DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 132 - 133 Komplexe Genussdrogen

Komplexe Genussdogen

Je nachdem wie umfangreich oder komplex die Wirkeinheit ist mit der du dich bewusst verbindest, kannst du relativ willkürlich bzw. je nach Interesse zwischen einfachen und komplexen Wirkeinheiten bzw. Genussdrogen unterscheiden. Unter den komplexen Genussdrogen sind die komplexen bzw. situativen Neuronalgenussdrogen besonders interessant für die Ausbildung deines ganzheitlich-freien Denkens im Alltagmoment.

 

Komplexe Neuronalgenussdrogen: Beispiele für komplexe Neuronalgenussdrogen sind: Actionvideos, Musikvideos, Werbevideos, Pornovideo, Liebesfilme, Horrorvideos, Musik-CD’s aller Art… mit all ihren unterschiedlichen Geräuschen bzw. Bildern darauf. Aber auch Computerspiele zum Spielen, »Computerspiel« zum Schreiben, »Computerspiele« zum Rechnen, »Computerspiele« zum Sortieren... Musikkassetten... Hörspielkassetten, Sprachkassetten zählen zu den komplexen Neuronalgenussdrogen. Doch der Hammer kommt erst noch, wenn dir bewusst wird, dass alle Alltagssituationen in denen du etwas riechen, schmecken, spüren, sehen, hören und denken bzw. die du irgendwie Wahrnehmen kannst, komplexe neuronale Genussdrogen sind oder sein können! Die Reise durch eine Landschaft mit ihren Millionen Bestandteilen, Lebewesen und ihren Geräuschen und Gerüchen, Gesprächen... selbst alle Träume, Vorstellungen, Theorien, Fantasien der Menschen können für dich in diese Gruppe der komplexen neuronalen Genussdrogen gehören.

Und du bist demnach in der Lage von deinen eigenen oder fremden komplexen Neuronalgenussdrogen, also auch von Gedanken und Vorstellungen »abhängig« zu werden. Kriege, Amoklauf, Streit, Wahn, Verrücktheit, Suizid, Depressionen usw. können heftige und deutliche Beispiele für solch eine Drogenabhängigkeit von komplexen Neuronalgenussdrogen sein.

Nun wird dir sicher klarer, was die einfachen Stoffwechseldrogen und einfachen Neuronalgenussdrogen und darüber hinaus auch die komplexen neuronale Genussdrogen für deine Körpereinheit darstellen können! Bei dieser Vielfalt der neuronalen Genussdrogen kann einen schon mal übel und durcheinander oder verwirrt werden. Denn hier musst du dich tatsächlich wie ein Wurm durch ihre Vielfalt hindurchfressen!

Das klinkt nach Migräne – oder nach Genuss. Wenn du nicht abschalten kannst oder nicht genug kriegen kannst, kann es zu einem ernsthaften Stress- und Reizüberflutungsproblem kommen, wie es heute immer häufiger zu beobachten ist. Aber um das zu vermeiden, hast du dich ja unter anderem auf den Ausbildungsweg gemacht, damit dein Leben eher ein verspielter Dauergenuss wird, als eine Dauerbelastung oder eine ununterbrochene geistige Verstimmung und Nerverei.

Neuronalgenussdrogen sind immer auch Stoffwechseldrogen.

Nervensystemaktivitäten bedürfen zumindest auch deiner Körperenergie. Dass Neuronaldrogen deutlich auf deine übrige Körpereinheit wirken, merkst du zum Beispiel, wenn du dich mit der komplexen Neuronalgenussdroge »Film« verbindest und du dich vor Lachen, Weinen, Ekel, Angst körperlich veränderst oder befriedigst oder vor dem Fernsehapparat nicht nur in deinen bewussten Denkfähigkeiten ermüdest. Deine Körpereinheit ist also ständig mit seiner Umwelt verbunden. Doch auch in der kleinen Genussdrogenschule gilt: Nichts überbewerten!

Erinnerst du dich an den Anfang dieses Buches, wirst du verstehen, warum jede Genussdroge ihre spezifische Wirkung zusammen mit deiner Körpereinheit entwickelt. Genussdrogen sind Wirkeinheiten, mit welchen sich deine Körpereinheit zeitweise oder dauerhaft wirkungsvoll und bewusst verbinden, verschmelzen, vereinen kann. Auch hier gilt das erläuterte Verbindungs- und Entstehungsprinzip.

Da deine Körpereinheit selbst eine Wirkeinheit darstellt, entsteht bei der Verbindung mit einer anderen Wirkeinheit (Genussdroge) eine neue Wirkeinheit mit neuen Eigenschaften oder Fähigkeiten.

Deine Körpereinheit hat sich verändert, sie hat nun eine neue, dir hoffentlich angenehme Eigenschaft oder Fähigkeit. Alle Menschen machen sich dieses Prinzip im Alltag zu Nutze, nicht nur Leistungssportler oder Profimusiker!

Sich bewusst zu sein, mit welchen komplexen Genussdrogen du gerade verbunden bist, kann sehr nützlich sein für dich und schleichende, unbewusste Abhängigkeiten verhindern.

Du kannst also deine Körpereinheit auch als eine Wirkeinheit verstehen, welche wie eine Raumstadion an Tausende andere Wirkeinheiten ankoppeln kann, um aus der Verbindung miteinander nutzen zu ziehen. Dein Nervensystem überwacht die Kooperationen und wählt gezielt die Partner bzw. Wirkeinheiten aus.

 

Komplexe Genussdrogen: Das sind Genussdrogen, die aus vielen unterschiedlichen Neuronal- und Stoffwechseldrogen zusammengesetzt sind und in ihrer Gesamtheit und auch über längere Zeit auf deine Körpereinheit bzw. in und mit deiner Körpereinheit in Alltagssituationen wirken.

Oder anders: Wirken mehrere Stoffwechsel bzw. Neuronaldrogen zusammen bzw. bilden sie eine neue (komplexere) Wirkeinheit, dann ist auch ihre Wirkung eine andere, wenn du dich mit diesen komplexen Wirkeinheiten verbindest. Auch hier gilt: Die Gesamtheit der Genussdrogen ist mehr als die Summe ihrer Einzelteile! Komplexe Genussdrogen haben oft neue Wirkungen bzw. neue Wirkungsqualitäten.

Beispiel: Mittagessen, Marathonlauf, Geburtstagsfest, Weihnachten, Kneipenabend, Mittagsschlaf, Baden, Fußballspielen, Autofahren, Musizieren, Meditieren, Gespräche, Urlaub usw.

Verbindest du dich mit der Situationsdroge »Kneipenabend« wirken also beispielsweise die Stoffwechsel- und Neuronaldrogen: 10 Begrüßungen, 5 Bier, 3 Schnäpschen, 5 Zigaretten, 3 h Passivrauchen, 8 Gespräche, 2 Toilettengänge, Geldbörse öffnen usw. in ihrer Gesamtheit auf dich ein.

Ist dir das nicht voll bewusst, kannst du auch diese Genussdroge nicht kontrollieren und für deinen unbewussten »traditionellen« Körper die Schutzfunktion übernehmen.

Wachst du also am andern Morgen mit einer eingehauenen Schnupfnase und leerer Geldbörse in irgendeinem Schlafzimmer auf, solltest du deinen Genussdrogenkonsum etwas bewusster und globaler angehen, sofern du dir Verdrussaspekte eingestehen musst.

Das nächste Mal bist du schon im Vorfeld ehrlicher zu deiner Körpereinheit und deiner Frau, wenn du sagst: »Ich ziehe mir eine Kneipe rein! «, anstatt des üblichen: »Ich geh eben mal auf ein Bierchen... «.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt und der Rest ist Genuss, dass gilt besonders für komplexe Genussdrogen(Situationen), denn in der Praxis wirkt auf dich immer ein Genussdrogenkomplex ein. Die einzelnen Genussdrogen können mit ihrer Wirkung dein Bewusstsein und damit deine einzige Schutzfunktion langsam und fast unbemerkt untergraben! Deine Körpereinheit verliert ihren Schutzengel. Du wanderst immer rasanter in die Welt des Schmerzes und Verdrusses hinab. Verbinde dich mit Situationsdrogen ebenso bewusst wie mit einfachen Genussdrogen auch. Das hilft dir unbeschwerter zu genießen und Abhängigkeiten und Teufelskreisläufe zu verhindern, zu erkennen, wenn möglich zu durchbrechen.