DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 119____2. Wegeinheit, Start, Wanderroute

Start zur 2. Wegeinheit

In Folgendem wird dir die Wanderroute beschrieben, du bekommst Hinweise zu den drei großen (Grenz)Bereichen des bewussten Denkens bzw. des bewussten Einsatzes deiner drei geistigen Werkzeuge.

Du erfährst etwas über die Ausbildungsvoraussetzungen (Alter, geistige Voraussetzungen, benötigte Zeit für die Ausbildung). Danach erwarten dich die Ausführungen in den »kleinen Schulen«.

Diese zweite Wegeinheit verbindet das erste und das zweite Buch. Die sehr wichtige »Schule der Aussöhnung« findest du am Anfang des zweiten Buches. Mit Tabelle 1 kannst du deinen Ausbildungsweg und den vorliegenden Buchband besser überschauen.

Tabelle 1: Übersicht und Vororientierung über den Ablauf und die Wegeinheiten der natürlichen bewussten Ausbildungswanderung, so wie sie im Online-Handbuch behandelt wird. 

(K.J. Kretzschmar, 2002 Bewusst(w)anderer Mensch - Handbuch; www.bewusstwandern.org)

I. Buch = Basiswissen.

Ziele: Aufklärung über die Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken; Schaffung eines folgerichtig-rationalen Zuganges zur Ausbildung zum ganzheitlich-freien Denken und Leben im Alltagsmoment...

~ Wegeinheit 1: Einführung & Basiswissen; deine drei geistigen Werkzeuge...

~ Wegeinheit 2: Basiswissen und die kleinen Schulen; Grundlagen der Ausbildung, Voraussetzungen, Ausbildungsweg, Genussdrogenschule, Ausrüstungsschule…

II. Buch = Der Weg durch die Vielfalt.

Ziele: Vielfalt bewusster entdecken, erleben & verarbeiten; Vielfalt an folgerichtig-rationalen & emotional-assoziativen Gedanken fördern...

~ Wegeinheit 2 (beginnend im Buch 1): Aussöhnen lernen; Schule der Aussöhnung & der SMH-Aussöhnzyklus…

~ Wegeinheit 3: Wanderweisheiten & Sprüche…

~ Wegeinheit 4: Vielfalt erleben; Auswahl- & Erlebnisprinzip, kleiner bewusster Weiterwanderzyklus, kleine Erlebniswanderungen…

~ Wegeinheit 5: Vielfalt überblicken; RW- Erkundungswanderung, kleine Systematik der Vielfalt

III. Buch = Der Weg zur Ganzheit.

Ziele: Eigene unmittelbare Nervensystemaktivitäten im Alltagsmoment ganzheitlich-frei Rückkoppeln & Aussöhnen lernen; Freiheit & Wirkung des ganzheitlich-freien Denkens erfahren; Ausbildungsweg ins ganzheitlich-freie Alltagsleben übergehen lassen...

~ Wegeinheit 5 (beginnend im Buch 2): Rückkoppeln lernen; Schule der Rückkopplung, Bewusstwandern mit dem Methode-ES-Bewusstwanderzyklus…

~ Wegeinheit 6: Praxis I; die bewusste Rückkopplung & Aussöhnung im Alltag anwenden & damit die natürliche bewusste Ausbildungswanderung durch die drei Rückkopplungsräume beginnen: 

=> Rückkopplungsraum 1 = das Bewusstwandern betont folgerichtig-rational praktizieren

~ Wegeinheit 7: Praxis II; weitere Erfahrung mit der bewussten Wahrnehmung, Rückkopplung & Aussöhnung im Alltag sammeln & die natürliche bewusste Ausbildungswanderung zunehmend ganzheitlicher im Alltagsmoment gehen, erleben und erkennen:

=> Rückkopplungsraum 2 = betonter EW-Einsatz beim Bewusstwandern;

=>Rückkopplungsraum 3 = betonter MW-Einsatz beim Bewusstwandern;


Ausführungen aus dem Handbuch - im Alltagsmoment weiterwandern...

Wanderroute

Um das ganzheitlich-freie Denken im Alltagsmoment erleben und anwenden zu können, dazu bedarf es immer auch deiner Umgebung. Du wirst als »Alleinkämpfer« in deinem stillen Kämmerchen nicht am Ausbildungsziel ankommen. Es bedarf vieler Wirkeinheiten, deiner gesunden Körpereinheit, deiner Mitmenschen und es bedarf vieler lauter und stiller Auseinandersetzungen und Gespräche mit ihnen. Natürlich bedarf es auch ständig liebevoller und doch kritischer Auseinandersetzungen mit dir selbst und deinen folgerichtig-rationalen und emotional-assoziativen Gedankeninhalten.

Wenn du dein Metawerkzeug möglichst brauchbar in deinem Lebensalltag anwenden willst und nicht nur in einer abgegrenzten Kammer oder nur wenn du alleine in der Natur bist, muss du es auch in deinem Alltagsumfeld ausbilden und schulen.

 

Du befindest dich auf dem ersten Ausbildungsabschnitt.

 

Es sind die Momente, wo du dich immer bewusster mit dem Basiswissen der Ausbildung beschäftigst und deinem Nervensystem bewusst wird, dass in ihm eine Fähigkeit schlummert, welche vielleicht die Möglichkeit bietet, dich und deine Wirklichkeit bzw. deine Umgebung unter einem tatsächlich neuen Aspekt zu erleben, zu genießen und zu nutzen. Du kommst an den ersten weißen Meilensteinen vorbei auf dem mit kunterbunt-lebhafter Farbe geschrieben steht: Freue dich deiner ersten Bewusstwanderschritte!

Auf dem ersten Ausbildungsabschnitt beschäftigst du dich also mit dem Basiswissen (erstes Buch) und den Grundlagen der Ausbildung.

 

Auf deinem zweiten Ausbildungsabschnitt durchstreifst du bewusst die Vielfalt. Dazu begibst du dich bewusst auf so genannte »kleine Erlebniswanderungen« durch die Vielfalt.

 

Denn die Ausbildung auf dem dritten und letzten Ausbildungsabschnitt ist ohne die Vielfalt an rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Gedanken und die Vielfalt an Erlebnissen nicht erfolgreich. Du benötigst für das ganzheitlich-freie Denken die Vielfalt, die vielen unterschiedlichen Wirkeinheiten, die vielfältige Wirkung deiner Umgebung. Je umfangreicher die erlebte Vielfalt ist, um so verspielter, wirkungsvoller kannst du beispielsweise dein Metawerkzeug gebrauchen und um so genussvoller ist die spätere Arbeit mit ihm im Alltag, um so leichter, sicherer, genüsslicher wirst du dich in die ganzheitlich-freie Erlebniswelt im Alltag fallen lassen können und dich sinnvoll, liebevoll und ganzheitlich-frei mit deiner Umgebung im Moment rückkoppeln und aussöhnen können. Stell dir vor du willst später ein Bild vom ganzheitlich-freien Leben haben bzw. malen und nun benötigst du erst einmal die ganze Vielfalt an Farben.

Also, ganz einfach gesagt: Ohne Einzelteile keine Vielfalt, kein dauerhaftes ganzheitlich-freies Denken, keine ganzheitlich-freien Erfahrungen, keine Erfahrungen mit der Nervensystemfunktionsebene des ganzheitlich-freien Denkens. Das Metawerkzeug ist also ohne Vielfalt relativ nutzlos.

Auf deinem zweiten Ausbildungsabschnitt (zweites Buch) sammelst du sozusagen die Einzelteile ein und verbindest sie möglichst bewusst miteinander. Du erlebst so bewusst wie möglich die Wirkungen, Veränderungen bzw. die Wirkeinheiten deiner Umgebung in ihrer Vielfalt und mit all deinen Körpersinnen und sammelst bewusst viele neue Erfahrungen.

Diese Wegstrecke durch die Vielfalt hast du seit deiner Zeugung als Individuum begonnen. Ab nun gehst du diesen Weg als Entdecker der Vielfalt weiter, nur eben noch etwas bewusster werdend. Du ahnst oder begreifst, dass deine unbewussten/ halbbewussten Wandererlebnisse deiner »Bewusstwanderkindheit« etwas Neues auf deinem Lebensweg entstehen lassen. Viele Menschennervensysteme vom Baby- bis zum Großvaterhirn sind heute damit beschäftigt, sich unbewusst bzw. halbbewusst mit Wirkeinheiten dieser Vielfalt zeitweise oder dauerhaft zu verbinden.

Du lernst auf dem zweiten Ausbildungsabschnitt die Vielfalt deiner Umgebung bzw. ihre vielfältigen, wirkungsvollen Beziehungen und Verbindungen etwas bewusster kennen, eben in Verbindung mit deiner eigenverantwortlichen Ausbildung deines Nervensystems.

 

Auf dem zweiten Ausbildungsabschnitt (zweites Buch) entwickelst du deine individuelle, vielfältige folgerichtig-rationale und emotional-assoziative Gedankenvielfalt, in deinem Nervensystem und gemeinsam mit deiner Umgebung.

 

Du erkundest also Erlebniswelten. Die Erde, mit allem was darauf wächst, krabbelt, kriecht, fliegt und zappelt, unter der Landoberfläche und darüber, in Landschaften und in den Siedlungen und Städten. Es gilt deine und die Gedanken- und Emotionswelten anderer Menschen zu entdecken. Du kannst dich natürlich in dieser Vielfalt »verlaufen« und es ist möglich, dass du bis zu deinem Tode nie mehr zu diesen Zeilen zurückfinden wirst! Doch ab nun kennst du die »Tür« zu einem bewussteren Lebensabschnitt. Die unbewusste/ halbbewusste Wahrnehmungs-, Denk- bzw. Lebensweise des Menschen im Alltagsmoment eigenverantwortlich und frei zu verlassen, diese Chance und Freiheit ergreifst du ab jetzt bewusst.

Bei einer deiner Wanderpausen, und das kann auch erst in ein paar Jahren sein, wird dir dann deutlich, dass sich deine folgerichtig-rationalen Gedanken und emotional-assoziativen Gedanken üppig vermehrt haben. Du wirst eine recht umfangreiche Kopie der Beziehungen deiner Umgebung in deinem Nervensystem haben. Und du wirst sehr viele Wirkeinheiten bewusst kennen gelernt haben.

Und dir wird dann auch bewusst, dass du niemals alle Wirkeinheiten kennen lernen kannst, du wirst sozusagen deine eigene Kopiergrenze finden. Du wirst dich mehr auf den Lebensmoment besinnen und auf deine Alltagsaufgeben und vielleicht auf einfache Prinzipien, Methoden, Gemeinsamkeiten stoßen, um die immerwährende Vielfalt und Veränderung wirkungsvoller und gelassener genießen zu können. Du wirst vielleicht nicht mehr so auf die Vielfalt und die Erlebnisse »zurennen«, sie eher auf dich zukommen lassen, um in der momentanen Alltagssituation sinnvoll zu leben.

 

Du wirst den dritten Ausbildungsabschnitt (drittes Buch) für dich entdecken, egal wo du dich gerade befindest in diesem Meer, in dieser Welt der Vielfalt bzw. in und mit deiner Alltagsumgebung. Grün sind die Meilensteine dieses dritten Ausbildungsabschnittes, weil du dann hoffen darfst, doch noch etwas qualitativ Neues in der ganzen bekannten Vielfalt zu finden. Du wirst erleben, fühlen und erkennen, dass du bereit bist für den dritten anspruchsvollen Wegabschnitt.

Auf diesen dritten großen Ausbildungsabschnitt kommst du mit Buch 3. Der Weg führt dich über die bewusste folgerichtig-rationale Wahrnehmungs-, Denk- bzw. Erlebniswelt des Menschen im Alltagsmoment und hin zur bewussten emotional-assoziativen Wahrnehmungs-, Denk- bzw. Erlebniswelt des Menschen im Alltagsmoment. Du kannst es mit deinem freien Willen schaffen durch diese beiden Erlebniswelten zu wandern und die bewusste ganzheitlich-freie Wahrnehmungs-, Denk- bzw. Erlebniswelt des Menschen im Alltagsmoment zu erleben.

 

Dein Weg auf dem dritten Ausbildungsabschnitt beginnt mit der geduldigen, liebevollen und bewussten Rückkopplung und Aussöhnung deiner momentanen rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Alltagsgedanken.

 

Auf der Basis deiner unbewussten/ halbbewussten »Kindheitserfahrungen« mit der Vielfalt (erste Wegstrecke von deiner Zeugung und Geburt bis zum Basiswissen im ersten Buch dieses Buchbandes) und deiner bewussteren Erfahrungen mit der Vielfalt (zweite Wegstrecke durch die Vielfalt, zweites Buch) beginnt der dritte Ausbildungsabschnitt (siehe auch drittes Buch).

Erst wenn du dich mit der Rückkopplung und Aussöhnung der eigenen folgerichtig-rationalen Gedanken und emotional-assoziativen Gedanken im Alltag allmählich vertraut gemacht hast und über diese Selbsterfahrungen deine Fähigkeit des bewussten ganzheitlich-freien Denkens erkennen und voll akzeptieren kannst, wird dir dämmern was das ganzheitlich-freie Denken wirklich für jeden einzelnen Menschen ganz individuell bedeutet bzw. bedeuten kann. Ein neues Vertrauen, ein neues Selbstbewusstsein und eine neue Zuneigung zur wahrgenommenen, gemeinsamen Alltagsvielfalt und ihren Veränderungen entsteht mit konkretem Alltagsbezug und die Worthülse »bewusste ganzheitlich-freie Wahrnehmungs-, Denk- bzw. Erlebniswelt des Menschen im Alltagsmoment« beginnt sich mit deinen persönlichen Erlebnissen und Leben zu füllen.

Die Basis deiner unbewussten und bewussteren Erfahrungen mit der Vielfalt wird dir genügend Ruhe, Sicherheit, Standpunkt, Vergleichsmöglichkeit, Vertrauen und Mut geben, um den neuen ganzheitlich-freien Aspekt in die Vielfalt der Erscheinungen deiner Umgebung und deiner Vorstellungswelt bzw. in die Vielfalt deiner Persönlichkeit einzugliedern und nach und nach das ganzheitlich-freie Denken harmonisch in dein Leben einzubinden.

Die Ausbildung ist auch auf dem dritten Ausbildungsabschnitt mit Übung und in diesem Sinne mit fleißiger Arbeit an sich selbst und mit ehrlichstem Bemühen im Lebensmoment verbunden. Dieses Bemühen kann nur interessant und freudvoll sein, sonst wird es wirkungslos sein und der Weg wird versperrt sein! Kein anderer Mensch kann für dich, deine im Alltag auftretenden folgerichtig-rationalen Gedanken und emotional-assoziativen Gedanken rückkoppeln und positiv, im Sinne des ganzheitlich-freien Denkens aussöhnen.

 

Mit dem Methode-Es-Bewusstwanderzyklus (in Buch 3) bekommst du eine Ruckkopplung- und Aussöhnungsmethode vorgestellt. Mit dieser kannst du dir das ganzheitlich-freie Denken im Alltagsmoment Schritt für Schritt erschliessen.

 

Du wirst dir eine Vorstellungswelt in diesem dritten Ausbildungsabschnitt entwickeln müssen, die offen ist für »Etwas«, dass du nur Schritt für Schritt mit einer offenen, entwicklungsfähigen Vorstellungswelt erleben kannst, denn dieses ganzheitlich-freie Etwas liegt jenseits der eigenen folgerichtig-rational gedanklichen Vorstellung und der bewussten emotional-assoziativen Erlebniswelt!

Du wirst entdecken wie wertvoll Wissen, Vertrauen und Liebe ist und wie mutig und verzwickt »an etwas glauben« ist. Diese Buchreihe wird dir dabei helfen, ein solches individuelles und offenes Puzzelspiel genüsslich und geduldig genug zu spielen. Es wird eine Suche nach deinen individuellen Puzzelsteinen. Du wirst dabei deine gesamte Vorstellungswelt und dein Verhalten besser kennen lernen. Du wirst auch auf die Besonderheiten deiner Vergangenheit zurück geworfen und du wirst auch weitestgehend deine Vergangenheit und deine Träume bis in den Alltagsmoment aussöhnen und dabei den bewussten Gebrauch deiner drei geistigen Werkzeuge benötigen und schulen.

Die Ausbildung wird auf diesem letzten, dritten Abschnitt einige Zeit in Anspruch nehmen und es bedarf günstigstens einiger Monate, sonst mehrere Jahre der Übung und des ehrlichen Bemühens. Du wirst merken, dass einiges von der Wahl des Umgebungssystems abhängig ist, aber vieles von deiner Erfahrung mit dem Rückkoppeln und Aussöhnen deiner momentanen folgerichtig-rationalen Gedanken und emotional-assoziativen Gedanken.

Gezaubert wird also in diesem Buch und während der Ausbildung nicht. Aber du bekommst ein ganzes Arsenal von Hilfsmitteln vorgestellt. Auch auf dieser dritten Wegstrecke wirst du mit jedem Schritt mehr erleben, erfahren, erkennen und wissen, was im Meer der Vielfalt vom »Grund bis zur Oberfläche«, von der »Vielfalt der
Erscheinungen deiner Umgebung bis zu dir selbst« noch zu entdecken ist.

Du wirst den dritten Ausbildungsabschnitt, dein Leben während der Ausbildung, als eine ganzheitliche, auch körperliche Ausbildungswanderung erleben, verstehen und lieben lernen. Du wirst eine Freiheit, ein Leichtigkeit, eine Ernsthaftigkeit, eine Lebendigkeit, einen neuartigen Bezug und ein besonderes Vertrauen zum Lebensmoment finden.

Wenn du dich in dieser Freiheit verirrst und vergisst, dass die bewusste RW-, EW- & Metawerkzeugarbeit nur eine von vielen Köstlichkeiten auf der Welt ist, wenn du vergisst, dass es nur eine Fähigkeit unter vielen ist, welche Lebewesen hervorbringen können, um gleichberechtigt und fair mit und durch ihre Umgebung zu leben und zu sein und zu kommunizieren, oder du vergisst, dass weniger bewusstes Leben und unbewusste EW- und RW-Arbeit auch ihre Berechtigung im Leben haben, wirst du früher oder später hart durch die gewaltige Wirkung deiner Umgebung bzw. den Lebensgewohnheiten deiner Mitmenschen auf den Boden der Vielfalt und Veränderung geschlagen. Durch die Ausbildung wirst du liebevoller, bewusster, sensibler, freier, glücklicher, aber mit Sicherheit nicht mächtiger!

Einige Male wirst du ohnehin zurückgehen müssen, um zu finden, was du für einen weiteren sicheren Weg, für deine weitere Ausbildung benötigst. Du wirst Weisheiten, Traditionen, Religionen, Vorstellungswelten auf deine Weise entdecken und dich an ihnen ehrlich erfreuen können, Vorstellungs- und Erlebniswelten, die du einst vielleicht belächelt hast oder unsinnig und ohne Lebensbezug fandest.

Du wirst sie gleichberechtigt neben all die Vielfalt, dein Wissen, deinem Glauben und deine praktische Erfahrung mit deinem Nervensystem und anderen Wirkeinheiten stellen. Deinen individuellen Ausbildungsweg wirst du gehen und vielleicht gleichzeitig diesen Ausbildungsweg beschreiten. Ein Weg der heute noch ungewöhnlich und selten in unserer Gesellschaft ist und nur bewusst und individuell zu meistern ist. Du erahnst dann deine Möglichkeiten und du wirst dich mit Grenzen aussöhnen müssen, die für dich keine mehr sind, aber für andere folgerichtig-rational und emotional-assoziativ unvorstellbar, unüberschaubar und unkalkulierbar scheinen, ihnen sogar Existenzangst machen können! Du wirst »die selbstlose Entschuldigung für deine Mitmenschen« finden und begreifen, dass es um die zwischenmenschliche Entschuldigung geht und nicht um die Entschuldigung des Schuldigen (für die unbewussten, negativen menschlichen Emotionen dir gegenüber?)! Dich wegen deines neuen, friedlichen Bewusstseins ehrlich zu entschuldigen, dass wirst du unter Umständen lernen müssen. Jeder Bewusstwanderer wird dies lernen müssen oder sein Weg wird ein Martyrium. Dies gilt so lang, bis das bewusste ganzheitlich-freie Denken eine bewusste anerkannte, gesellschaftliche Normalität ist bzw. das ganzheitlich-freie Denken eine Normalität im Bewusstsein der meisten Gesellschaftsmitglieder bzw. der meisten meinungsbildenden Gesellschaftsmitglieder ist bzw. letztlich auf einer entsprechenden Aufklärung, Erziehungsarbeit- und Schulausbildung fußt.

Bis es soweit ist, wirst du die Demut und Geduld, die lebendige Stille, die Liebe und das offene Wort, die Musik, die Lebenskunst... und immer wieder dein neues Bewusstsein im Lebensmoment mit der Vielfalt deiner Umgebung finden, um dich von Neid, Angst, Hass, unbewusster oder bewusster radikaler Bemächtigungen zu befreien, ihnen aus dem Wege zu gehen, Gewalt zu vermeiden oder aufzulösen oder einfach nur um bewusste, unbewusste, unvernünftige... aber oft gewaltig und »fest« stehende Grenzen geduldig im Alltag zu meiden oder zu durchwachsen oder zu umwachsen. Viele Grenzen werden jedoch nicht mehr deine neue Erlebniswelt und dein neues Bewusstsein zerschneiden können. Ideologiegrenzen werden dich nicht mehr dauerhaft in deinem existenziellen, liebevollen, ganzheitlich-freien, menschlichen Wesenskern treffen können. Dennoch werden dich unvernünftige Grenzen deiner geliebten Mitmenschen fast verzweifeln lassen können. Doch noch nie standen dir deine Möglichkeiten, dieser Verzweiflung zu entgehen offener, als in der Lebensweise, die bei der bewussten Anwendung des ganzheitlich-freien Denkens im Alltagsmoment entsteht. Letztlich wirst du dich befreiter erfreuen und befreiter leben dürfen, dich selbst klarer in den Zusammenhängen deiner Wirklichkeit erkennen können. Wenn du wegen deinem ganzheitlich-freien Denken Bedrohung erfährst kannst du getrost und ruhigen Gewissens alles leugnen und widerrufen, denn es ist keine Ideologie oder folgerichtig-rationale Wissenschaft, eher eine durchaus wirksame, menschenfreundliche ganzheitliche Sicht- und Denkweise, sicherlich mit anderen Denk- und Grundwissenschaften (Philosophien) verwandt. Siehe hierzu auch die Ideologiekritik am Ende dieses Buchbandes.

Du wirst außerdem viel öfter die Freude erleben, wenn Mitmenschen es schaffen eigene Grenzen abzubauen, denn dann hast ja auch du ein entscheidendes Stück an Lebensfreiheit gewonnen. Du erahnst die Bedeutsamkeit deines neuen Bewusstseins. Deiner nächsten Wanderstrecke wirst du sicher im Alltagsmoment und während der wohl verdienten Rast nach dem dritten Ausbildungsabschnitt gewahr.

Du wirst glücklich und mitten im Leben stehen und wie ein »innerer König« vor dir selbst bis ans Ende deiner Tage mit diesem neuen Aspekt des menschlichen Lebens, diesem neuen Bewusstsein verbunden sein. Selbständigkeit und Freiheit wirst du für dich neu definieren. Und wer weiß wie dein weiterer Weg aussieht? Von mir aus recht bunt. Ab hier wird es für dich als Alltagsmensch immer wieder und noch viel zu lieben geben.

Mit Hilfe deines Nervensystems, deiner drei Werkzeuge und deiner restlichen Körpereinheit kannst du dann alltägliche Wirkeinheiten, Situationen, alltägliche folgerichtig-rationale Gedanken und alltäglich emotional-assoziative Gedanken in der Vielfalt auch aus dieser neuen ganzheitlich-freien Perspektive beurteilen und betrachten, unter einem neuen Aspekt erleben und so für dich Zusammenhänge und wirkungsvolle Verbindungen entdecken, die wichtig sein können für (d)ein friedliches und erfüllendes ganzheitlich-freies Leben.

Das Wesentliche bleibt unausgesprochen und ist nicht im geschriebenen Wort zu fassen, denn Worte sind ein kommunikatives Hilfsmittel und Kind der folgerichtig-rationalen Funktionsebene unserer Nervensysteme. Du musst dich selbst auf den Weg machen, denn von einem bewussten ganzheitlich-freien Erlebnis hast du etwas, etwas, dass du von einer Wegbeschreibung nur im Ansatz erwarten kannst. Nur deine ganzheitlich-freien Erlebnisse werden dich vor größeren Missverständnissen bei diesem Thema schützen können.

Genüsslich erleben darfst/ musst du selbst. Leider sind viele Menschen noch zu fest, zu unbewusst, zu gedanken- und emotionsfixiert! Er oder Sie ist abgelenkt von Alltagssorgen, Bedürfnissen, Erlebnissen, Konflikten und Ängsten oder einfach überrumpelt von einer neuen oder noch seltenen Erlebnisdimension und der Intensität des Lebensmoments.

Wer die Welt der Bedürftigkeiten, die momentanen folgerichtig-rationalen Gedanken und emotional-assoziativen Gedanken nicht immer wieder effektiv und bewusst im Lebensmoment abstreifen und aussöhnen kann, findet sich bestenfalls nach einem flüchtigen Abstecher, in einer der bekannten unbewussten, halbbewussten oder bewussten rational-folgerichtigen und emotional-assoziativen Erlebniswelten wieder. Wer zu gierig ist, neidisch, will und muss, wer zu schnell ist, radikal oder gar gewalttätig und krampfhaft will oder sich bedroht fühlt, wird sich schnell an den tausendfältigen gedanklichen und emotionalen Grenzen zum ganzheitlich-freien Denken im Alltag erschöpfen. Und wer vor neuen Erlebnissen angst hat, weil ihm seine Gewohnheiten, seine unschönen oder grausamen Erlebnisse oder Schulden unaussöhnbar scheinen, der wird allein gar nicht erst loslaufen und somit bewusst oder unbewusst ein Leben führen, dass allein die unbewusste bzw. halbbewusste Wahrnehmungs-, Denk- bzw. Lebensweise des Menschen im Alltagsmoment bevorzugt. Ein solches Nervensystem steht hoffentlich immer öfter allen Lebensformen seiner Umwelt noch vernünftiger, noch liebevoller, noch ausgeglichener, noch friedlicher, weniger radikal, noch momentbezogener und noch kooperativer gegenüber, als dies bis jetzt in der Geschichte der menschlichen Gesellschaften der Fall war. Wenn dir diese Hoffnung nicht genügt, du ab jetzt und nicht erst irgendwann eine selbstbewusstere, wirkungsvollere, eigenverantwortlichere und kooperativere Lebensweise bevorzugst, dann darfst und solltest du weiterlesen.