DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 185____3. Wegeinheit, Start, Weisheiten, Sprüche

Start zur 3. Wegeinheit, Weisheiten, Sprüche

Willkommen im Waldland der Erfahrung und Weisheit. Hier wirst du klaren Silberquell und wahre Köstlichkeiten finden. Leckerbissen, in welchen du die ganze Weisheit vergangener Jahrtausende erschmecken.

Weisheiten können Wegproviant und Stärkung in kargen Gegenden sein. Und Weisheiten gibt es – wie leuchtendes Gestein – und können dir Licht spenden, wenn alles in Finsternis gehüllt.

Sie sind in Folgendem niedergeschrieben, warten geduldig, voller Schönheit, Einfachheit, Demut und Stärke auf dich und auch wenn du jetzt keinen rechten Appetit verspürst oder ihren Glanz übersiehst oder in ihnen die Narrheit wähnst – wirst du dich nicht scheuen, voller Genuss und Schabernack immer und immer wieder, mit keckem Finger und der goldenen Sichel der Liebe, von diesen Früchten zu naschen.

Leichter als eine Feder und gerade einmal so schwer wie ein Gedanke, sind die Wanderweisheiten das ideale Wandergepäck für eine Ausbildungswanderung durch die Wildnis der Vielfalt. Sie schützen dich, wo immer du auch herumstrolchst.

Wenn du nicht alle aktiv im Kopf hast oder wenn sie dir dennoch zu schwer erscheinen (vielleicht gerade weil sie so leicht sind), ist das kein Problem. Das Waldland der Weisheit hat keine besonderen Öffnungszeiten und die Wanderweisheiten findest du da noch lange Zeit fettfruchtig und in voller Schönheit an den Bäumen hängen.

 

Benötigte Ausrüstung: Bei aller Freude und Neugier - immer eine Prise Demut vor den Menschen und Respekt vor der Vielfalt der Erscheinungen.

Die 1+7 Wanderweisheiten

Oberste Wanderweisheit: Wandere zu deinem höchsten momentanen Ziel und auf deinem Weg wird sich alles Wesentliche finden.

Auf den Wanderungen in und mit jedem lebendigen, veränderlichen, vielfältigen System wirst du die Gültigkeit dieser Wanderweisheit erfahren können. Die enorme Bedeutung des Zieles wird später noch ausführlicher, im Zusammenhang mit bewusster Rückkopplung und Aussöhnung behandelt.

 

Wanderweisheit Nummer 1: Es geht weiter!

Es gibt immer einen nächsten Schritt, eine nächste wirkungsvolle Verbindung oder eine nächste Wirkeinheit! Diese Wanderweisheit wurde bis zum heutigen Tage zwar nur von lebendigen Wandergurus überliefert und weitergegeben, aber sie hat bisher ihren milliardenfachen Schimmer nicht verloren. Es lässt sich also immer ein kleines offenes Türchen finden.

 

Wanderweisheit Nummer 2: Lieb wandert weiter!

Das heißt für den Wanderanfänger erst einmal: Sei lieb zu dir selbst! Denn wenn du dich unwohl fühlst, krank oder müde, weil du nicht lieb zu dir selber und deinem Körper gewesen bist, wird dein Weg ein Horrortrip, der länger und länger wird. Jeder ungute emotional-assoziativer Gedanke wird dich von deinem Ziel ablenken oder bei der Vereinigung stören. Besonders bei der Ausbildung der ganzheitlich-freien Arbeitsweise deines Gehirns (Metawerkzeugarbeit) verhindern harte, fokussierende, stark abgrenzende rational-folgerichtige oder emotional-assoziative Gedanken (vor allem Angst, Unwohlsein, Zorn, Hass, Schmerzen, Süchte) deinen Ausbildungserfolg. Denn auch in deinem Gehirn gilt: Was sich abgrenzt, kann nicht verbunden werden. Schmerzen zum Beispiel können die ganzheitliche Arbeitsweise deines Gehirns bzw. die effektive Metawerkzeugarbeit extrem stören oder unterbrechen. Erst wenn du dich wohl fühlst, sich ein »Zuhausegefühl« eingestellt hat, du gelöst und entspannt bist, du dich ungezwungen geben kannst, wird es auch ein effektiver und lebenswerter Ausbildungsschritt. Wenn du schon mal versucht hast mit Kopfschmerzen zu lernen, dann weißt du was gemeint ist und wo der Hase läuft oder eben nicht. Dein Nervensystem ist also während der Ausbildungsphase empfindlich gegenüber unangenehmen Störungen und kann stark abgrenzende Gedanken nicht ab.

Es sich in verschiedenen Ausbildungssituationen gemütlich zu machen, zu sich selber lieb zu sein – bedarf einiger Übung und ist eines der schwierigsten Aufgaben während der Ausbildung. Das gilt besonders, wenn du das erste Mal den süßen Duft des ganzheitlich-freien Denkens geschnuppert hast. Das ist aber nur ein kleiner, wenn auch nicht unwichtiger Schimmer dieser hell strahlenden Wanderweisheit.

Liebe ist ein sich öffnender, umgangreicher werdender, emotional-assoziativer Gedanke, der dein Leben durch die kleine MW-Arbeit sehr flexibel, verspiel und leicht werden lässt. Dabei werden effektiv viele neue Verbindungen zwischen den neuronalen Wirkeinheiten des Nervensystems hergestellt.

Der emotional-assoziative Gedanke der Liebe beginnt zu wachsen. Liebe setzt an die Stelle des Zweifels das Vertrauen in die wirkungsvollen Verbindungen mit Wirkeinheit der Umgebung, eröffnet verspielt neue Möglichkeiten, ermöglicht neue wirkungsvolle Verbindungen einzugehen und ist so der positiven Verbindung, Verschmelzung und Vereinigung mit dem Alltagsmoment förderlich.

Es entwickelt sich eine sensible, gelöste, freiwillige Vereinigungsstimmung. Die Liebe zu deiner Umgebung, zu ihrer Vielfalt und Veränderung ist ein entscheidender Ausbildungsbeschleuniger.

 

Wanderweisheit Nummer 3: Einfach wandert weiter!

Die Wanderweisheit hat viele Gesichter und spricht viele Sprachen. Hast du alle übersehen oder überhört und in den Wind geschlagen, spricht sie zum Schluss durch Schmerz deutlicher zu dir und wenn nichts mehr hilft – sie kann dich aus der Not bringen. Wenn dir die Vielfalt das Wandern erschwert oder sie dir den Weg zum Glück zu versperren scheint. Achte auf eine einfache und momentbewusste Lebensführung.

 

Wanderweisheit Nummer 4: Verspielt wandert weiter!

Diese Weisheit steckt im Kinde. Wer sie noch mal bewusst wiederentdeckt, der wird wie ein munterer Frühlingswind beschwingt bis zum Ausbildungsziel dahinspazieren und die Ausbildungszeit noch lange in verschmitzter Erinnerung behalten. Die »Verspieltweisheit« ist eine Verwandte von »Lieb wandert weiter«, jedenfalls für dein Nervensystem. Hier geht es auch um eine positive, gelöste, eben verspielte Ausbildungsatmosphäre und das Vermeiden jeglichen »Denkkrampfes«.

 

Wanderweisheit Nummer 5: Geduld wandert weiter!

Eine der mächtigsten Wanderweisheiten und der Wanderstab des Wanderers. Wer ihn mit im Wandergepäck hat darf sich glücklich schätzen. Wie viel unnötige Zeit, Geld, Energie, Ärger, Leid und Unannehmlichkeiten er dir vom Halse halten kann, wirst du bald selbst herausfinden. In dieser Weisheit steckt jedoch mehr als ein ganzes Buch mit Hinweistexten fassen könnte. Das ist ein Grund weshalb hier gar nichts weiter dazu geschrieben steht. Außer: Auch deine Körpereinheit und dein soziales Umfeld benötigt Zeit zur Anpassung an neue Umweltsituationen, an den Wandel deiner Persönlichkeit und zum Herstellen und Lösen wirkungsvoller neuronaler Verbindungen. Hab also Geduld mit deiner Körpereinheit und mit deinen Mitmenschen.

 

Wanderweisheit Nummer 6: Die Rast gehört zum Wandern!

Der kleine Bruder von Nummer 5. Das kleine Sätzchen hat es in sich. Weniger in Situationen nervlicher und körperlicher Erschöpfung wird dir die Weisheit offenbar, denn dann ist sowieso die Rast nicht weit – vielmehr in Situationen großer überschwänglicher Freude, besten Gelingens und anderen intensiven Momenten und in der Ekstase kann dir die Weisheit von der Rast den Moment versüßen und verlängern und die Ausbildungszeit verkürzen.

 

Wanderweisheit Nummer 7: Nichts überbewerten!

Wenn du die erste und diese Weisheit im Rucksack hast, ist das für den Anfang Weisheit genug und diese beiden Weisheiten können dich vielleicht bis zur vollständigen Ausbildung deiner ganzheitlich-freien Denkfähigkeit bringen. Dieses kurze Sätzchen ist sozusagen dein »neuronales Lösungsmittel«, aber auch das solltest du nicht überbewerten.

 

Hier noch mal die ganze Auswahl:

Oberste Wanderweisheit: Orientiere dich an deinem höchsten Ziel und auf deinem Weg werden sich genug offene Türchen finden!

 

Wanderweisheit Nummer 1: Es geht immer weiter!

Wanderweisheit Nummer 2: Lieb wandert weiter!

Wanderweisheit Nummer 3: Einfach wandert weiter!

Wanderweisheit Nummer 4: Verspielt wandert weiter!

Wanderweisheit Nummer 5: Geduld wandert weiter!

Wanderweisheit Nummer 6: Die Rast gehört zum Wandern!

Wanderweisheit Nummer 7: Nichts überbewerten!

Einige Sprüche

Die Form erkennst du an den Grenzen.

 

Such stetig Neues. Auch im Alten.

Lass dich vom Moment gestalten.

In Tat, Gedanken, Emotionen

wird Wirkung, Glück und Wahrheit wohnen.

 

Was du für dich willst – trennt dich von andern!

 

Lebendigen Frieden und Lösung findest du in der Veränderung,

wenn du vorbehaltlos geben und nehmen kannst, weil du weißt und fühlst, dass die Vielfalt ständig mit und in dir ist.

 

Man wandere im Lichte und ruhe im Dunkel,

des Nachts nur verspielt und unter Sternengefunkel.

Mit Angst wandere nie!

 

Die Rast enthüllet was des Wanderers Begehr.

 

Lebendige Liebe löst und knüpft Verbindungen,

um sich und anderen

lebendigen Frieden zugänglicher zu machen und zu ermöglichen.

 

Sehnsucht, Depression, Manie...

Sind komplexe, emotional-assoziative Fragen,

die sich mit rational-folgerichtigen Gedanken

und Worten nur unbefriedigend beantworten lassen.

 

Der nächste stille, verspielte, kleine Schritt

ist schlauer als tausend weise Worte oder sorgenvolle Hinweise.

Der Moment hat alles – was für den nächsten Moment wichtig ist.

 

Positiv Reden – ist Silber,

Positiv Denken und Fühlen – ist Gold.

Positiv Rückkoppeln und Aussöhnen – trägt das Glück!

 

Umweltreize schwingen und klingen durch das Nervensystem, Getränke und Speisen durch die Gedärme.

Verbindungen herstellen und Verbindungen lösen – ohne zögern fließen lassen! Frieden ist ein dauerhaftes Fliessgleichgewicht.

 

Erst wenn du die Aussöhntat genießt,

wirst du der Meister deiner geistigen Werkzeuge

und auf einem guten Weg gehen.

 

Bewusst-Sein und Intelligenz lässt sich recht praktisch mit und an

dauerhafter Zufriedenheit messen.

 

Die Lust ist eine vorübergehende Fremde, ein vorübergehender Fremdling. Die Lebenslust ist ein geduldig und liebevoll gepflegter Garten. So lädt der Garten Fremde ein und verleitet sie zu bleiben.

 

Vertrauen ist ein Apfelbaum.

Sein Same wohl die Kinderstube.

Sein Stamm ist die gemeinsam gute Zeit.

Respekt der Boden wo’s gedeiht.

Und seine Triebe Liebe.