DAS BEWUSSTWANDERN-PROJEKT:    rational    emotional    ganzheitlich   

S. 105 - 106 B. Basiswissen Teil 2

B. Basiswissen Teil II

Deine drei Geistigen Werkzeuge – Wanderroute – Über die natürliche Denkgrenzen – Voraussetzungen für die Ausbildung – Die kleine Genussdrogenschule – Einfache & Komplexe Genussdrogen – Genussdrogenregeln – Globale Genussdrogenstils – Qualitativer Grundbedarf – Die Genussdrogenleitern – Das Fasten – Das Wandern – Der Wüstenstil – Kleine Ausrüstungsschule – Momentane Überlebensausrüstung

Jeder Mensch hat drei geistige Werkzeuge an Bord deines Nervensystems. Das heißt, wenn du die drei zentralen, qualitativ unterschiedlichen geistigen Fähigkeiten deines Nervensystems bewusst instrumentalisierst. Du schaffst dir sozusagen drei geistige Enzyme, die dir die bewusste Arbeit mit deinem Nervensystem erheblich erleichtern und beschleunigen können bzw. einige Arbeiten überhaupt erst ermöglichen können.

Diese Werkzeuge oder Fähigkeiten sind bei jedem normalgesunden Menschen vorhanden. Die bewusste oder unbewusste Arbeit mit diesen Werkzeugen wird in der Praxis und in Gesprächen nachvollziehbar. Doch bedarf es einiger Übung, um die Werkzeuge auch bewusst, schnell und wirkungsvoll anzuwenden. Du musst erst ihre wirkungsvolle Handhabung lernen. Du musst deine Fähigkeiten mit den Werkzeugen umzugehen erst ausbilden, indem du bewusst versuchst sie zu benutzen. Im Laufe der Zeit wird die bewusste Arbeit dann immer wirkungsvoller. Das ist ein Lernprozess. Je öfter du in Lebenssituationen mit den Werkzeugen arbeitest, umso kunstfertiger wirst du. Die Ausbildung, mit jedem der drei Werkzeuge umgehen zu können, nahm bisher unterschiedlich lange Zeit für sich in Anspruch. Es kam sehr darauf an, wie stark die einzelnen Fähigkeiten unbewusst bzw. zufällig durch Bildungsstätten, Beruf, Familie und Bekanntenkreis gefördert wurden. Jede der drei zentralen Fähigkeiten hat ihre speziellen Vor- und Nachteile bei ihrer Ausbildung, Entwicklung, Schulung bzw. Herausbildung und jedes Werkzeug hat auch seine speziellen Grenzen im Alltag bzw. in seiner Anwendung. Aber zum Glück ergänzen sich die drei geistigen Werkzeuge gut, wenn du sie bewusst gleichberechtigt gebrauchst. Wenn du keines der Drei vernachlässigst, was heutzutage oft noch der Fall ist, können sie ein wahrhaftiger Segen für dich sein.

Bevor dir deine drei Werkzeuge vorgestellt werden, noch ein Wort zu diesem Werkzeugkonzept. Es hat seine Tücken wissenschaftliche Experimente, Messungen, Beobachtungen und deren Erkenntnisse, und wissenschaftlich gewonnene Vorstellungen in die Alltagspraxis und die breite Öffentlichkeit zu tragen. Das für dieses Lehrbuch entwickelte Konzept von den drei geistigen Werkzeugen ist auch ein Versuch wesentliche Erkenntnisse, der klassischen und neuen Biologie, der Ökologie und der Gehirnforschung verständlich zu machen und für die Praxis anwendbar. Es sind Erkenntnisse die schlicht und ergreifend dein Leben verändern können, denn es geht hier nicht nur um eine neue umwerfende Geschäftsidee, um Neutrinos oder Quarks oder Elementarteilchen, um das Liebesleben der Waldameise oder den neuen Megaherzprozessor oder den 0.1%-igen Leichtfruchtquark – sondern um deinen eigenen Kopf, den Inhalt deines hochgeschätzten Hauptes, um dein Nervensystem, um das zentrale Teil deines ganz alltäglichen Körpers, das viele kleine und große Lebensentscheidungen beeinflusst, das Geld anlegt, sich für eine Lebensberufung und Arbeit entscheidet oder das nächste Mittagessen wählt. Mit ihm lebst du im Alltag, du sitzt mit ihm im Auto, mit ihm suchst und findest du deine Braut oder deinen Gatten, erzieht ihr eure Kinder. Du bist auf Gedeih und Verderb mit dir selbst geeint, du steckst recht intim mit dir unter einer Decke und du kennst dich womöglich kaum. Du würdest vielleicht auch etwas enttäuscht sein, wenn du in deine Körpereinheit schauen würdest. So sehr du herumwühlen würdest, die drei Werkzeuge könntest du nicht entdecken.

Das heißt, wenn du dir die Werkzeuge vorstellst und mit den Werkzeugen arbeitest, könnten die Gehirnwissenschaftler zwar etwas messen, aber im Alltag sind die Werkzeuge für dich praktisch unsichtbar. Sie entziehen sich deinen Sinnen. Nur an ihrer Wirkung und in ihrer Anwendung kannst du sie »begreifen«. Wenn du willst kannst du dir auch mal am Kopf kratzen, damit du wenigstens fürs Erste etwas in der Hand hast.

Zuerst werden dir deine drei geistigen Werkzeuge bzw. deine drei bewussten Denkfähigkeiten vorgestellt, du darfst gespannt sein, was in deinem geistigen »Körper-Werkzeugkasten« alles zu finden ist. Auch du hast sie in dir und du kannst sicher einige Aspekte der Werkzeuge aus deiner praktischen Alltags- und Selbsterfahrung wieder entdecken.