DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 161 - Erste Regel der Aussöhnung: Natürliches Aussöhnen = Schlafen

Erste Regel der Aussöhnung:

Natürliches Aussöhnen = Schlafen

 

Deine Körpereinheit hat einen natürlichen Schutz- und Aussöhnmechanismus. Der natürliche Schlaf. Der Schlaf schützt dich automatisch vor natürlicher akuter Überlastung. Im Schlaf söhnst du ganz von allein unwesentliche folgerichtig-rationale und emotional-assoziative Gedanken bzw. Körperstimmungen aus.

 

Erste Regel der Aussöhnung: Schlafe, wann immer dir danach ist!

 

Deine rational-folgerichtigen Gedanken(gänge) und emotional-assoziativen Gedanken werden im Schlaf wieder »eins« bzw. »verschmelzen« mit dem Meer aller anderen nicht besonders aktiver neuronaler Wirkeinheiten. Schlafen stellt die sozialverträglichste Art des geistigen Geschäftes dar, vom Extremschnarchbär mal abgesehen. Im Schlaf renoviert sich deine gesamte Körpereinheit sehr effektiv mit allem was dazugehört. Der Schlaf bietet dir einen optimalen Rundumservice: Vom unbemerkten geistigen Aussöhnen, über die Krebsvorsorge, bis zum Traumzaubervideo ist alles inklusive.

Der Schlaf ist also einfach, preiswert, genüsslich und effektiv. Eine ganzheitliche Methode der Aussöhnung vom Feinsten. Es scheint als synchronisiere sich deine Körpereinheit in sich und mit der Umgebung während des Schlafens. Den Schlaf gibt es schon seit Millionen von Jahren im Tierreich. Auch in der Entwicklungsgeschichte des Menschen hat der Schlaf eine überaus lange Tradition und er ist in jedem Falle die erste und beste Wahl, ganz privat sein geistiges Geschäft genüsslich und ganz einfach, ohne viel Schnickschnack drum herum zu erledigen.

Wenn du den Mut und die Courage hast, beim ersten Müdigkeitsanzeichen bewusst ein ruhiges Fleckchen zu suchen, um zu schlafen, dann kannst du dir fast den ganzen Rest der folgenden Ausführungen sparen!

Nimm dir ein Beispiel an kleinen Kindern. Ausreichend Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung deines Nervensystems im Sinne der Ausbildung, ist ein grundlegendes Menschenrecht und obendrein eine Pflicht den anderen Mitmenschen gegenüber. Schlafe, wann immer du schlafen willst! Lass dich von niemandem langfristig zwingen müde zu leben. Hier gilt es die Wurst-Käse-Situation zu bedenken: Wer kann dir helfen wenn du Krebs hast?

Wie wichtig ist dir dann deine jetzige Arbeit, wie nützlich bist du dann noch deinen Mitmenschen, wie wichtig ist dir dann noch dein jetziges Ziel, diese Ausbildung usw.? Eine Chemotherapie kann meist nicht die langjährigen Defizite eines immunschwachen, immermüden Körpers ausbügeln. Viele Fehlentscheidungen, Leid, sinnlose Verschwendung von Lebenszeit, Arbeit, Energie und Material, Streitsituationen, Aggressivitäten, Krankheiten und Unfälle haben in der Missachtung dieser simplen Regel ihre Ursache! Es ist eine Art Volkskrankheit. Müdigkeit kann dich in einen Teufelskreis treiben, der dich bis ins Krankenhaus führt. Dort wirst du mit etwas Glück die Gelegenheit zum Schlafen haben.

Diese Regel ist in heutiger Zeit mit etwas Mut und Vertrauen, ähnlich wie im Waldland vor 2 Millionen Jahren, weitgehend umsetzbar. Kurz um: Schlaf verkürzt nicht deine bewusste genüssliche Lebenszeit – er verlängert sie deutlich! Und auch die Ausbildungszeit wird durch den Schlaf verkürzt.

Es gibt ungefähr vier Schlafkonzepte im Alltag. Die Angaben sind als Empfehlung zu verstehen. Sie fußen auf praktischen Erfahrungen des Autors und auf dem Biorhythmus des Menschen. Du solltest mit der Zeit lernen, nicht nach der Uhr, sondern aus dem Körpergefühl heraus zu entscheiden (Emotionalwerkzeug-Arbeit), wann es Zeit wird das Tagewerk zu unterbrechen. Wenn du spürst, dass du Moment und Situation nicht mehr bewusst, gefühlvoll, verspielt und kreativ »tragen kannst«, dann ist es Zeit für ein Schläfchen.

 

Kurzschlafkonzept: 15 min. Kurzschlaf irgendwann zwischen 9.00 und 9.30 Uhr; 12.00 und 12.30 Uhr; 15.00 und 15.30 Uhr; 18.00 und 18.30 Uhr; kurzer Nachtschlaf zwischen 23.00 und 6.00 Uhr;

 

Mittagsschlafkonzept: Längerer Mittagschlaf irgendwann zwischen 13.00 und 16.00 Uhr; Nachtschlaf irgendwann zwischen 22.00 und 8.00 Uhr;

 

Langschlafkonzept: Langer Nachtschlaf irgendwann zwischen 21.00 und 9.00 Uhr;

 

Ganzheitsschlafkonzept (Schlaffreiheit): Eine verspielte Kombination der oben genannten Schlafkonzepte, unter besonderer Berücksichtigung der ersten Regel der Aussöhnung: Schlafe wann immer dir danach ist! Das Ganzheitsschlafkonzept lässt sich besonders gut mit dem Wüstenstil vereinbaren. Du kannst einen dauerhaften Zustand der »Schlaffreiheit« erreichen. Bitte verwechsle den Begriff der Schlaffreiheit nicht dem Begriff der Schlaflosigkeit!) Dann lernst du den Schlaf als Ruhephase für deinen Körper kennen und erwartest nicht immer, dass du so tief schläfst wie ein Stein. Dann kannst du auch entspannende, nächtliche Meditationsreisen in deiner Vorstellungswelt unternehmen und so deiner Körpereinheit eine bewusste Ruhephase gönnen, ohne dass du in den unbewussten Schlaf fällst.

 

Prinz: Ich versuche am besten, diese vier Schlafkonzepte während längeren Erlebniswanderungen bewusst auszuleben. Urlaubszeiten ab einer Woche bieten sich dafür an, falls ich anfangs nicht die Möglichkeit habe, die Ausbildung ganzheitlich zu absolvieren. Es braucht etwas Zeit bis sich meine Körpereinheit auf ein Schlafkonzept »eingeschlafen« hat, ein Rythmus entsteht.

 

Hinweis: Ein bequemer Freiluftschlaf stellt den Zimmerschlaf in den Schatten und kann die Schlafzeit um Stunden verkürzen! Besonders nach Besäufnissen, körperlichen Höchstleistungen oder allgemein bei erhöhtem Infektionsrisiko, ist ein kuscheliger Freiluftschlaf für die Renovierung deiner Körpereinheit überaus wertvoll.

Doch die Grenze zwischen wertvoll und katastrophal ist draußen relativ eng. Du brauchst Erfahrung! Wichtig ist, dass du es dir draußen von Anfang an gemütlich machst. Wie du dich bettest, so schläfst du auch. Wesentlich sind eine gute Bodenisolierung und ein sehr guter Schlafsack. Vielleicht benutzt du zwei kuschelige Schaffelle und eine Isoliermatte darunter. Damit sich draußen ein erstes wirklich gutes Zuhausegefühl einstellt, bedarf es einer bewussten Eingewöhnungsphase von mindestens drei vier Tagen. Erst nach mehreren Monaten findest du ein sonst unerreicht tiefes »Zuhausegefühl«. Die Überwindung alter Gewohnheiten wird sich lohnen. Der Schlaf »unter dem Nachthimmel und Kosmos« fördert dein Urvertrauen in dein Umgebungssystem enorm. Der genüssliche Draussenschlaf ohne Zelt beschleunigt die Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken stark und wunderbar.

Schau dich nur um was es in deinem neuen geräumigen Freiluftschlafzimmer alles gibt. Das tust du ja schließlich auch in deiner Wohnung, wenn du neu einziehst oder bei Freunden oder in einem Hotel schläfst! Wenn du die freie Schafplatzwahl hast, dann such dir doch ein Plätzchen nahe von Freiluftküche (unterm Apfelbaum) und Badezimmersektion. Das macht dann schon mal automatisch ein Frühstück im Bett und kurze Wege zum Badesee. Selbst ein Mittagsschlaf oder eine Nacht in der Woche draußen... kann dich schon im Sinne der Ausbildung um Meilen nach vorn katapultieren.

Du kannst in allem Natürlichen und über viele Jahrtausende Gewachsenen deine folgerichtig–rationalen Gedanken(gänge) und emotional-assoziativen Gedanken, deine Bedürfnisse, Vorstellungen, Sehnsüchte und Eigenheiten erkennen, dich spiegeln, dich selbst erkennen, dich als verbunden oder ausgegrenzt erleben.

Wirkungsvoll und alt sind die Wirkeinheiten in Wald und Flur. Du kannst lebendigen Frieden atmen und tausend und ein Gleichnis rückkoppeln und aussöhnen.

Achte auf den Rhythmus deiner heimatlichen Umgebung, verbringe bewusst lange Zeit mit ihrer Vielfalt und du wirst bald tiefe emotional-assoziative Gedanken entwickeln und in all der gleichberechtigten Lebewelt erkenne, was dich zum Menschen macht. Je eher du vor dem naturnahen Leben in deinen Landschaften vor deiner Stadt oder jenseits deiner Siedlung fliehst, umso entfernter bist du noch von dir, und dem dauerhaft, ganzheitlich-freien Moment, dem ganzheitlich-freien Denken. Wenn du diese Momente nicht in der Natur finden, tragen und geniessen kannst, wirst du sie in unseren Gesellschaften nicht finden und halten und erst recht nicht geniessen können. Der Schlaf ist ein guter erster Anfang, um sich mit verschiedenen Umgebungssystemen auszusöhnen.

Versuch die erste Regel der Aussöhnung erst einmal in außerberuflichen Lebenssituationen anzuwenden und auszuleben. Du wirst sicher je nach Umfeld und Situation etwas Aufsehen erregen und Konventionen brechen. Die Erfahrung in der Ausbildungspraxis zeigen aber meistens, dass sich schon nach erstaunlich kurzer Zeit niemand mehr um dich kümmert. Willst du wissen wie natürlich, menschlich, friedlich und tolerant dein Gemeinschaft oder Gesellschaft ist, dann Schlafe einfach ein und warte ab was passiert.

Über längere Zeit erntest du meistens sogar Respekt, denn wer würde nicht gerne auch so ausgeschlafen sein. Du bist dann cool und machst dir obendrein noch Freunde, weil stets muntere Menschen im allgemeinen reaktionsfähiger, liebevoller, lebensfroher, lustiger und friedvoller, aufmerksamer eben rundum geschmeidiger und bekömmlicher für die Gemeinschaft sind.