DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 191 - 192 Das Auswahlprinzip und das Erlebnisprinzip

Das Auswahlprinzip & das Erlebnisprinzip

 

Prinz: Meine positiven emotional-assoziativen Gedanken zeigen mir den Weg. An den Grenzen bring’ ich den rational-folgerichtigen Verstand mit ein! Schon hüpft voraus die Neugier und das Glück will im Moment zuhause sein.

 

Neugierig zu sein steckt schon im Kleinkindnervensystem. Kinder beherzigen die erste Zeile vom Auswahlprinzip mustergültig und leben es, wenn es ihr Umfeld zulässt und Mama und Papa genügend Sicherheit vermitteln auch aus. Nun ist Kleinkindgehirn nicht gleich Erwachsenengehirn. Kinder lernen vieles durch unbewusstes, vertrauensvolles Nachahmen und in der verspielten Wiederholung. Unter anderem deshalb lernen kleine Kinder so schnell. Erwachsene lernen mit zunehmendem Alter schwerer und kritischer. Dennoch finde wir in unseren Kindern echte Vorbilder, hier können wir bewusst abgucken, was für eine Lernatmosphäre dem Gehirn behagt. Demnach ist auch auf deiner Ausbildungs- und Erlebniswanderung durch die Vielfalt folgendes für dein Nervensystem und deine Körpereinheit günstig:

 

Achte auf deine Sicherheit und bzw. körperliche Behaglichkeit (Wohlfühlaspekt); Achte auf Neuigkeiten und Abwechslung (Veränderungsaspekt);

In einer so genannten »gelösten Entdeckeratmosphäre« und bei abwechslungsreicher Umwelt wird in deinem Gehirn neuronal verbunden und kopiert was das Zeug hält.

 

Hungrig und müde lässt sich nicht gut auf Entdeckungsreise gehen. Wenn du dann ausgeschlafen bist und es dir wohl ist, dann zeigen dir deine guten emotional-assoziativen Gedanken wo deine Entdeckungsreise beginnen könnte. Wenn du ihnen folgst umgibst du dich automatisch mit bekannter Vielfalt, die du so ähnlich schon kennst (auch gute emotional-assoziative Gedanken bzw. bewusste Emotionen entstehen nicht von allein). Dein »Bauchgefühl« zeigt dir also meistens von allein ein bekanntes Umfeld, das Spielereien begünstigt und positive Entdeckungen eher zulässt.

Du beginnst mit Bekanntem und spielst dich zum Neuen vor. Jede neue Entdeckung ein schöner Erfolg für dich und dein Nervensystem.

Aber es geht noch weiter: Bist du nett zu dir und deinem Gehirn, so bringt dich die Neugier, Abenteuerlust und die Spielerei hin und wieder an eine natürliche Grenze. »Aus Spiel wir Ernst« – steckt da dahinter. Hier gilt es, jedes Mal bewusst vorher halt zu machen und ganz vorsichtig besonnen und mit Respekt auszukundschaften, wann, wo und wie die »Welt des Schmerzes« beginnt.

Das kannst du lernen. Irgendwann wird eine Grenzerfahrung schmerzhaft für dich und andere. Dann sollte »Ende-Gelände« für dich sein, du solltest negative, emotional-assoziative Gedanken nicht provozieren. Ein günstiger Zeitpunkt, um sich noch mit Genuss einem anderen Teil der lebendigen, weniger gefährlichen Vielfalt zu widmen.

Du solltest jedoch nicht allzu ängstlich sein, denn Grenzerfahrungen sind wertvoll, wenn du lieb genug bist, sie nicht zu weit zu überschreiten. An der Grenze erkennst du die Form! Das gilt auch für deine körperlichen und geistigen Fähigkeiten. An den Grenzen lernst du dich und deine Umgebung besonders gut kennen. Gebrauche bewusst dein MW!

Nur ein wenig die Richtung geändert – und die nächste verspielte positive Abenteuerwanderung durch die Vielfalt steht auf dem Programm. Es gilt also, viele neue Verbindungen in deiner Umgebung zu entdecken und auszutesten, zu lösen und zu versuchen sie wieder zu verknüpfen. Dabei so munter und bewusst wie möglich zu beobachten was passiert, das könnte deine Hauptaufgabe mit und in der Vielfalt auf dem zweiten Ausbildungsschritt werden.

Es gilt die Wirkungen, innerhalb der Vielfalt, verspielt mit allen Sinne zu begreifen und zu erfahren. Wenn du dich dabei wie ein frisch eingeflogenes Alien bei seiner Entdeckungsmission fühlst, ist alles bestens. Lerne wieder zu staunen auf dem zweiten Abschnitt deiner Ausbildung. Du nimmst alles mit und fährst das volle Erlebnisprogramm auf dieser planetarischen Absteige »Zum Blauen Planet der lebendigen Vielfalt«.

Schmerzliche Erlebnisse verhindern auch, natürliche Grenzen nicht zu weit zu überschreiten. Schmerzliche Erlebnisse helfen dir die guten Erlebnisse als solche zu erkennen und können in diesem Sinne positive Erfahrungen sein und sollten ebenso ausgesöhnt werden. Hör auf deinen Schmerz, auch wenn alle Welt bzw. Menschen um dich herum taub zu sein scheinen und es cool finden sich hinzurichten. Nur ein Pferd, das getrieben wird und nicht auf sein Innerstes hören darf, stirbt an Erschöpfung! Auch dein Wille, gesellschaftlichen Normen zu entsprechen, kann dich hinrichten. Wer hilft dir, wenn du Magenkrebs oder Bandscheibenvorfall hast?! Wem kannst du vertrauen, wenn du nur oberflächliche Freundschaften hast?

Noch ein Aspekt wird wichtig während der kleinen Erlebniswanderungen. Jede entdeckte und mit deinen Sinnesorganen »aufgenommene« Neuigkeit bzw. Verbindungsänderung oder Beziehung in deiner Umgebung kannst du auch bewusst aussöhnen. Besonders wenn du merkst, dass sie dich besonders beschäftigt. Das Einfachste ist ihr Vorhandensein zu überdenken, genüsslich zu akzeptieren und wieder »von ihr zu lassen«.

Du hast dich mit der jeweiligen Wirkeinheit oder Wirkungsbeziehung deiner Umgebung beschäftigt, hast ihre Wirksamkeit erlebt und nun solltest du auf dich selbst vertrauen. Alles was du einmal bewusst erlebt oder »kapiert« hast, »kopiert« dein Nervensystem auch wirkungsvoll. Auch wenn du dich später nicht aus dem Kopf folgerichtig-rational an Details erinnern kannst, braucht dich das nicht zu beunruhigen. Wenn es darauf ankommt, wird dich dein Nervensystem mit seiner Kopie nicht im Stich lassen und ähnliche Beziehungen wiedererkennen und nutzen können. Andernfalls werden dich deine unausgesöhnten und isolierten Erlebnisse, dein Detailwissen und deine Erkenntnisse nicht mehr in Ruhe leben, schlafen und genießen lassen und ins Unglück bzw. in die rational-folgerichtige »Verrücktheit« stürzen.

Vertraue auf dein Nervensystem und auch auf deine emotional-assoziativen Fähigkeiten und lass dich nicht von Detailhaien und folgerichtig-rational denkenden Menschen aus der lebendigen Ruhe bringen.

Der ganzheitlich-freie Moment wird, ist und bleibt der beste Ort, um nachhaltig für den Nächsten zu sorgen, zum Beispiel mit positiven und konstruktiven Gedanken oder kooperativ bzw. gemeinschaftlich ausgesöhnten Erlebnissen.

Die kleinen Erlebniswanderungen durch die Vielfalt bereiten das ganzheitlich-freie Denken und Leben vor, du solltest sie also auch in Gemeinschaft mit anderen Menschen durchführen. Wenn das nicht immer möglich ist, dann ist das kein Problem.