DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 172 - 181 Der Freidreh- und Focussiervorgang

Der Freidreh- und Focussiervorgang

Beim Aussöhnen durch Meditation (Ebene 1, Nervensystemmeditation) beim kreativen Erzeugen von folgerichtig-rationalen und emotional-assoziativen Gedanken, aber auch beim bewussten Gebrauch deiner drei geistigen Werkzeuge allgemein gibt es einen beachtenswerten und interessanten Aspekt zu entdecken.

Es gibt zwei Vorgänge des Nervensystems, die du auch während der Aussöhnung durch Meditation mehr oder weniger deutlich beobachten kannst.

Das Freidrehen

Wird dein bewusstes (Nach)Denken, deine bewusste RW-, EW- und MW-Arbeit immer flexibler, freier und verspielter, hüpfen deine bewussten Gedanken kontrolliert von einem Thema zum nächsten und gehen sie kunstvoll ineinander über, um immer wieder andere und neue intensive Vorstellungen zu eröffnen und zu ermöglichen, entstehen dir Bilder und Melodien oder sogar lebendige, emotional-assoziative Innerwelten, dann hast du es mit dem Freidrehvorgang in deinem Nervensystem zu tun.

 

Tabelle 2. Wie kann ich den Freidrehvorgang verstärken? Wohin kann das führen?

Äußerliche Verstärkung des Freidehvorganges durch:

intensive Verbindung mit verschiedenen/ oft wechselnden/ veränderlichen/ komplexen Wirkeinheiten über längere Zeiträume

Innerliche Verstärkung des Freidehvorganges durch:

- offenes / flexibles/ verspieltes,

- folgerichtig-rationales bzw.

- emotional-assoziatives (Nach)Denken

während der Nervensystemmeditation;

Zu einer innerlichen Verstärkung des Freidrehvorganges kommt es letztlich beim Bewusstwandern immer durch eine bewusste RW- und EW-Arbeit und die bewusst betonte, kleine & große MW-Umschaltarbeit.

... führt zu:

ganzheitlich-freien Erlebnismomenten

... führt unter Umständen bei Drogenmissbrauch:

... führt bei Drogenmissbrauch im Extremfall mit negativen Gedankeninhalten:

- zu Ekstase/ Nervosität/ Manie,

- zu Erschöpfungszuständen/ Bewusstlosigkeit/ Schlaf,

- zu Gewalttätigkeit/ Suizid/ frühzeitiger Zerfall der Körpereinheit (Tod)

Das Fokussieren

Wird dein bewusstes Denken, deine bewusste RW-, EW- und MW-Arbeit immer monotoner, fixierter und kreisen deine rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Gedankeninhalte immer konkreter um ein und das gleiche Thema, dann hast du es mit einer Fokussierung zu tun.

 

Tabelle 3. Wie kann ich den Fokussiervorgang verstärken? Wohin kann das führen?

Äußerliche Verstärkung des Fokussiervorganges durch:

intensive Verbindung mit einer oder wenigen unveränderlichen bzw. monoton-veränderlichen Wirkeinheiten über längere Zeiträume

Innerliche Verstärkung des Fokussiervorganges durch:

- monotones/ statisches/ konzentriertes

- folgerichtig-rationales bzw.

- emotional-assoziatives (Nach)Denken

während der Nervensystemmeditation.

Zu einer innerlichen Verstärkung des Fokussiervorganges kommt es letztlich beim Bewusstwandern immer durch die bewusst eingeschränkte kleine & große MW-Arbeit.

... führt zu:

ganzheitlich-freien Erlebnismomenten

... führt unter Umständen bei Drogenmissbrauch:

... führt bei Drogenmissbrauch im Extremfall mit negativen Gedankeninhalten:

- zu Verbissenheit/ Lethargie/ Depression,

- zu Erschöpfungszuständen/ Bewusstlosigkeit/ Schlaf oder

- zu Gewalttätigkeit/ Suizid/ frühzeitigen Zerfall der Körpereinheit (Tod)

Allgemeine Hinweise zur Steuerung der beiden Vorgänge

Du kannst zwischen rational-folgerichtiger Gedankenfokussierung und emotional-assoziativer Gedankenfokussierung unterscheiden.

Du kannst ebenso zwischen rational-folgerichtiger Gedankenfreidrehung und emotional-assoziativer Gedankenfreidrehung unterscheiden.

Deine MW-Arbeit spielt bei beiden Vorgängen während der Aussöhnung durch Meditation die entscheidende Rolle. Aber auch die Wahl deines Umgebungssystems kann die beiden Vorgänge beeinflussen. Ob du eher fokussierst oder freidrehst, dass kannst du

durch die Wahl deines Umgebungssystems (von außen)

durch deinen bewussten MW-Einsatz (von innen)

beeinflussen und steuern.

Das Freidrehen und Fokussieren sind alltägliche, normale Vorgänge, die dir z.B. bei der Arbeit helfen, dich auf Wesentliches zu konzentrieren oder bei einer gemütlichen Tanzparty helfen, in die Gänge zu kommen, dich anderen zu öffnen oder lebhaften Gesprächen mit wechselnden Inhalten zu folgen, oder dir helfen, mit sehr veränderlichen Umgebungssituationen zurecht zu kommen.

 

Empfindest du die fortschreitende Freidrehung oder Fokussierung und die rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedankeninhalte dabei als positiv, dann steht einer weiteren Verstärkung nichts entgegen.

 

Empfindest du die Gedankeninhalte jedoch als bedrohlich oder unangenehm, solltest du Fokussier- oder Freidrehvorgang nicht verstärken, sondern erst die negativen Gedankeninhalte aussöhnen.

 

Es kann sehr hilfreich sein, wenn du dich ein wenig in die Arbeitsweise deines Nervensystems und deiner Körpereinheit hineindenken und fühlen kannst. So kannst du auch besser mit Extremsituationen, Panik oder lähmender Angst oder Liebeskummer deiner Körpereinheit und die deiner Mitmenschen umgehen und entsprechend vernünftig reagieren.

Erst wenn du die natürlichen Grenzen der drei Denkfähigkeiten, deines Nervensystems und deiner Körpereinheit respektierst, wirst du dein eigener Meister und dann kannst du es vermeiden, während alltäglicher Erlebnissituationen in unangenehmes und verdrussschwangeres, geistiges Grenzland zu kommen. In Folgendem findest du einige Hinweise, wie du Freidrehvorgang und Focussiervorgang steuern kannst.

 

Den Freidrehvorgang kannst du von außen durch die Wahl der Umgebung und der Veränderung deiner Körpereinheit steuern. Diesen Vorgang kannst du aber auch von innen durch bewusstes Nachdenken, Meditieren bzw. den bewussten Einsatz deines RW's, EW's und besonders deines MW’s steuern.

Den Focussiervorgang kannst du ebenfalls von außen durch die Wahl der Umgebung und der Veränderung deiner Körpereinheit steuern. Diesen Vorgang kannst du aber auch von innen durch bewusstes Nachdenken, Meditieren bzw. den bewussten Einsatz von RW, EW und besonders deines MW’s steuern.

 

Du kannst lernen, innere und äußere Steuermöglichkeiten effektiv miteinander zu verbinden. Ausgehend von der Nervensystemmeditation, kannst du nicht nur dein Nervensystem, deine Körpereinheit und deine Umgebung verändern, sondern auch die Veränderungen aller drei oben genannten Meditationsebenen (Ebene 1, 2 und 3) umgedreht zur wirkungsvollen Veränderung und Steuerung deines Nervensystems einsetzen.

Wie du wirkungsvoll Freidreh- und Fokussiervorgang steuerst, das kannst du wie gesagt erlernen. Es ist keine Zauberei und eine besonders gute und effektive Möglichkeit, dich aktiv, bewusst und selbständig zu schützen und auch eine besonders gute Möglichkeit, erste ganzheitlich-freie Momente selbständig und eigenverantwortlich zu entwickeln und zu erleben.

Die bewusste Steuerung der beiden Vorgänge bildet auch eine Grundlage für genussreiches, effektives Verarbeiten und Aussöhnen während des dritten Ausbildungsschrittes (siehe drittes Buch). Die folgenden zwei »globalen Steuerregeln« gelten für Freidreh- und Focussiervorgang gleichermaßen:

 

1. Steuere von außen nach innen! Zuerst steuerst du mit Hilfe der Veränderung deiner Umgebung und deiner Körpereinheit die beiden Vorgänge in deinem Nervensystem (grobe Steuerung). Dann steuerst du nur durch Nachdenken bzw. innerer Meditation (MW-Einsatz) die beiden Vorgänge in deinem Nervensystem (feine Steuerung).

Diese Regel gilt es, vor allem am Anfang deiner Meditationslaufbahn zu beherzigen. Viele innere Meditationsmisserfolge sind nur darauf zurückzuführen, dass einfach die Umgebungssituation kein Meditieren und wirkungsvolles Steuern des Freidreh- und Fokussiervorganges zulässt, weil dich die momentanen Veränderungen der höheren Meditationsebenen (Körpereinheit und Umgebung) noch zu sehr ablenken. Außerdem ist es für den Anfang leichter, mittels der Nervensystemumgebung zu steuern, da sie etwas Greifbares, Sichtbares darstellt und dadurch zuverlässiger erscheint und oft auch zuverlässig auf dein Nervensystem einwirken kann. Du kannst bewusst tun und nicht nur tun, indem du aktiv denkst und fast bewegungslos meditierst. Erst später wirst du dich immer mehr auf die innere Steuerung der beiden Vorgänge stützen und ihre geschmeidigen Vorteile nutzen, da diese innere Steuerung etwas Unabhängiges, Freies und Direktes hat. Du wirst dann die Kraft deiner geistigen Werkzeugarbeit entdeckt haben und ihr vertrauen können. Unbemerkt und ohne deine Position oder deine Umgebung verändern oder beeinflussen zu müssen, kannst du Freidrehvorgang und Focussiervorgang selbständig in deinem Kopf steuern.

Als Meditationsmeister kannst du dich in einem stillen, einsamen, dunklen Ort in Ekstase versetzen oder mitten unter 1000 ekstatischen Menschen der zweiten, vor fünf Jahren abgebrochenen Hinterpfotenkralle der Schildkröte Silke von deiner Großtante in Buxtehude... still und feierlich gedenken bis der Morgen graut.

 

2. Verändere und steuere zuerst die Stoffwechseldrogen! Von allen Stoffwechseldrogen der Drogenstufe (5-7), speziell von bewusstseinsverändernden Drogen, musst du dich krass bis konsequent trennen und sie von deiner Körpereinheit fern halten (Haupthahn krass abdrehen), willst du dich keinem erhöhten Gesundheitsrisiko aussetzen und dich vor Überlastungszuständen schützen. Tust du das nicht, kannst du in »Teufelsküche« kommen und das kann sehr unangenehm und im Extremfalle gefährlich sein! Dieses Risiko ist vor allem sehr hoch, wenn du wenig Kenntnis über deine Körpereinheit und dein Nervensystem besitzt.

Vergiss vor allem am Anfang deiner Ausbildung nie, dass dein Nervensystem bzw. Milliarden kooperativer Nervenzellen der Ursprung deiner Denk- und Lebensfreiheit sind. Dieses Nervensystem ist Teil deiner Körpereinheit. Stoffwechseldrogen verändern deine Körpereinheit und damit auch dein Nervensystem, verändern die Grundvoraussetzung deiner Freiheit! Wenn du deine Freiheit ohne Demut bzw. Vernunft auslebst, dann führt dich das früher oder später an eine natürliche Verdrussgrenze.

Rückzugstechnik (Freidrehvorgang, Meditation & Steuerung)

Einmal auf der bewussten Ausbildungswanderung im zweiten und dritten Ausbildungsabschnitt unterwegs, versuchst du in Alltagsituationen den Freidreh- und Focussiervorgang bewusster wahrzunehmen. Mit der Zeit merkst du dann selbst, wie du die Vorgänge beeinflussen kannst. Hier sind trotzdem einige Tipps.

Folgendes ist wesentlich für eine angenehme Bremsung des Freidrehvorgangs in der jeweiligen Momentsituation: Immer wenn du bemerkst, dass sich deine Gedanken deiner bewussten Kontrolle entziehen, sich verselbstständigen und dir die Flitzgedanken langsam kein Genuss mehr sind, dann wird es Zeit, die Bremse zu treten. Es gilt Überlastungssituationen vorzubeugen, denn sobald du den ersten Verdruss, Angst oder Panikgedanken bekommst, werden die Lebensmomente für dich und deine Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken nicht mehr förderlich sein.

Erinnere dich auf dem Weg zum ganzheitlich-freien Denken an deine Wege zu deinen Orgasmen. In solchen Momenten sind positive emotional-assoziative Gedanken, die positive Nähe zum Moment und ein Grundvertrauen im Moment wichtig für ein freies, lebendiges Loslassen. Genauso wichtig sind diese Grundvoraussetzungen auch für den Ausbildungsweg zum ganzheitlich-freien Denken. Du solltest den Freidrehvorgang bzw. den Focussiervorgang bei deinen Erlebniswanderungen durch die Vielfalt (zweiter Ausbildungsabschnitt) immer »im Auge« haben, ihn dir bewusst machen, ihn über deinen inneren Wahrnehmungs-, Rückkopplungs- und Aussöhnungssituationen erkennen und einschätzen lernen. Überprüfe, ob du die Erlebnissituationen noch als positiv empfindest bzw. ob du sie nicht zu nervös oder zu fixiert verarbeitest. Du kannst dir Folgendes zur Regel machen wenn du bemerkst, dass du nur noch flüchtig da und dorthin denkst und fühlst,

dass sich die Ereignisse irgendwie überschlagen und dir andere Menschen ihre Genussgeschwindigkeit aufzudrücken scheinen, wenn deine bewussten Gedanken immer flüchtiger werden, sich deiner Kontrolle entziehen oder wenn es dir schwierig wird, bewusst abzuschalten, wenn du beginnst unruhig zu werden oder beginnst sprunghaft zu handeln oder zu kommunizieren, dir dabei ungute rational-folgerichtige oder gar ungute emotional-assoziative Gedanken aufkommen:

 

Zuerst hältst du dich konsequent an die zwei globalen Steuerregeln (siehe oben). Das heißt in erster Linie: Sofort bewusstseinsverändernde Drogen weg! (Falls du doch die Finger nicht davon lassen konntest.)

Und du versuchst auf jeden Fall mit Hilfe einer deutlichen Umgebungs- bzw. Situationsveränderung die Freidrehung zu bremsen und zu normalisieren. Du musst nicht die unmittelbare Situation verändern, oft ist es unauffälliger und rücksichtsvoller eine andere Umgebungssituation zu wählen. Das Umgebungssystem ist groß und Vielfältig, lässt dir Möglichkeiten und es hilft und wirkt sehr stark im Moment auf dein Nervensystem. (Wenn nötig, verlassen der Situation, z.B. andere Landschaft, andere Ecke der Kneipe oder Spaziergang in vertrauter Natur, verständnisvolles Gespräch mit besonders guten Freunden oder deinen Freundinnen.)

 

Nachdem du die zwei globalen Steuerregeln konsequent beherzigst hast, sind nun plötzliche bis krasse Veränderungsaktionen grundsätzlich zu vermeiden! Geduldig und gemütlich, liebevoll eine andere Umgebung aufzusuchen oder deine Umgebung sanft aktiv zu verändern, darum geht es. Hier geht es um Liebe zu dir selbst. Hier gilt also besonders: Lieb, sanft und geduldig wandert weiter! Vergiss nie, dass du lernst deine eigene Zentrale zu steuern! Dabei hat sich die bewusste Rückzugsmethode bewährt. Geübt und bewusst (wieder)erlernt ermöglicht sie in jeder Situation eine sanfte, allmähliche Steuerung der beiden genannten Vorgänge. Kindern ist diese Rückzugstechnik angeboren. Sie ziehen sich intuitiv in ein gewohntes Umfeld zurück und tanken zwischen ihren kleinen Entdeckungsreisen immer wieder zuhause auf. Am besten, du peilst über 2-3 ruhiger werdende Stationen deine Heimat an, was auch immer du darunter verstehst. Das kann ruhig ein Stündchen dauern. Zuhause angekommen, geht deine bewusste Steuerung in Meditation und schließlich in deinen natürlichen Aussöhnschlaf über. Im Wüstenstil oder am Ende der Ausbildung wirst du weniger Probleme haben, denn meistens bist du dann bereits zu Hause im Moment. Normalisieren heißt nicht unbedingt alles abzuschalten oder zurückzudrehen und zu verändern bis dich nur noch Dunkelheit und Stille umgibt. Es heißt erst einmal sich allmählich in vertraute, gemütliche, gewohnte Umweltsituationen zu bringen. Eine Situation, die du besonders oft und neutral bis positiv erlebst. Das heißt im Sinne der Genussdrogenschule: Finde dich allmählich aber konsequent wieder auf oder unterhalb deiner Genussdrogenstufe der letzten 1-5 Genussdrogenperioden ein. Verbinde und umgib dich also allmählich wieder mit den Genussdrogen und Situationsdrogen deiner gewöhnlichen Genussdrogenstufe.

Also noch mal: Um den Freidrehvorgang zu bremsen, normalisierst du nach Möglichkeit nacheinander und schön allmählich die drei Qualitäten der Vielfalt deiner momentanen Umgebung.

Dabei ist es gut, seine normale Genussdrogenstufe der letzten Drogenperioden zu kennen. (Verwechsle aber den Begriff »Genussdrogen« nicht mit dem herkömmlichen Drogenbegriff! Wenn du jetzt nicht recht weißt was gemeint ist, dann lies dir noch mal den Buchtext »kleine Genussdrogenschule« weiter oben (erstes Buch) durch! Für eine Effektive Ausbildung solltest du dich auf deinen Erlebniswanderungen durch die Vielfalt (zweiter Ausbildungsabschnitt) auf Genussdrogenstufen 1-3 zuhause fühlen).

Diese deine Genussdrogenstufen, gilt es situationsdrogentechnisch und stoffwechseldrogentechnisch langsam anzupeilen. Also:

 

1. Normalisierung der Intensität/ Dosierung einzelner Neuronaldrogen (Lautstärke, Geruchsintensität, Geschmackintensität, Lichtintensität normalisieren);

 

2. Normalisierung der Intensität/ Dosierung der Neuronaldrogenvielfalt (Fernseher, Radio, Lichtmaschine, Computer..., Gespräche usw. reduzieren, normalisieren)

 

3. Normalisierung der Genussdrogenvielfalt durch Änderung der gesamten Situation (Situationsdrogenwechsel, Weiterwandern, Verlassen der Party, Kneipe, Kirche, Arbeitsplatz, Lagerfeuerplatz, Wohnzimmer, Diskussionsrunde usw.)

 

Du musst natürlich dabei darauf achten, dass die nächsten Situationen nicht noch heftiger werden und du vom Regen in die Traufe kommst. Es geht um Normalisierung, was immer das auch für deine Erlebniswanderung heißt. Hast du deine Umgebung bewusst und liebevoll normalisiert bzw. hast du über deinen gemütlichen Ortswechsel eine normale Umgebung gefunden, kannst du nun ganz geschmeidig noch die Feinarbeit erledigen, in dem du durch sanfter werdende MW-Arbeit den Freidrehvorgang auf der Meditationsebene 1, also in deinem Nervensystem selbst bremst.

Du blickst dabei auf einen Punkt im vorher normalisierten Raum ohne gleich loszustarren oder beschränkst dich auf ein Thema, falls du gerade normal kommunizierst. Das ist also Bewusstseinsarbeit und erfordert einen Beitrag an Selbstdisziplin im Denken und kann bald sehr viel Freude machen. Was du dabei denkst, ist erst mal zweitens. Es sollte nur etwas positives sein. Das machst du länger als mal eben, also 3-5 Minuten oder länger.

Nun solltest du auch die Kommunikation mit anderen Mitmenschen unterbrechen und sagst bzw. denkst dir innerlich ungefähr folgenden Satz: „Ich haue die Bremse rein und jetzt ganz geschmeidig zurückgelehnt und die »Leckt-Mich-Masche« aufgelegt. War ein fetter, bunter Tag... aber jetzt hau ich die Bremse rein... „

Lass dir etwas in der Art, nach deinem Geschmacke einfallen. Ob du das heilige Om in dich hinein brummst... oder immer wieder sagst: „Bin ganz ruhig, bin ganz ruhig... oder: Ich sage nichts mehr, ich bin einfach still, still, still, wie ein kleiner Bergsee früh um vier mit kleinen Silberglimmerfischelchen drin und die schlafen auch schon und schweben und sabbern vor sich hin...,“ dass ist letzten Endes schnuppe für dein Nervensystem.

Das Ganze machst du je nach Bedarf, in Freidrehphasen, jedoch länger als 5 Minuten. Wenn du die Augen schließt, geht das Flitzedenken manchmal wieder heftiger los. Dann schaust du eben wieder geschmeidig auf dein Aquarium oder folgst der Sommerwolke.

Hast du die Augen geschlossen und erlebst das »Flitzedenken« positiv, dann kannst du auch versuchen, dein internes Nachdenken zu normalisieren, indem du dir nach und nach ein statisches Bild vorstellst. Zum Beispiel ein Schildkrötenterrarium, oder eine Insel mit warmen Sandstrand und schnarchenden Faultieren an den Kokospalmen.

Hinweis: Du kannst die ganze »Freidrehbremserei« auch sehr gut mit Atemtechniken und Körperbewegungen unterstützen. Es ist schon viel getan, wenn du bewusst atmest. Vielleicht versuchst du sogar, ruhiger und tiefer in den Bauch hinein zu atmen.

Dabei kannst du dir bei jedem weiteren Ausatmen vorstellen, wie du entspannter und entspannter wirst, wie sich der kleine Bergsee immer mehr glättet, die Silberfischchen langsam zu Boden sinken oder wie du mit den Faultieren zugleich atmest, wie du mit jedem Ausatmen tiefer hinabsinkst in einen friedlichen Schwebezustand zwischen stressiger Freidrehung und nervigem, z.B. angstgebannten Fokus.

Wenn du Lust hast, kaufst du dir ein Yogabuch, da kannst du dir auch noch andere brauchbare Meditationsgeschichten und -methoden durchlesen, Erfahrungen aus vielen Jahrhunderten, meist für weniger als 15 Euro. Wenn du ein Instrument spielen kannst, ist die ganze Sache noch viel genüsslicher zu lösen! Versuche also auch das Ausklingen einer »Freidrehsituation« zu genießen. Auch und besonders bei der Meditation, also der bewussten Steuerung deiner Steuerzentrale, gelten die Wanderweisheiten (siehe weiter unten).

Zum Verständnis des Freidrehvorgangs

Während des Freidrehvorgangs werden viele verschiedene Nervenzellenbereiche immer wieder durch deine bewusste MW-, EW- und RW-Arbeit aktiviert. Dein Nervensystem läuft während der Aussöhnung durch Meditation oder auf deinen Erlebniswanderungen minuten- bis stundenlang auf Hochtouren, es läuft sich mit der Zeit warm bzw. die Nervenzellen schießen sich aufeinander ein und die Zusammenarbeit wird erleichtert. Besonders schnell entwickelt sich der Freidrehvorgang, wenn du mit einer positiven Einstellung und einem gewissen Momentgenuss wanderst, auf Entdeckung- bzw. Meditationsreise bist und innerlich bewusster gewillt und geöffnet bist, vielleicht sogar euphorisch wanderst, weil du immer intensiver spürst, wie du neues Land entdeckst.

Im Wüstenstil gibt das grundsätzlich eine euphorische Stimmung. Nervenzellen und Assoziationsfelder kommen in Verbindung, die vorher noch wenig zusammenarbeiteten.

Du meditierst und verwebst deine folgerichtig-rationalen Gedankengänge und deine emotional-assoziativen Gedankenbereiche weiten sich. Schließt du die Augen, kannst du dich in sehr lebhafte, bunte, intensive Traumwelten hineinmeditieren. Grundsätzlich ist der Freidrehvorgang für die Ausbildung vor allem im zweiten Ausbildungsabschnitt förderlich. Doch einmal »heißgelaufene Nervenzellbereiche« müssen allmählich wieder »abgekühlt« werden.

Hast du das Bedürfnis einfach abzuschalten, führt das zu Problemen, denn dein Nervensystem kann nun gar nicht anders, als noch ein halbes Stündchen flink vor sich hindenken.

Wenn du das nicht weißt und du mitbekommst, dass du deine eigene Zentrale nicht mehr 100 % -ig wie gewohnt im Griff hast, du vor dir selbst nicht genug loslassen, mit dir mitkommen und staunen kannst, dann kann dir schlecht werden, du musst dann »brechen«, oder die Situation kann dir den ersten Angst- oder Verdrussgedanken bringen. Aus dem kann, unter Einfluss von bewusstseinsverändernden Drogen, in »Nullkommanichts« Panik werden!

Denn dein flexibles Nervensystem denkt nun, besonders unter Drogenumständen, genauso flexibel und unkontrollierbar auf der Angst- oder Verdrussschiene. Um dir selbst die ersten Angstgedanken zu nehmen, hast du nicht viel Gelegenheit. Du denkst schon flexibler Weise den nächsten und übernächsten schwarzen folgerichtig-rationalen bzw. beklemmenden emotional-assoziativen Gedanken, der sich langsam aber sicher in der Bauch-, Herz- oder Halsgegend bemerkbar macht. Die Situation nüchtern zu betrachten fällt immer schwerer. Du bekommst ein ungutes Körpergefühl... und so kann es in wenigen Sekunden dazu kommen, dass aus einem angenehmen Freidrehvorgang im Drogenrausch eine Angstfalle wird.

Alles wegen einem kleinen folgerichtig-rationalen Angstgedanken, der sich durch das »heißgelaufene Gehirn« zu einem mächtigen und beklemmenden, emotional-assoziativen Gedanken verstärken konnte. Noch einmal der Hinweis: Solch ein dramatisches Ende rückt nur in den Bereich des Möglichen, wenn du stark bewusstseinsverändernde Drogen zu dir nimmst und du noch kaum Erfahrungen mit deinem Unterbewusstsein hast. Bewusstseinsverändernde Drogen können nicht nur zu Bewusstseinsveränderungen und auf geistiges Glatteis führen (z.B. Halluzinationen) sondern können auch physiologisch toxisch wirken, führen oft zu Zellschädigungen und Zelltod. Natürlich können sie auch geistige Krankheiten verstärken oder hervorrufen. Nimmst du also harte Drogen (von Alkohol bis LSD) musst du auch auf das »Härteste« gefasst sein, auf deinen selbst herbeigeführten Tod im Extremfall.

Du benötigst keine bewusstseinsverändernden Drogen auf deinem Ausbildungsweg zum ganzheitlich-freien Denken im Alltagsmoment. Im Gegenteil, denn Entzugserscheinungen oder Sucht, Unwohlsein usw. machen dir das ganzheitlich-freie Leben unnötig schwer oder auf die Dauer unmöglich.

Also Merke: Alle Denkprozesse sind von deinem Nervensystem und seinen Zellen abhängig. Sie benötigen Zeit zum »Auf- und Abwärmen«.

Gib deinem Nervensystem nur mit bedacht oder gar nicht von stärkeren Stoffwechseldrogen, die dir in die bewusste RW-, EW- und MW-Arbeit pfuschen könnten. Nimm dir Zeit für das Erlernen der bewussten Steuerung deines Nervensystems und das Erlernen der Aussöhnung durch Meditation und du wirst in dir und in deiner Umgebung bald Freude und Genuss finden.

Fällt dir auf, dass du von »alleine« funktionierst, solltest du das nie überbewerten und dein Nervensystem ausdenken lassen. Auch dein Herz schlägt von allein und deine Gedärme ringeln sich hin und her, ohne dass du sie immer unter Kontrolle hast. Sei einfach dabei, aber nimm den Inhalt der ganzen Flitzedenkerei nicht zu ernst und orientiere dich an der Schönheit der Vielfalt, am Leben der Details, an deiner Freude, an lichtvollen Bildern. Genieße das volle Programm vom »Kopfkino« bis zu den Wallungen der emotional-assoziativen Gedanken deiner Körpereinheit.

 

Mit etwas Steuer- und Meditationserfahrung und Erfahrung mit dem Auf- und Abwärmbedürfnis deiner Nervenzellengemeinschaft und deiner Körpereinheit, wird dir bald dein Leben in seiner ganzen Vielfalt und Veränderlichkeit, wirst du dir selbst deine »Droge« sein und du wirst lernen, schneller abzuschalten und friedlicher einzuschlafen oder lebendig, gemütlich, friedlich weiter zu meditieren oder ebenso zu leben. Mit Liebe und Geduld zu dir und deiner Umgebung, kannst du dich dann bald selbst im Alltag ganzheitlich-freier aussöhnen, steuern und meditieren.

Steuerung und Meditation des Fokussiervorganges

Da Focussiervorgang und Freidrehvorgang antagonistisch gekoppelt sind, kannst du die oben genannten Tipps entsprechend verändert benutzen.

 

Merke: Förderst du den Freidrehvorgang, bremst du automatisch den Focussiervorgang.

Merke: Bremst du den Freidrehvorgang, förderst du automatisch den Focussiervorgang.

 

Die zwei globalen Steuerregeln bleiben also gleich bestehen. Die Rückzugsregel bleibt ebenfalls in ihrer Reihenfolge unverändert. Und lass deinem Nervensystem Zeit, sich aufzuwärmen. Nicht mit krassen Umweltreizen ins eigene Haus fallen, sonst kann es passieren, dass es gleich zu Abwehr oder gar zu Angst kommt. Es benötigt etwas Zeit um Verbindungen zu aktivieren, neuronale Bodenstoffe in die »Gänge zu bekommen«, sicherzustellen, dass alles ordentlich »hin- und herfunkt« in der Schaltzentrale.

Wenn du deine eigene fortscheitende Fokussierung bremsen willst, dann gilt besonders die Wanderweisheit: Lieb, sanft, geduldig und verspielt wandert weiter! Es gilt die Intensität einzelner Genussdrogen und die Vielfalt in ihrer Gesamtheit in Richtung »normales, geschmeidiges Denken« zu steigern, anstatt zu vermindern, wie es bei der Bremsung des Freidrehvorgangs ratsam ist. Um den Focussiervorgang genüsslich zu bremsen bzw. den Freidrehvorgang zu fördern, setzt du dich liebevoll vermehrt neuen positiven Umweltreizen aus. Du schaffst deinem Nervensystem bewusst »Ablenkung« und immer wieder neue Anhaltspunkte der Vielfalt.

Für Vertrauen und Sicherheit sorgen! Das sind hier die wesentlichen Zauberformeln. Wenn du dich gemütlich mit deiner Körpereinheit in Bewegung bringst, dich von der Situation zu lösen beginnst, wird der Focussiervorgang ebenfalls gebremst. Das Sicherste ist, du wanderst ein halbes Stündchen. Lass die Vielfalt auf dich wirken. Du gehst gezielt verspielt und flexibel auf kleine Situationssafaris, wanderst geschmeidig von einem Gespräch zum nächsten, stellst dir neue »Situationsmenüs« zusammen und kostest liebevoll von diesem und nicht zu oberflächlich auch von jenem, dann wirst du bald dein Nervensystem aufgewärmt haben und den Freidrehvorgang jenseits der normalen »gemütlichen Denkharmonie« verstärken und bemerken , wie sich Fokussierung in Freidrehung gewandelt hat.

Nun veränderst und spielst du mit Intensitäten einzelner Dinge oder mit der Intensität der Situationen deiner Umgebung und aktivierst so immer größere Teile deines Nervensystems.

Wenn du diesen Prozess der genüsslichen, friedlichen und sicheren Freidrehung im ganzheitlich-freien Sinne unterstützen willst, dann sei dir für einige Tage oder Wochen, das Leben auf der Genussdrogenstufe 1 empfohlen! Dein Nervensystem wird dich schon nach drei, vier Tagen des Fastens positiv überraschen.

Auch bei der Bremsung des Fokussiervorganges bzw. der Förderung des Freidrehvorganges durch Meditation gilt es, das rational-folgerichtige (Nach)Denken bewusst flexibel und verbindend einzusetzen und immer öfter in positive, emotional-assoziative Gedanken münden zu lassen, einzelne Eindrücke und Erinnerungen oder Vorstellungen mit anderen Erinnerungen meditativ (aktiv geistig aussöhnend) zu verbinden.

Du übst es zuerst an einem relativ stillen Ort (siehe auch weiter oben) machst das Licht aus und machst die Augen zu. Dann erinnerst du dich an deine Lieblingswirkeinheit, sagen wir deine Freundin. Du stellst sie dir vor, so gut du eben kannst.

In den ersten Minuten wirst du nur kleine, undeutliche, weißlich/ beige/ gelbe Flecken auf schwarzem Grund erkennen können, von der Freundin keine Spur. Das ist normal, denn dein Nervensystem muss sich erst einmal »warmdenken« und sozusagen von der »äußeren auf die innere Leinwand« umschalten. Du hältst dich noch gar nicht bei den interessanten Vorstellungsdetails auf, die in dieser Anfangsphase noch nicht so recht bildlich hervorkommen wollen.

Du lässt vielmehr deine Freundin in Gedanken tanzen, oder schwimmen und schaust dir ihre süßen Zappelbeine von unten an und lässt dich unter ihr ganz genüsslich und frech hindurchtauchen, das Wasser ist klar und die Sonne glimmert von oben, wie in einem Raumschiff schwebt ihr zusammengekringelt dahin, dann lässt du sie an dir vorbei schweben und zoomst dich von hinten über ihren Po bis hoch zu den Schultern, an ihre Achsel vorbei und wanderst detailtechnisch wohin du willst...

Guckst dir zwischendurch die Sterne an und stellst dir vor, wie gerade die Sonne über der Erde aufgeht und du das alles auch in den süßen dunklen Augen deines Raumschiffengels sehen kannst. Du siehst darin die Erde, die heute ausnahmsweise einen regenbogenfarbigen Himmel hat mit zitronengelben Düsenfliegerstreifen und spürst etwas Appetit auf Schokomilch.

Die schüttet ihr in die Luft und ihr zutscht euch gegenseitig die Schokomilch aus diskreter Entfernung aus dem Mund und du siehst im Auge deiner Freundin die Armaturen eures Raumschiffs leuchten. Du zoomst dich in das Spiegelbild und entdeckst im rötlich schimmernden Anzeigegeflimmer... das Geburtsdatum deiner Großmutter, die jetzt 400000 km weiter weg diesen leckeren Pflaumenkuchen mit Schokosplittern drauf, auf den kleinen viereckigen Multifunktionstisch stellt und dabei alle tausend und eine Falte lustig verzieht, die sie hatte und sagt: Na, wer von euch zwei verliebten Spacecowboys will ein Stückchen... .

 

Du versuchst also kreativ, verbindend zu träumen. Versuche also geschmeidig den Focussiervorgang zu bremsen bzw. den Freidrehvorgang zu fördern, indem du bekannte Erlebnisse oder Vorstellungen zusammenspinnst und nie zu lange irgendwo verweilst. Das ganze Steuern und Herummeditieren benötigt Übung. Nach täglichem Ausprobieren wirst du nach wenigen Wochen ein Meditations- und Steuerguru sein. Wesentlich ist die Praxis, also tun, tun und immer wieder versuchen, lieber länger als zu kurz, mit Geduld eben. Schließlich willst du es ja lernen und kannst es erst dann.

Beschäftige dich ruhig auch mit traditionellen Meditationsmethoden und bald kannst du dich dann plötzlich oder allmählich auf ein Themengebiet eindenken und immer länger an Details verweilen, deine Atmung, Puls und Blutdruck verändern oder noch verrücktere Dinge kennen lernen, die für die Ausbildung jedoch nicht unbedingt erforderlich sind. Du wirst erkennen, dass diese Zeilen die Welt der Steuerung und Aussöhnung durch Meditation nur berührt haben.

Du wirst erstaunt sein was alles nur mit der Vorstellung, dem Nachdenken und der Meditation geht. Vom angenehmen Denkerlebnis bis zur orgastischen Ekstase kannst du dich meditieren. Du meditierst frei, nach deinem Belieben. Wenn du gut dabei bist in deiner Vorstellerei, öffne ab und zu die Augen und mache so gut es geht weiter! Achte, bevor du die Augen öffnest, auf deinen tiefsten, umfassendsten, emotional-assoziativen Gedanken deines Körpers (bewusstes, tiefes Körpergefühl oder Seelenstimmung), welches du nun bewusster auch mit offenen Sinnen im Innern bewahrend »mitlaufen« lässt. Auch wenn deine Vorstellungen ihre Bildhaftigkeit verlieren und an ihre Stelle die Sinneseindrücke deiner Umgebung treten, kann dann und wann wundervolles beobachtet werden, von dessen Ursprung nur du wissen kannst.

Mit der Zeit kannst du dann auch in normalen Alltagssituationen und mit geöffneten Sinnen ungestört meditieren. Kannst zumindest den Freidrehvorgang ganz still für dich selbst beschleunigen oder verzögern. Du kannst verschiedene, momentane Sinneseindrücke als Ausgangspunkt von Tagträumen bei geöffneten Sinnen nutzen.

So lässt du Gegenstände deiner momentanen Umgebung schweben und drehen. Auf dem Auto vom Vordermann lässt du im Stau einen Schrebergarten wachsen und im Ohr deiner Braut lässt du einen Nasenbär auf einem klitzekleinen Skateboard schnarchen.

 

Nicht, dass du (das alles) mit offenen Augen sehen würdest. Es geht hier nicht um Halluzinationen. Doch was dir vielleicht jetzt am Anfang noch wie wirkungslose Spinnerei und Vorstellerei vorkommt, wird dich mit etwas Übung und Geduld, Liebe zur Vielfalt und ihrer Veränderung und den kleinen Schritten ihrer Veränderung... am Ende der Ausbildung, vor allem in lebhaften Gesprächs- und Lebenssituationen mit deinen Mitmenschen oder im Zusammenleben mit höheren Tieren (welche mit Nervensystem), noch auf eine besondere Art und Weise unglaublich überraschen. Doch worüber man nicht reden kann, darf man genüsslich meditieren, staunen und schweigen.

 

Die Freiheit, selbständig, eigenverantwortlich, kreativ rational-folgerichtig und emotional-assoziativ denken zu können, bringt einige neue Aspekte in dein Leben und deine Persönlichkeit. Du kannst dir während deiner Meditationen, wie gesagt, grundsätzlich alles nach deinem Willen vorstellbar machen.

Du kannst Gutes und Böses gleichermaßen in deiner Vorstellung in Erscheinung treten lassen. Du kannst sogar versuchen beides gleichermaßen in der Tat umzusetzen, auszuleben und versuchen deine Umgebung und deine Körpereinheit entsprechend zu verändern.

Die kleine lebendige Wanderschule und besonders die kleine Genussdrogenschule, welche Genuss und ein gesundes, langes, zufriedenes Leben als ein Ziel kennt, empfiehlt dir eine konsequente aber verspielte Orientierung an Freude und positiven, lichtvollen Vorstellungsinhalten! Das gilt für das Leben im Alltag mit offenen Sinnen, genau so wie für das Leben im eigenen Innerland bei geschlossenen Augen und während deiner eigenen bewussten Meditationen und Vorstellungen. Meditiere darüber! Halten dir deine Lebensziele vor Augen. Dein bewusstes Leben ist auch die Gesamtheit aller bewusst empfundenen und gedachten rational-folgerichtigen und emotional–assoziativen Gedanken. Soll diese Gesamtheit am Ende eher lichtvoll oder eher dunkel gewesen sein?

Warnung zu beiden Vorgängen

Der bewusste Einsatz deines Rational-, Emotional- und Metawerkzeugs kann dich vielmehr vor Nervensystemüberlastungen und gefährlichen Extremen schützen, als er zu Überlastung führen kann. Wo andere Menschen in Panik geraden, kannst du mit deinen drei geistigen Werkzeugen noch vernünftig, ruhig und bewusst agieren (siehe auch »Steuerung der beiden Vorgange« weiter oben). Nur bei Missbrauch von bewusstseinsverändernden Drogen kann es bei normalgesunden Menschen im Extremfalle möglich sein, außer Kontrolle zu geraten. Der bewusste MW-Gebrauch entzieht sich dann deiner Kontrolle bzw. wird unwirksam! Also Finger weg von allen synthetischen Drogen bzw. allen übrigen Drogen in höheren Dosen. Sie ziehen deinem Bewusstsein den »Stecker aus der Wand«.

 

Wird dein bewusstes (Nach)Denken, deine bewusste RW-, EW- und MW-Arbeit nicht nur flexibler, freier und verspielter, sondern unruhig bis haltlos, zunehmend unkontrolliert, hecktisch-nervig und flitzen und springen deine bewussten Gedanken von einem Thema zum nächsten und gehen sie bald automatisch ineinander über, um immer wieder andere und neue Vorstellungen aus sich selbst heraus zu gebären, dann hast du es mit einer deutlich, fortgeschrittenen Freidrehung zu tun.

Der Freidrehvorgang kann in der Nähe einer Denkgrenze innerhalb weniger Sekunden in einen extremen, kaum bewusst steuerbaren Focussiervorgang umschlagen (Zumachen, Festgehen, Verzweifeln).

 

Wird dein bewusstes Denken, deine bewusste RW-, EW- und MW-Arbeit nicht nur immer monotoner und fixierter, sondern auch zwingend, verbissen, schmerzhaft-nervig und fällt es dir immer schwerer, dich von einem rational-folgerichtigen bzw. emotional-assoziativen Gedanken zu lösen, wird dieser immer intensiver bohrender, beklemmender, lähmender, schaffst du ihn nicht mehr aus eigener geistiger Kraft abzuwenden oder positiv aufzulösen, dann hast du es mit einer deutlich fortgeschrittenen Fokussierung zu tun.

Der Focussiervorgang kann in der Nähe einer Denkgrenze innerhalb weniger Sekunden in einen extremen, kaum bewusst steuerbaren Freidrehvorgang umschlagen (Durchdrehen, Überschnappen).

 

Ein Risiko in extreme Zustände zu geraten besteht bei negativen Meditationsinhalten, vor allem in Zusammenhang mit der Einnahme von Drogen bzw. in tatsächlich oder subjektiv lebensbedrohlich empfundenen Situationen.

 

Auf der Genussdrogenstufe 2-3 (siehe »kleine Genussdrogenschule« weiter oben) ist es höchst unwahrscheinlich, auf dem Weg zum ganzheitlich-freien Denken zu entgleisen! Ein Grund mehr, die Ausbildung im Wüstenstil zu absolvieren.