auch stark von der unmittelbaren Einwirkung deines Umgebungssystems abhängig. So koppelt jede biologische Art spezifisch etwas anderes zurück und söhnt sich auch artspezifisch aus.

Von deiner Zeugung bis jetzt bist du unbewusst und ursächlich auch immer wieder und in besonderem Maße von den Umgebungssystemveränderungen geprägt. Aber als Mensch kannst du dir natürlich bereits als Kleinkind »deine eigenen mehr oder weniger bewussten Gedanken machen« und deine eigenen Umgebungssituationen schaffen oder suchen.

Wie auch immer - das einfache und universale »ETWAS«, dieses »Rückkoppel-Aussöhnungsprinzip« hat sich auch dein Nervensystem in all der Vielfalt und Veränderlichkeit des Umgebungssystems zu nutze gemacht. Es war und ist eben erfolgreich auf besonders bedeutungsvolle Wirkungsänderungen in der Umgebung zu reagieren. Dies ist das Wesen von Nervensystemen. Man muss sich so zum Beispiel nicht ständig anfressen, treten, ausnutzen oder missbrauchen lassen.

 

Die Reaktion auf eine Veränderung sollte erfolgreich wirkungsvoll und bestenfalls minimal (gefühlvoll, angemessen, energiesparend) sein.

 

Die Reaktion sollte »situationsausgleichend« sein, das Umgebungssystem nicht stärker beeinflussen als nötig bzw. nicht selbstzerstörerisch zurückwirken.

 

Aber dazu muss die Körperzellengesamtheit, speziell das Nervensystem und seine Sinneszellen ausreichend sensibel sein. Sensibel allein ist wiederum nicht nur positiv. Es muss auch spezifisch bzw. konzentriert rückkoppeln und aussöhnen können und es muss sich gewöhnen und lernen können, damit es nicht ständig »nerven« muss und bei der ganzen »Nerverei« das existentiell Wesentliche im Alltagsmoment doch nicht bemerkt.

Es ist letztlich für Lebewesen mit Nervensystem immer noch so erfolgreich wie vor mehreren Millionen Jahren, es ist erfolgreich im Alltagsmoment besonders aktive neuronale Wirkeinheiten effektiv und möglichst schnell deaktivieren bzw. aussöhnen zu können. Ausgesöhnt bist du wieder für wesentliche, momentane Veränderungen deiner Umgebung empfänglich, denn alles ist im ständigen Fluss und du musst dem Lebensmoment über die Zeit irgendwie folgen können.

Es ist dir erst einmal nicht bewusst, aber rund um die Uhr tust du unbewusst »rückkoppeln und aussöhnen«. Bei allen höheren Tieren mit Nervensystem ist dieses »ETWAS« auch zu beobachten. Die unbewusste Rückkoppel-Aussöhnungsarbeit bei Mensch und Tier hat sogar oft Vorteile. Ein entscheidender Vorteil ist die Schnelligkeit. Im extremsten Fall (z.B. beim Reflex) passiert die unbewusste Rückkoppel-Aussöhnungsarbeit unmittelbar.

Den Menschen erkennt man an dem Merkmal, dass er in sich die Fähigkeit zur bewussten, freiwilligen Rückkopplung und Aussöhnung trägt. Der Mensch kann sein Wesen, dieses »ETWAS« in seiner Grundsätzlichkeit erkennen und somit sein Verhalten, seine frühere Prägung, sein Leben, sein »Schicksal« in einer besonderen Freiheit selbst beeinflussen und steuern. Bis in diese Tage war und ist es den meisten Menschen jedoch nicht möglich dieses wesentliche »ETWAS« abschließend und befriedigend im Umgebungssystemalltag für sich zu erkennen und immer wieder Situations- & Selbstbewusst anzuwenden.

 

Es geht in der Schule der Rückkopplung um die bewusste Rückkopplung und Aussöhnung.

 

Mit der bewussten Rückkopplung lässt du im Wesentlichen die »Momentkatze« bewusst aus dem Sack der gleichberechtigten, momentanen, inneren und äußeren Vielfalt. Während der Rückkopplung nimmst du ein Stück der rational-folgerichtig oder emotional-assoziativ wahrgenommenen Vielfalt zurück und nimmst es dir bewusst vor. Rückkopplung ist ein »Sich-bewusst-werden«, ist ein Bewusstwerdungsprozess von Moment zu Moment. Am Anfang der »bewussten Rückkoppelpraxis« stellst du dir praktisch immer wieder die rational-folgerichtige Frage:

 

Was habe ich gerade für rational-folgerichtige bzw. emotional-assoziative Gedanken? Was geht mir gerade durch den Kopf und warum geht es mir gerade durch den Kopf?

 

Bewusste Rückkopplung ist die Fähigkeit, bewusst mit Hilfe der kleinen und großen Metawerkzeugarbeit, eigene unmittelbare Nervensystemaktivitäten »aus sich selbst herauszuführen und mit anderen neuronalen Wirkeinheiten zum Zwecke einer späteren Aussöhnung rational-folgerichtig, emotional-assoziativ bzw. ganzheitlich-frei zu verbinden.

Dabei bestimmst du, ob das Stück Vielfalt von besonderer Bedeutung für dein Leben während der Ausbildung, bzw. danach ist. Im besten Fall erkennst du jeden bewusst rückgekoppelten rational-folgerichtigen, emotional-assoziativen bzw. ganzheitlich-freien Gedanken als Bestandteil deines wertvollen, individuellen, bewussten, menschlichen Lebens und wichtigen Bestandteil deiner Ausbildung und freust dich schon deshalb grundsätzlich darüber, dass du diesen momentanen Gedanken bewusst rückkoppelst und erlebst! Nach dieser bewussten, universalen und vernünftigen »Grundlebensfreude über dein bewusstes Sein mit der Vielfalt im Moment« kannst du dich dann immer noch über den bewusst rückgekoppelten Gedanken ärgern, falls er sich dir in deiner weiteren Bewertung bzw. Rückkopplung als negativ darstellen sollte! Der bewussten Rückkopplung (Herausführung, Überprüfung bzw. Bewertung) sollte immer auch die bewusste Aussöhnung folgen.

 

Die bewusste Aussöhnung stopft die Katze wieder bewusst zurück in den Sack der Vielfalt. Wenn du etwas besonders Bedeutsames erkannt hast, entscheidest du dich für eine liebevolle bzw. positive Aussöhnungsvariante. Bewusst ausgesöhnt wird immer durch Schlaf oder/ und Meditationsarbeit oder/ und Handlung (siehe auch Schule der Aussöhnung, zweites Buch).

 

Das herauszuführende und auszusöhnende Stück Vielfalt, ist für dich in der Rückkoppel-Aussöhn-Praxis immer ein eigener rational-folgerichtiger bzw. emotional-assoziativer Gedanke!

 

Die Freude über eine erfolgreiche Rückkopplung und Aussöhnung (eine Art Lebensfreude des Bewusstseins) kann die Aussöhnarbeit bzw. die Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken enorm unterstützen und beschleunigen!

 

Hinweis: Besonders anspruchsvoll ist die Rückkoppel-Aussöhn-Praxis natürlich bei bewusst oder unbewusst verstärkter Umschaltarbeit (siehe auch Metawerkzeugeinsatz, bzw. Freidrehvorgang). Aber auch anspruchsvollere bewusstere Rückkopplungen & Aussöhnungen in lebendigen Umgebungssystemsituationen oder in intensiveren, emotionalen Situationen sind natürlich machbar, lernbar, können bald als leicht und positiv empfunden werden.

 

Solange wird ausgesöhnt bzw. (heraus)geschlafen, (heraus)meditiert, (heraus)reagiert bzw. (heraus)gehandelt und bestenfalls herausgelacht bis nichts mehr von besonderer Bedeutung scheint und das rückgekoppelte bzw. vorgehaltene Stück Vielfalt wieder von dir in die restliche Vielfalt zurückgetan werden kann. So hast du dich mit dem vorgehaltenen Stück Vielfalt ausgesöhnt und bist zufrieden. Deine Zufriedenheit hat dabei innerlich und äußerlich zugenommen.

Dein Nervensystem ist wieder ausgesöhnt und aufmerksam und so für neue innere oder äußere Eindrücke bzw. Aktivierungen bereit. Nun hast du wieder Zeit und eine gewisse Freiheit... bis du einen neuen, besonderen rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Gedanken bewusst rückkoppelst. Du kannst dich dann diesem Widmen und dich mit diesem aussöhnen und ihn so bewusst wieder in die ausgesöhnte Vielfalt zurücktun. Kurzum, du kannst dich über das bewusste Rückkoppeln-Aussöhnen mit deiner rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedankenvielfalt bzw. mit deiner Umgebungsvielfalt aussöhnen. Du kannst dich immer und immer wieder bewusst befreien.

Die Katze wieder in den Sack der Vielfalt stecken, die Aussöhnung, das sinnvolle Zurücksetzen der rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken, ist in der Praxis mit einer Zunahme an eigens und bewusst ausgesöhnter Vielfalt und einer Zunahme an eigener Denkfreiheit, Sicherheit und Selbstvertrauen, eben mit Selbstzunahme in vielerlei Hinsicht verbunden (innere Gelassenheit und innerer Reichtum).

Durch die Aussöhnaktionen veränderst du deine Beziehungen zu deiner Umgebung, du lebst dich (Aussöhntat für Aussöhntat) bewusster in deine Umgebung ein bzw. arrangierst dich mit den unmittelbaren Umgebungsveränderungen. Dies ist deiner bewussten Rückkoppel-Aussöhnarbeit zu verdanken, ohne die das ganzheitlich-freie Denken im Alltag nicht entdeckt und erschlossen werden kann!

Vielleicht wird dir nun deutlich, warum dein Nervensystem so gerne »Rückkoppeln-Aussöhnen spielt«. Ein möglicher Grund: Es will seinen Systemfrieden, Energie sparen und seine Nerven schonen, frei und reaktions-, aktionsbereit bleiben, sensibel bleiben. Aber es will auch gleichzeitig mit seiner Umgebungswirklichkeit verbunden bleiben, denn ohne sie ist es auf Dauer verloren und ohne Energie zur Erhaltung der Lebensfunktionen.

In dem sich in der Umgebung alltägliche Verbindlichkeiten verändern, und diese sozusagen »ununterbrochen nerven«, kann/ muss/ darf dein Nervensystem diese aktivierten Nerven in deinem Sinne immer wieder aussöhnen. So erhältst und erneuerst du die lebenswichtigen Verbindungen mit deiner Umgebung und bleibst lebendig im Fluss der Vielfalt und Veränderung.

Bei der bewussten Rückkopplung (Herausführung, Überprüfung bzw. Bewertung) entstehen Erkenntnisse, passende Sinnzusammenhänge, sich verbindende Gedankengänge oder stimmige und sich weitende emotional-assoziative Gedanken. Bald entsteht auch ein besonderes (Selbst)Vertrauen bzw. (Selbst)Bewusstsein, dass sich ganz natürlich und selbstverständlich auf die Existenz und Wirksamkeit deiner bewussten Rückkopplung und Aussöhnung begründet.

 

Du kannst bei rational-folgerichtigen Gedanken (z.B. bei Namen, einfachen Begrifflichkeiten, Dingeigenschaften), die dir beim handfesten Umgang mit Wirkeinheiten deiner Umgebung kommen, mit dem »bewussten Rückkoppeln-Aussöhnen« anfangen. Bei längeren Gedankengängen, Sinnzusammenhängen, abstrakten Begrifflichkeiten, Prozessen, Vorgängen, Theorien, Gesetzmäßigkeiten kannst du mit »Rückkoppeln-Aussöhnen« weitermachen.

Anspruchsvoller wird dann die bewusste Rückkopplung und Aussöhnung von Alltagsaktivitäten, ganzheitlicheren Vorstellungen, Phantasiegedanken, Erinnerungen, Visionen, emotional-assoziativen Gedanken, die dir bei der Meditation oder im Alltagsmoment mit deiner Umgebung kommen.

Mit der bewussten Rückkopplung und Aussöhnung von besonders »intimen« und existentiell bedeutsamen rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken (z.B. während intensiverer zwischenmenschlicher Erlebnisse, bei Gesprächen und anderen spannenden Kommunikationsereignissen, im Streit, auf Arbeit, im Familienalltag) kannst du dann die letzte hohe Hürde der bewussten Rückkopplungs-Aussöhnungspraxis nehmen und bald auch sinnvollen Zufälle rückkoppeln und aussöhnen.

 

Wie bei Menschennamen auch, verbirgt sich hinter dem Namen »bewusste Rückkopplung & Aussöhnung« eine unvorstellbare Lebensvielfalt. Der Name für eine solche Vielfalt dient deinem Rationalwerkzeug nun als erster Orientierungspunkt, als Anhaltspunkt im Text, als ein Begriff, ein Wort, eine »Zeichen-, Geräusch- bzw. Begiffshülse«, die sich mit anderen »Begriffshülsen« verbinden lässt. Die »Begriffshülse Rückkopplung und Aussöhnung« füllst und schmückst du ab nun mit all deinen bewussten Erlebnissen, Erfahrungen, rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken.

 

Willst du dir das grundlegende Arbeitsprinzip deines Nervensystems mit dem Namen »Rückkopplung & Aussöhnung« bewusst zum Freunde machen und mit deinen persönlichen Erlebnissen in Verbindung bringen und füllen, wirst du mit der »bewussten Rückkopplung & Aussöhnung« ganz einfach etwas Zeit verbringen (müssen). Freundschaften leben und entstehen durch gemeinsame Erlebnisse und können dann lebenslang und in tiefer Vertrautheit Bestand haben! Aller Anfang ist ungewohnt, aber die »bewusste Rückkopplung & Aussöhnung« wird sehr schnell effektiver, »leichter« und selbstverständlicher.

 

In der Praxis wirst du immer bewusst oder unbewusst einen Teil deiner eigenen Vorstellungswelt rückkoppeln und auf besondere Bedeutung überprüfen. Ein gewaltiger Unterschied liegt jedoch zwischen bewusster und unbewusster Rückkopplung und Aussöhnung. Es macht einen Unterschied, ob du bewusst oder unbewusst über deine Sinne und deinem Körper mit der Wirkeinheit »Umgebung« verbunden bist! Wie viele Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten, Kriege und Fehlurteile auf diesen Unterschied zurückzuführen sind? Schon aus diesem Grund wird die bewusste Rückkopplung und Aussöhnung mit Vor- und Zunamen und ganz bewusst in jeden seriösen Lehrplan eines Bildungssystems der Gegenwart aufzunehmen sein!

 

Noch mal das Wesentliche für die Ausbildung: Welcher Teil deiner Vorstellungswelt besonders aktiv ist, wird einerseits von den unmittelbaren Umweltveränderungen bestimmt, die über deine Sinnesorgane auf dein Nervensystem wirken. Andererseits kann von dir selbst der Teil deiner Vorstellungswelt bestimmt werden, der rückgekoppelt und ausgesöhnt werden soll, wie es beim Meditieren, Nachdenken, Fantasieren, Planen, Vorstellen der Fall ist.

Liebevoll und mit deiner bewussten MW-Arbeit kannst du erreichen, dass sehr viele aktivierte neuronale Wirkeinheiten bewusst und wirkungsvoll, rückgekoppelt, miteinander positiv verbunden bzw. positiv ausgesöhnt werden.

 

Welchen Teil deiner Erlebnis- & Vorstellungswelt du dir bewusst rückkoppelst, bestimmt deine unmittelbare, momentane Lebenssituation oder/und du ganz bewusst selbst.

 

Vor dem Ausbildungsziel bzw. für die Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken sind alle im Moment entstehenden folgerichtig-rationalen und emotional-assoziativen Gedanken grundsätzlich gleichberechtigt und bedeutsam, egal wie sie entstanden sind. Alle Situationen gleichberechtigt! Erst die Bewusstseinsarbeit beim Rückkoppeln und Aussöhnen verknüpft und wertet die Gedankeninhalte zielgerichtet und subjektiv. Es ist ganz konkret immer auch dein folgerichtig-rationaler Gedanke oder ein emotional-assoziativer Gedanke, welcher dir im Alltagsleben, bei der Arbeit oder bei der Meditation momentan durch den Kopf geht und den du dir dann selbst vorhalten und auf Bedeutung für dein Leben überprüfen solltest, bewerten solltest und schließlich selbstbewusst aussöhnen solltest. Das hast du bis jetzt schon mehrere Millionen Mal, ganz von allein, mehr oder weniger unbewusst so gemacht. Wenn nicht – würdest du jetzt gerade noch alle deine folgerichtig-rationalen und emotional-assoziativen Gedanken deiner Vergangenheit denken, empfinden bzw. erleben! Eine fast schon bedrohliche Vorstellung und »Nerverei« ohne Ende.

Lass dich also beim bewussten Rückkoppeln und Aussöhnen nicht aus der Ruhe bringen. Nichts überbewerten, nichts überstürzen! Und gehe mit jedem rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken erst gleichberechtigt und dann subjektiv um. Diese Einstellung überträgt sich dann auch automatisch auf deine grundsätzliche Einstellung zu den Wirkeinheiten der Vielfalt vor deiner Nase. An dieser Stelle kannst du auch noch mal das Entstehungs- und Verbindungsprinzip rückkoppeln und aussöhnen (siehe erstes Buch).

Du gehst z.B. von deiner Geburt bis zum dritten Ausbildungsabschnitt zunehmend bewusst auch ein Stück der geistigen Entwicklungsgeschichte unserer Vorfahren und Gesellschaften seit der Urzeit bis heute. Und bald wirst du auch den »durchschnittlichen Bewusstseinszustand« unserer heutigen, global wirksamen Gesellschaft weiter verschieben. Es reicht dazu dein individuelles und bewussteres Rückkoppeln und Aussöhnen im Alltag und die liebevolle Weitergabe deiner Erfahrungen mit dem bewussten Rückkoppeln und Aussöhnen an deine Nachkommen.

Der Gesellschaftscharakter wird sich hin zu einem gleichberechtigteren, bewussteren, individuell freieren Umgang mit rational-folgerichtigen, emotional-assoziativen, ganzheitlich-freien Gedanken im Alltag verschieben. Wir leben immer noch in einer Zeit der (Selbst)Aufklärung und Entdeckung. Von tierischen Affenmenschen, über die Menschen der Steinzeit... bis zu den Griechen, bis zum Mittelalter, der Aufklärung entwickelt sich unverkennbar das Bewusstsein des Menschen für sich und seine Umgebung. Wir ziehen weiter die Schleier vor der Vielfalt auf, bringen bewusst Licht ins Dunkel der unbewussten Vielfalt und suchen bewusst oder unbewusster bzw. ganz natürlich eine Zusammenführung der Vielfalt, eine Erkenntnis mit der sich entspannt, glücklich und erfüllt leben lässt.

Unverkennbar verschmelzen wir im Tode deutlich mit unserem Umgebungssystem bzw. mit dem »Vater und der Mutter unseres Bewusstseins«, bleiben so im ganzheitlichen Sinne mit der Vielfalt und Veränderung eins und haben bestenfalls unser ganzheitlich-freies Bewusstsein liebevoll weitergegeben.

 

Sich mit Wirkeinheit zu verbinden, sich in die Vielfalt hineinzu(ver)setzen und dabei deine eigenen aufkommenden rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken bewusst für dich rückzukoppeln und auszusöhnen, kann sehr lebenswert, bereichernd und zauberhaft sein.

 

König: Und mach dir keine Sorgen, denn jeder besonders sinnige, bedeutungsvolle oder unstimmige Aspekt der Vielfalt wird dich ab nun in der Ausbildungspraxis, auf der Wanderung hin zum ganzheitlich-freien Denken, noch besonders beschäftigen.

Bewusst geht’s weiter und aufmerksam. Auf geht’s! Söhne geduldig und immer wieder die geliebten rational-folgerichtigen Gedanken aus, um die Vielfalt der emotional-assoziativen Gedanken und deren König - die Liebe - zu entdecken. Auf geht’s, söhne auch die emotional-assoziativen Gedanken mit aller Lebendigkeit und mit Liebe zu dir und deiner Umgebung aus, um der ganzheitlich-freien Gedanken willen.

Lerne deine äußere und innere Vielfalt kennen und lass diese Vielfalt durch deine liebevollen Aussöhntaten dein Innerland formen. Du kannst so individuell deine positive, wirkungsvolle Ganzheit um uns und in uns kennen lernen.

Prinz: Die Frage ist wie?

König: Du nutzt die natürliche»Nervensytem-Umgebungssystem-Interaktionsmethode« bewusst. Du durchläufst den so genannten »Methode-ES-Bewusstwanderzyklus« so oft wie du kannst im Alltagsmoment!