DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 11-13 Vorwort

Hinweise für begeisterte Wissenschaftlerinnen

In diesem Werk werden nicht immer gebräuchliche Begrifflichkeiten verwendet, nicht aus Verachtung, Unwissenheit oder Faulheit heraus. Die Begriffe heutiger wissenschaftlicher Arbeit haben sich durch ihre Herangehensweise und in der Tradition der folgerichtig-rational geprägten Wissenschaften über die letzten Jahrhunderte entwickelt, stehen nun in bestimmten folgerichtig-rationalen Verbindlichkeiten und werden im Alltag mehr oder weniger treffend verstanden und gebraucht. Ich möchte jedoch mit den hier eingeführten Begrifflichkeiten neue folgerichtig-rationale Gedanken, aber auch neue emotional-assoziative Gedanken, letztliche ein ganzheitlich-freies Denken aufdecken, auch ein ganzheitliches, empirisches „Erfahrungs-wissen-schaffen“ erlebbar machen, in der alle Funktionsebenen des Nervensystems bewusst geduldig und gleichberechtigt Berücksichtigung und Einsatz finden und die Assoziationen und praktischen Erfahrungen, das ganzheitliche Kennenlernen des Forschungsgegenstandes und letztlich das stimmige Zusammensein und der Aspekt des geduldig einander Formens, des Zusammenwirkens im Alltagsmoment stärker im Mittelpunkt stehen.

Da über viele emotional-assoziative und ganzheitlich-freie Erfahrungsbereiche ein folgerichtig-rationaler Erfahrungsaustausch, bzw. eine Vermittlung von emotional-assoziativem und ganzheitlich-freiem „Erfahren, Wissen und Können“ schwer, oft nicht sinnvoll, nicht treffend genug, oft sogar unmöglich ist, bleibt früher oder später nur der Weg der Anwendung der universalen Methode der bewussten Wahrnehmung, Rückkopplung und Aussöhnung unmittelbarer Nervensystemaktivitäten. Über die Anwendung dieser Methode schafft sich jeder Anwender, bzw. jede Anwenderin individuellen Zugang zum ganzheitlich-freien Denken und Leben und zu einem neuen Selbstbewusstsein selbst in dem Maße, wie er oder sie es für angemessen hält und auch letztlich immer wieder tut. Da ist leider und zum Glück kein anderer Weg. Jeder erwachsene Mensch bleibt also seines eigenen Bewusstseins Schmied, hin und wieder heißt dies natürlich auch Kooperationen einzugehen, zu lernen, oder um Hilfe zu bitten.

Einige Begriffe und ihre Einführung wurden in den Dienst eines anwendungsfreundlichen, universalen und bewussten Einsatzes der Wahrnehmung, Rückkopplung und Aussöhnung gestellt. Vielleicht kann sogar ein bewusstes Arbeiten mit den Funktionsebenen unseres Nervensystems zu einem neuen, innovativen wissenschaftlichen Arbeiten führen und dann im Rückblick, mit Hilfe eines neuen Bewusstseins, herkömmliche Begrifflichkeiten und herkömmliches wissenschaftliches Arbeiten in allen Stärken und Schwächen neu beurteilt und Begrifflichkeiten angemessen integriert werden, der Sinn von Forschungsprojekten für sich selbst und andere Menschen, Organismen oder Ökosysteme neu hinterfragt und ganzheitlicher beurteilt werden. Die Anwendung der universalen Methode eröffnet neue Perspektiven auf die individuelle Wirklichkeit jedes einzelnen Nervensystems.

Die neuen Begrifflichkeiten dieses Werkes stehen natürlich auch mit bereits gebräuchlichen und bekannten Worten und Sinn-Zusammenhängen in Verbindung und können sich so über die Zeit des Lesens auch assoziativ der Leserschaft erschließen. Später wird auf diese Art der Begriffsbestimmung näher eingegangen. Doch zunächst müssen wir vor allem anderen erfahren, verstehen, akzeptieren und auch tolerieren lernen, dass es einen qualitativen Unterschied gibt, einen Unterschied zwischen den verschiedenen Funktionsebenen unseres Nervensystems, aber auch zwischen

  • dem unbewussten Gebrauch und dem bewussten Einsatz der folgerichtig-rationalen Funktionsebene im Alltagsmoment,

  • dem unbewussten Gebrauch und dem bewussten Einsatz der emotional-assoziativen Funktionsebene im Alltagsmoment,

  • dem unbewussten Gebrauch und dem bewussten Einsatz der ganzheitlich-freien Funktionsebene im Alltagsmoment,

auch bei der Planung, Durchführung und Auswertung wissenschaftlicher Forschung und letztlich auch bei der Anwendung der universalen Methode der bewussten Wahrnehmung, Rückkopplung und Aussöhnung unmittelbarer Nervensystemaktivitäten im Alltagsmoment, die in diesem Werk im Mittelpunkt stehen soll.

Dieses Werk ist sicher auch für jeden wissenschaftlich interessierten Menschen geschrieben, der sich bald auch im ganzheitlichen Sinne als „begeisterter“ Forscher und Entdecker verstehen lernt und der mit allen ihm zur Verfügung stehenden Funktionsebenen seines Nervensystems bewusster arbeiten und leben möchte.

 

Die Erkenntnis, dass die folgerichtig-rationale Funktionsebene unseres Nervensystems, die kausale, folgerichtig-rationale... Verbindungsvielfalt, bzw. ihr so geartetes Zusammenspiel sehr gut, auch oft sehr exakt, ja oft auch im Experiment wiederholbar erfassen kann, jedoch auch natürliche Grenzen hat, ist viel wert. Folgerichtig-rationale Zusammenhänge sind gut mittels Sprache zu kommunizieren. Auf diesen wichtigen Aspekt wird später im Werk näher eingegangen.

Es gab und gibt ja eine entscheidende unbewusste und bewusste emotional-assoziative Komponente bei jeder Forschungsarbeit, wie manch einer aus der Hirnforschung weiß. Bei jeder bewussten oder unbewussten, wiederholten und ausdauernden Beschäftigung mit dem Forschungsgegenstand, mit allen Sinnen, kann uns die emotional-assoziative Funktionsebene einen durch keine Statistik, keine empirischen Untersuchung, keine Messmethode besser und einfacher zu vermittelte „emotional-assoziative Statistik“ der Nervensystembereiche präsentieren, die im Laufe der Forschungsarbeit, Messungen, Versuche, Auswertungen bewusst oder unbewusst verbindlicher wurden, gemeinsam aktiviert und vernetzt wurden. Diese neuen Nervensystembereiche sind Grundlage von emotional-assoziativen „Erkenntnissen“, die gerade über unseren mehrdimensional verbindlichen, komplexen, vielfältig veränderlichen Forschungsgegenstand erste Auskunft geben können, und sei es ein erstes Gespür, dass uns während der Forschung und Suche leitet. Benötigen unsere folgerichtig-rationalen Erkenntnisse unsere emotional-assoziativen Erfahrungen!

Welches komplexe Instrument kann sich besser mit dem Forschungsgegenstand und seiner spezifischen Verbindlichkeiten als Wirkeinheit der Vielfalt verbinden, als unser Nervensystem auf der rational-folgerichtigen, emotional-assoziativen oder ganzheitlich-freien Funktionsebene mit seinen Milliarden neuronalen Wirkeinheiten, seinen Verbindlichkeiten und seiner Plastizität? Und Egal was wir für Hilfsmittel verwenden bei unseren Nachforschungen, es ist letztlich immer wieder das Nervensystem, dass die Forschung macht, Messungen Interpretiert, Aussagen formuliert. Dieses Werk widmet sich der bewussten Wahrnehmung, Rückkopplung und Aussöhnung unmittelbarer Nervensystemaktivitäten und hebt damit das grundlegende Arbeitsprinzip des Nervensystems ins Bewusstsein! Ist diese Auseinandersetzung mit dem grundlegenden Arbeitsprinzip seines Nervensystems nicht ein „Muss“ für jeden wissenschaftlich arbeitenden Menschen?

Welcher Wissenschaftler nutzt nicht während seiner wiederholten Nachforschungen, seiner Studien, Auswertungen, Interpretationen unter zu Hilfenahme aller möglicher Medien, Mittel und Methoden, Maschinen und Systeme zumindest die emotional-assoziative Funktionsebene seines Nervensystems unbewusst oder halb bewusst? Eine Wahrheit stellt sich doch gerade aus der Sicht der Gehirnforschung so dar, dass gerade aus den komplexen, sphärischen Aktivitätsmustern, die in der wiederholten und lebendigen Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegenstand im Alltagsmoment entstehen, sich in einem Zyklus der offenen Suche & Beobachtung und der unbewussten und/oder bewussten Rückkopplung und Aussöhnung von unmittelbar aktiven Nervensystembereichen... neue „stimmige“ Assoziationsfelder und neue neuronale Aktivitätsmuster durch neue neuronale Verbindlichkeiten bilden... die erst nach und nach in einem Erkenntnisprozess, sozusagen als Spitze des Eisberges aller unbewussten und bewussten Nervensystemaktivitäten und ihrer Rückkopplungen und Aussöhnungen über den gesamten Forschungszeitraum, als neue, stimmige, wissenschaftliche, nun erst einfacher erscheinende, folgerichtig-rationale „Zusammenhänge“ nach und nach ins Bewusstsein finden.

Wenn wir mit der Anwendung der universalen Methode der bewussten Rückkopplung & Aussöhnung unmittelbarer Nervensystemaktivitäten den in diesem Werk dargestellten Erkenntnisprozess selbst erleben und besser steuern, diese universale Methode des Bewusstwanderns im Umgang mit einer beliebigen Wirkeinheit unserer Alltagsvielfalt bewusst in die Forschung integrieren und dort überall nutzen, werden wir Erkenntnisse über uns und unsere Wirklichkeit in unser Bewusstsein heben können, die bisher undenkbar oder kaum nachvollziehbar waren und alle bisherigen Hilfsmittel der Forschung zielbewusster und effektiver anwendbar machen können, noch selbstbewusster wissenschaftlich Arbeiten können und uns zudem uns selbst in unseren Motivationen, in unserem Forschungsdrang und in unserem Forschungsprojekt besser verstehen, Sinn oder Unsinn noch besser reflektieren können, Lebenszeit glücklicher und sinnvoller nutzen können.

Der Zugang zur Anwendung der universalen Methode ist mit diesem Werk geschaffen, den Schritt der Anwendung im Lebensmoment muss jeder selbst gehen. Diese Herausforderung beleibt. Vieles was hier noch zu erläutern wichtig wäre, aufzuklären und zu fassen, zu begründen und zu erschließen, zu definieren, wird begeisterten und ganzheitlich-frei forschenden Menschen leicht aus dem Blickwinkel ihres Wissensgebietes, ihrer individuellen Forschungswelt ins Bewusstsein kommen. Sicher finden sich begeisterte Forscher & Menschen, die auch von ihren Fachgebieten, von ihren Erlebnis- und Vorstellungswelten geduldig bewusst wandernd breite Furten suchen und finden und begriffliche Brücken schlagen und so für andere Menschen interessante und neue Räume des ganzheitlich-freien und kooperativen Denkens eröffnen, weil sie selbst dort denken, fühlen, tun und dort und darin ganzheitlich-frei sind, dort leben wollen mit jeder Faser ihrer Existenz, weil sie sich als Teil der Vielfalt erkennen, erleben, denken und fühlen, froh sind.

Lassen Sie mich einfach, hier und da, in diesem Werk, an mancher Stelle etwas theatralischer schreiben. Bis jetzt liegt der neue Lebensraum der bewussten Wahrnehmung, Rückkopplung und Aussöhnung noch wie ein wilder unberührter Kontinent vor dem Leser und der Leserin und hier dürfen Sie selbst in Ihrem Alltag freudig entdecken! Ihre Welt bleibt rund und hier gleich über dem Gartenzaun geht das ganzheitlich-frei Leben weiter...

 

Nichts was wir bisher erfahren und erkannt haben geht durch das Bewusstwandern verloren. Einiges kann in neue Zusammenhänge gebracht werden.